Elke Velten fragte sich beim Betrachten des Ölgemäldes zunächst, welche Geschichte hinter dem dargestellten Mann steckte. Walter Lehnertz vermutete schnell: "Die haben einfach Opa gemalt." Erst als Cazibe und Felix den Händlerraum betraten, wurde das Rätsel gelöst: Es handelte sich tatsächlich um Felix' Urahnen, der selbst als Maler tätig war.
Nachdem die Verwandtschaft geklärt war, schätzte Lehnertz die Wiederverkaufsmöglichkeiten ein und meinte ganz ehrlich: "Normalerweise bist du unser Kunde. Denn wenn wir so ein Bild kaufen, versuchen wir immer jemanden aus der Verwandtschaft zu finden, dem wir das wieder verkaufen können."
Felix nahm die Perspektive mit Humor und scherzte: "Vielleicht kaufe ich das Bild dann später wieder für teuer zurück." Julian Schmitz-Avila lachte, betonte aber auch, dass Porträts für Händler vor allem dann interessant seien, wenn sie eine berühmte Person oder einen familiären Bezug zeigten. Trotzdem eröffnete er mit 150 Euro.
Pauritsch legte noch einmal nach und bot 300 Euro, "auch wenn sich Porträts nur schwer verkaufen". Julian Schmitz-Avila pflichtete ihm bei und appellierte an Felix, das Gemälde lieber zu behalten. Selbst wenn momentan kein Platz dafür vorhanden sei, "in 20 Jahren freuen sie sich über ihren Urgroßvater".
Doch Felix blieb bei seiner Entscheidung und wollte das Porträt seines Vorfahren weder behalten noch zu Hause aufhängen. Doch Pauritsch fragte noch einmal nach: "Wollen sie verkaufen oder das Bild lieber wieder mitnehmen?" Doch Cazibe und Felix entschieden sich eindeutig für den Verkauf - obwohl 300 Euro deutlich unter der Expertise lagen.
"Bares für Rares": Das waren die weiteren Objekte der Sendung
Als weiteres Objekt der Sendung wurde eine Gips-Bulldogge als Werbefigur für Regenschirme der Stuttgarter Firma Hugendubel von Sven Deutschmanek in den 1950er- oder 1960er-Jahren datiert. Der Wunschpreis lag bei 200 Euro, der Experte schätzte 300 bis 400 Euro und Markus Wildhagen zahlte 220 Euro.
Ein Herz aus 750er Gold mit Diamanten stammte laut Heide Rezepa-Zabel von einem anderen Schmuckstück und diente dort wohl als Verschluss. Für den umgearbeiteten Anhänger von 1970 bis 1990 wurden 1.200 Euro gewünscht, 1.700 bis 2.000 Euro taxiert und von Elke Velten 1.500 Euro gezahlt.
Eine aussortierte Stanzmaschine aus einer Bank datierte Sven Deutschmanek in den 1950er- bis 1960er-Jahren. Der Wunschpreis lag bei 50 bis 100 Euro. Experte Deutschmanek taxierte 100 bis 150 Euro. Markus Wildhagen zahlte sogar 300 Euro für das schöne Deko-Objekt im Industriedesign.
Ein musizierender Engel mit Musette aus Bronze datierte Bianca Berding zwischen 1852 und 1870. Für die seltene Darstellung des französischen Künstlers Jean-Baptiste Lebroc wurden 600 bis 700 Euro gewünscht, 400 bis 600 Euro taxiert und von Wolfgang Pauritsch 700 Euro gezahlt.
Quelle: teleschau – der mediendienst