In Kiew verteilte Victoria Nuland erst einmal Brötchen und Kekse. Mit einer Plastiktüte voller abgepacktem Gebäck ließ sich die US-Außenpolitikerin zu pro-europäischen Demonstranten auf dem Maidan führen, die "Gott segne Sie!" skandierten über den Besuch der Amerikanerin jubelten. Es waren kleine Zuckerbrote, die Nuland den Demonstranten in die Hände drückte, während in Washington fast zeitgleich die Peitsche ausgepackt wurde.
Alle Optionen seien auf dem Tisch, um Recht und Menschenwürde in der Ukraine walten zu lassen, erklärte US-Außenamtssprecherin Jen Psaki - und ließ dabei plötzlich auch ein Wort fallen, mit dem kaum jemand gerechnet hatte: Sanktionen. Konkreter wurde sie nicht, doch sie stellte klar, dass die gewaltsame Niederschlagung der Proteste in einer europäischen Demokratie "absolut unzulässig" sei.