In Griechenland kämpfen Hunderte Einsatzkräfte gegen einen Großbrand nahe Athen. Meteorologen sehen Hoffnung, doch die Schäden sind bereits groß. Frankreich, Spanien und die Türkei melden Entspannung.
Dichte Rauchschwaden liegen am Himmel, Flugzeuge lassen Wasser über Flammen und Glutnestern ab: Feuerwehren in Südeuropa kämpften auch über das Wochenende unentwegt gegen die Waldbrände. Während sich die Lage in Spanien sowie in der Türkei etwas entspannt, kämpft die griechische Feuerwehr weiter gegen einen großflächigen Brand nahe Athen. Die stürmischen Winde, die bis Samstag wüteten, haben nach Angaben der Meteorologen etwas nachgelassen. «Das macht uns Hoffnung», sagte ein Sprecher der griechischen Feuerwehr Medien.
Bei den Löscharbeiten sind nach Berichten des griechischen Rundfunks ERT zwei Löschhubschrauber zusammengestoßen. Im Gebiet bei der Ortschaft Psatha wurde eine großangelegte Such- und Rettungsaktion eingeleitet, wie die Feuerwehr mitteilte. Das griechische Fernsehen ERT zeigte ein Video, auf dem der Moment des Unglücks zu sehen sein soll.
Dabei berührt der eine Hubschrauber den Rotor des anderen. Kurz darauf explodiert der zweite Hubschrauber und stürzt brennend ab. Die Körper der Piloten wurden aufgefunden, ihr Tod wurde später von der Feuerwehr bestätigt.
Der Copilot des Helikopters, der nicht sofort abstürzte, sei verletzt worden, berichteten Medien unter Berufung auf Kreise der Feuerwehr. Laut Staatsfernsehen konnte durch eine Notlandung schlimmstes verhindert werden. Beide Besatzungsmitglieder des zweiten Hubschraubers überlebten laut Feuerwehr.
Brand nähert sich Stadt
Unterdessen haben sich die Flammen des schweren Brandes rund 50 Kilometer westlich von Athen bis auf wenige Kilometer der Stadt Megara mit rund 36.000 Einwohnern ausgebreitet. Nach ersten Schätzungen wurden seit Freitag mehr als 10.000 Hektar Wald sowie Häuser, Ställe und landwirtschaftliche Flächen zerstört, berichtete der griechische Rundfunk ERT.
Der Brennpunkt der Waldbrände in Griechenland befindet sich rund 50 Kilometer westlich der Hauptstadt Athen. Hunderte Einsatzkräfte, darunter auch Feuerwehrleute aus Rumänien und Frankreich, kämpfen dort gegen einen Großbrand, der rund um das dicht bewaldete Gebirgsmassiv von Kithairon wütet. «Die Situation ist chaotisch», sagte der Bürgermeister von Megara, der wichtigsten Stadt der Region, im griechischen Rundfunk.
Im Raum Athen ist der Großeinsatz unüberhörbar: Immer wieder brummen und knattern Löschflugzeuge und Hubschrauber, die in die Krisenregion unterwegs sind. Ein Sprecher der Feuerwehr teilte mit, dass landesweit bislang 13 Menschen wegen fahrlässiger Brandstiftung festgenommen worden seien.