Hannelore Elsner ist tot - Schauspielerin an Ostern "friedlich eingeschlafen"

1 Min

Die deutsche Schauspielerin Hannelore Elsner ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Sie zählt zu den größten deutschen Schauspielerinnen und wirkte in mehr als 200 Fernseh- und Kino-Filmen mit.

Hannelore Elsner, Schauspielerin, Autorin und Synchronsprecherin, ist tot: Die 76–Jährige ist nach kurzer schwerer Krankheit am Osterwochenende verstorben. Wie Focus online mit Berufung auf das RedaktionsNetzwerk Deutschland berichtet, hat der Familienanwalt Dr. Matthias Prinz den Tot der 76–Jährigen bestätigt. "Als Anwälte der Familie von Hannelore Elsner haben wir die traurige Pflicht, der Öffentlichkeit mitzuteilen, dass Hannelore Elsner überraschend schwer erkrankt und am Ostersonntag friedlich eingeschlafen ist.", zitiert das Nachrichtenportal den Anwalt. Zu erste hatte Bild über den Tod der deutschen Schauspielerin informiert.

Zahlreiche Auszeichnungen

Die gebürtige Bayerin war eine der größten Deutschen Schauspielerinnen. Elsner, am 26. Juli 1942 im oberbayerischen Burghausen geboren, galt als eine der großen Diven des deutschen Nachkriegsfilms. Sie war in mehr als 200 Fernseh- und Kino-Rollen zu sehen. Im Fernsehen war Elsner in der ARD-Serie "Die Kommissarin" (1994-2006) besonders erfolgreich.

Sie erhielt zahlreiche Preise - ihren ersten mit 29 Jahren. Erste Engagements hatt Elsner an den Müncher Kammerspielen und an der Kleinen Komödie München. 1972 erhielt sie mit der Goldenen Kamera für ihre Rolle in Iwanov ihre erste große Auszeichnung. 2002 folgte das Bambi und 2015 die Romy in der Kategorie Beliebteste Schauspielerin Kino/TV-Film.

Höhepunkte einer langen Karriere

Als Höhepunkte ihrer Schauspielerinnenkarriere gelten etwa Elsners Verkörperung der weiblichen Hauptrolle in dem Film "Berlinger - ein deutsches Abenteuer" von Alf Brustelin (1975) und der fiktiven Schriftstellerin Hanna Flanders in "Die Unberührbare" von Oskar Roehler (2000). Für "Die Unberührbare" erhielt sie den Deutschen Filmpreis, den Preis der deutschen Filmkritik und den Bayerischen Filmpreis.

Für ihre Darstellung einer alternden Schauspielerin im Kinomonolog "Mein letzter Film" von Oliver Hirschbiegel erhielt sie 2003 abermals den Deutschen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin. Mehrfach arbeitete sie auch mit dem Regisseur Rudolf Thome zusammen. Als Frankfurter "Kommissarin" Lea Sommer war sie zwischen 1994 und 2006 im Fernsehen zu sehen.

Elsner wurde 1997 mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Als Synchronsprecherin war sie die deutsche Stimme von Liza Minelli, die mit ihrer Rolle in Cabaret weltbekannt wurde.

Lesen Sie auch: "Winnetou"-Komponist Martin Böttcher gestorben