Als Drachenkönigen Daenerys Targaryen im Serien-Blockbuster "Game of Thrones" wurde Emilia Clarke weltberühmt. Von der Serie habe sie sich befreit, wie sie in einem Interview verriet. Sie wolle nie wieder auf Drachen reiten.
In der neuen HBO-Serie "A Knight of Seven Kingdoms" (ab 19. Januar auf HBO Max) ist Emilia Clarke nicht erneut als Daenerys Targaryen zu sehen, weil das Prequel mehrere Jahrzehnte vor den Ereignissen in "Game of Thrones" angesiedelt ist. Aber auch unabhängig davon wird die britische Schauspielerin wohl nicht wieder in einem weiteren GoT-Projekt zu sehen sein, wie sie in einem Interview klarstellte.
"Es ist höchst unwahrscheinlich, dass man mich jemals wieder auf einem Drachen reiten oder auch nur mit einem Drachen im Bild sehen wird", erklärte Clarke im Gespräch mit der US-Zeitung "New York Times". Generell hat sie mit dem Thema Fantasy offenbar abgeschlossen. Sie wolle sich in Zukunft vielmehr neuen Projekten und neuen Genres zuwenden.
Emilia Clarke spielt in "Ponies" die Frau eines Agenten
Etwa dem Thriller-Genre, dem ihre neue Arbeit angehört. In der Serie "Ponies" spielt Clarke die Ehefrau eines CIA-Agenten, die in der Hochphase des Kalten Krieges in den 1970er-Jahren selbst zur Spionin gegen die Sowjetunion wird. Es ist Clarkes erste große Serienrolle seit ihrem internationalen Durchbruch mit "Game of Thrones".
Als sie 2011 die Rolle der "Drachenmutter" Daenerys annahm, hätte sie nicht geahnt, wie sehr die Serie ihre Karriere bestimmen würde, sagte die 39-Jährige. Und selbst nach "Game of Thrones" habe es lange gedauert, "bis ich mir klar wurde, dass ich versuchen könnte, mehr Autonomie über meine Entscheidungen und meine Arbeit zu erlangen".
Bei "Ponie" habe sie diese Autonomie gewährt bekommen. Sie durfte sogar zwischen zwei Rollen wählen: zwischen Bea, für die sie sich letztlich entscheiden hat, und Twila, eine CIA-Witwe, die ebenfalls Agentin wird. Sie habe bei der Serie das Gefühl gehabt, dass die Macher ihr eine Stimme gegeben hätten, so Clarke. Das sei "nicht immer der Fall".
"Game of Thrones"-Kosmos weitet sich aus
Während Clarke "Game of Thrones" den Rücken gekehrt hat, dehnt sich der Kosmos der Serie immer weiter aus. "A Knight of Seven Kingdoms" ist nach "House of the Dragon" bereits die zweite Prequel-Serie zum Original. Weitere Projekte sind in Planung, darunter eine Fortsetzungsserie um John Snow, einen der zentralen Charaktere aus "Game of Thrones".
Unterdessen schreibt Mastermind George R. R. Martin weiter an den letzten beiden Bänden des Roman-Zyklus "Das Lied von Eis und Feuer", das "Game of Thrones" zugrunde lag. Die Arbeit an dem Epos war in den letzten Jahren ins Stocken geraten, sodass die letzten Staffeln der Serienadaption die Buchreihe "überholt" hatte.