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Thomas Anders erfand wegen früherer Ehefrau einen Nervenzusammenbruch


Autor: Teleschau  

Deutschland, Dienstag, 19. Mai 2026

Thomas Anders hat bei RTL ein Geständnis abgelegt. Wegen seiner eifersüchtigen Ehefrau erfand er eine Lüge, die an die gesamte Öffentlichkeit ging.
Thomas Anders offenbart in "70 Jahre Bravo - Das große Jubiläum" (RTL), dass er in der großen Modern-Talking-Zeit in den 80er-Jahren einen Nervenzusammenbruch erfand.


"Hattest du einen Nervenzusammenbruch?" Vor gut 40 Jahren stellte die Zeitschrift "Bravo" diese Frage an einen ihrer größten Stars: Thomas Anders. Auch heute, mit 63 Jahren, fällt es dem ehemaligen Sänger von Modern Talking noch immer nicht leicht, darauf eine Antwort zu geben. Doch in der dreistündigen Dokumentation "70 Jahre Bravo - Das große Jubiläum", die RTL am 17. Mai ausgestrahlt hat, tut er es.

Ein entscheidender Moment in der Karriere von Modern Talking fand 1986 statt. Die Band wurde auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs zu einem Fernsehauftritt nach Paris eingeladen. Das war keine Überraschung, denn die Songs von Dieter Bohlen und Thomas Anders waren auch in Frankreich äußerst populär. In Paris angekommen, wurden sie von der damals ebenfalls sehr bekannten Moderatorin Désirée Nosbusch begrüßt, die selbst ein "Bravo"-Star war.  

Eifersüchtig: Thomas Anders' Frau ließ Auftritt von Modern Talking platzen

Und auf die war Nora, Thomas Anders' damals frisch gebackene Ehefrau (sie wurden 1999 geschieden) eifersüchtig. Anders erzählt in der RTL-Doku: "Okay. Meine Ex-Frau ist natürlich ausgerastet. Und dann sind wir abgereist." Anders und Nora jetteten heim, aber der Auftritt fand trotzdem statt: Dieter Bohlen holte sich in Gestalt von Uwe Borgwardt für die TV-Show einen "Ersatz-Thomas" auf die Bühne. Borgwardt hatte sogar optisch Ähnlichkeit mit Anders und "Cheri, Cheri Lady" wurde eh im Vollplayback vorgetragen.

In Frankreich wurde keine große Welle um das Fehlen von Thomas Anders gemacht. Aber daheim war es, so Anders in der Doku, "das riesengroße Drama". Und es musste eine Erklärung her. Anders: "Man musste eine Geschichte erfinden, warum ich abgereist bin. Und die musste ziemlich groß sein." Man kam auf die Lösung. Anders: "Deshalb: Nervenzusammenbruch. Das zieht immer." Auch Angelo Kelly plauderte in der Doku aus dem Nähkästchen und ist heute noch sauer auf die "Bravo" nach einem Interview.

In der Geburtstags-Doku erinnert sich Thomas Anders an seine durchaus wechselhafte Beziehung mit Deutschlands größtem Jugendmagazin. Er entwickele sich vom Fan, der die "Bravo" einst wegen ABBA selbst kaufte, zu einem der größten Stars der "Bravo"-Geschichte. "Über ein Jahr lang waren wir wirklich in jeder 'Bravo'."

Kurz nach falschem Nervenzusammenbruch kam echter Burnout

Anders enthüllt auch, dass der erste Bericht über ihn in der "Bravo" nur Scherereien brachte. Das war nämlich noch vor der Modern-Talking-Zeit. Nachdem Anders in der "Tommi-Ohrner-Show" aufgefallen war, schrieb die "Bravo" über den "Schüchternen aus der 12. Klasse" und legte ihm ein Zitat in den Mund: "Ich habe noch nie ein Girl geküsst", lautete die Headline.

Verliebe dich in Franken!

Anders berichtet: "Ich komme morgens über den Schulhof und alle drehen sich nach mir um." Erklärung: "Der liebenswerte Hausmeister hatte die Seite rausgerissen und ans schwarze Brett gehängt." Es wurde zum Spießrutenlauf über den Schulhof. "Ich sehe heute noch die bemitleidenswerten Blicke der Sechstklässler."

Später, mit Modern Talking, gewöhnte sich Anders an die Berichte. Bei seiner Hochzeit (Juli 1985), backstage, sogar im Badezimmer im Schaubad in der Wanne - die "Bravo" war immer dabei. Zwischen 1984 und 1986 hatten Modern Talking fünf Nummer-eins-Singles (hintereinander!) und drei Nummer-eins-LPs. Es war ein mörderisches Programm, das Spuren hinterließ.

Ironie des Schicksals nach dem damals gefakten Nervenzusammenbruch: Nach drei Jahren Modern Talking war Anders ausgelaugt. "Ich musste damals etwas Abstand halten, weil ich war wirklich richtig überarbeitet nach den ersten drei Jahren von Modern Talking", gestand er vergangenes Jahr in "Volle Kanne". Damals gab er zu: "Heute würde man Burnout sagen."

Quelle: teleschau – der mediendienst