Daniel Aminati teilt "Heilungs"-Post mit Tochter - und erntet Unmut
Autor: Isabel Schaffner
Deutschland, Dienstag, 27. Januar 2026
Daniel Aminati befindet sich nach der Trennung von Patrice Aminati in einer schweren Zeit. Halt gibt ihm seine Tochter. Doch viele zeigen sich ob seines Posts verärgert.
Im September 2025 trennte sich Patrice Aminati von ihrem Ehemann Daniel. Sie habe sich diesen Schritt gründlich überlegt, sagte sie gegenüber den Medien. Auch angesichts der gemeinsamen dreijährigen Tochter Charly sei es keine leichtfertige Entscheidung gewesen, doch das Paar habe einfach keine gemeinsame Linie gefunden.
Nach einigen Wochen Pause meldeten sich beide im neuen Jahr auf ihren Instagram-Kanälen wieder zu Wort. Die unheilbar an Krebs erkrankte 30-Jährige entgegnete unter anderem Mutmaßungen, ob sie einen Neuen habe und der TV-Moderator dankte seinen Fans für aufmunternde Nachrichten. Am 18. Januar postete er dann Impressionen von Ausflügen mit seiner Tochter und ließ tief in sein Seelenleben blicken. Über 20.000 Likes bekam er für den Beitrag, doch die kritischen Kommentare haben es in sich.
"Sind kein Halt für Erwachsene": User empört von Daniel Aminatis Post
Der 52-Jährige zeigt Bilder mit Charly Malika im Schnee, im Bademantel, auf einem Karussell oder in einem Pferdekostüm. "In Momenten der Fragilität, wenn die Dunkelheit dir das Gefühl gibt, es ginge nicht weiter, ist es so wichtig, dich auf das zu besinnen, was in dir Heilung verspricht - auf die Dinge, die dir guttun, und auf die Menschen, denen du wichtig bist und dich wertschätzen", schreibt er dazu. "Danke für die wunderbare Zeit, mein Herz."
Video:
Patrice und Daniel Aminati haben sich dazu entschieden, Charlys Gesicht offen im Netz zu zeigen. "Um Himmels Willen, warum stellt er sein Kind ins Netz? Man sollte nicht alles tun, nur um Aufmerksamkeit zu bekommen", kommentiert eine Frau. "Sehr süß, aber man sollte den Kindern ihre geschützte Privatsphäre lassen, Kinder gehören nicht ins Internet!!!", gibt eine andere zu bedenken. Viele User stimmen zu. Eine Frau postet ein langes Statement: "Kinder können nicht entscheiden, ob sie mit Gesicht, Stimme, Alltag und intimsten Momenten im Internet landen. Was heute 'süß' oder 'tröstlich' wirkt, ist morgen Teil eines digitalen Fußabdrucks, den man nie wieder vollständig löschen kann."
Auch finde sie, dass Kinder nicht dafür gebraucht werden sollten, eigene Trauer oder andere persönliche Krisen zu verarbeiten. "Sie sind kein Halt für Erwachsene, keine emotionale Stütze und keine Ablenkung für das, was uns selbst gerade schwerfällt. Vor allem nicht, wenn sie zwei oder drei Jahre alt sind. Eltern sollten Sicherheit geben - nicht umgekehrt", führt sie fort.
Deutsches Kinderhilfswerk und Bundeskriminalamt warnen vor Kinderbildern im Netz
Auch das Deutsche Kinderhilfswerk sieht das Zuschaustellen von Kindern im Internet als "höchst problematisch" an. Hierbei würden mehrere Kinderrechte verletzt. Influencer, die Aufnahmen ihrer Kinder auf Social-Media-Plattformen veröffentlichen, bewegen sich demnach häufig im Bereich der Kindeswohlgefährdung, die in Paragraf 1666 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) geregelt ist. "Deshalb sollte die kommerzielle Veröffentlichung von Fotos und Videos im Internet bis zum vollendeten siebten Lebensjahr eines Kindes uneingeschränkt verboten sein. Erst danach sollte die Veröffentlichung überhaupt möglich sein - mit der Einwilligung der abgebildeten Kinder", so das Deutsche Kinderhilfswerk.
Auch das Bundeskriminalamt weist darauf hin, dass Bilder im Netz von Kriminellen missbraucht werden können. "Durch Kinderbilder, die im Netz frei verfügbar sind, werden Tatgelegenheiten für Hersteller computeranimierter Kinderpornografie geschaffen." Auch vermeintlich harmlose Bilder können demnach manipuliert werden. Weitere Informationen zum Schutz von Kindern finden sich auf der Seite des Bundeskriminalamts.