Der Fall Collien Fernandes ist längst auch ein politischer. Am Sonntag wird die Schauspielerin zu Gast bei "Caren Miosga" sein. Im ARD-Talk trifft sie auf die Bundesjustizministerin.
Am Donnerstag trat Collien Fernandes auf dem Hamburger Rathausmarkt bei einer Demonstration für die Opfer sexueller Gewalt auf. Weil die Schauspielerin zuvor Morddrohungen erhalten hatte, waren besondere Sicherheitsvorkehrungen nötig: "Ich stehe hier mit schusssicherer Weste unter Polizeischutz, weil Männer mich killen wollen", sagte die 44-Jährige laut NDR mit tränenerstickter Stimme. Den mehr als 17.000 Anwesenden rief sie zu: "Lasst uns alle zusammen die Mauern des Schweigens einreißen!"
Längst haben die Vorwürfe, die Fernandes zunächst im "Spiegel" gegen ihren Ex-Mann erhoben hat, politische Dimensionen angenommen. Forderungen wurden laut, Frauen gesetzlich besser vor sexualisierter Gewalt zu schützen. So kommt es nicht völlig überraschend, dass Collien Fernandes am Sonntag, 29. März, in der ARD-Talkshow "Caren Miosga" zu Gast sein wird. "Digitale Gewalt - wie können Frauen besser geschützt werden?", lautet der Titel der Sendung.
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig spricht über Gesetzesentwurf
"Digitale Gewalt, wozu unter anderem Identitätsbetrug im Netz, aber auch sogenannte sexualisierte Deepfakes gehören, betrifft weltweit Hunderttausende und richtet sich vor allem gegen Frauen", heißt es in einer am Freitag verbreiteten Pressemitteilung. Ebenfalls in der Sendung zu Gast ist Bundesjustizministerin Stefanie Hubig, die einen Gesetzentwurf gegen digitale Gewalt vorlegen will, um Schutzlücken zu schließen.
Diskutiert werden soll: "Wie wirksam kann das neue Gesetz sein? Warum gibt es das nicht schon längst? Und was muss sich strukturell, gesellschaftlich und in der Prävention ändern, damit Menschen besser vor Gewalt geschützt werden - im Netz und außerhalb?"
Dritter Gesprächsgast ist Ronen Steinke, Leitender Redakteur Rechtspolitik bei der "Süddeutsche Zeitung". Die Ausstrahlung erfolgt wie üblich direkt nach dem Sonntagskrimi, 29. März, 21.45 Uhr, live im Ersten.
Quelle: teleschau – der mediendienst