Auf der A3 zwischen Velburg und Parsberg in der Oberpfalz (Bayern) sind drei Lastwagen aus einem Militärkonvoi der US-Army in Brand geraten. Ein vierter Lkw, beladen mit Sägemehl, ist auf den Militärkonvoi geprallt, der auf dem Standstreifen parkte. Drei Fahrzeuge, darunter ein Tanklaster, beladen mit Kerosin, sind daraufhin in Flammen aufgegangen. Es habe sich um Fahrzeuge der US-Armee gehandelt, um welche genau, müsse noch ermittelt werden. Warum sie auf dem Standstreifen hielten, sei noch unklar, so ein Sprecher der US-Armee in Grafenwöhr.

Wie die Bildzeitung berichtete, seien die Fahrzeuge der US-Army auf dem Weg zu einem nahegelegenen Truppenübungsplatz gewesen. Ein Mensch ist in den Flammen wohl umgekommen, wie die Polizei am Nachmittag bekannt gab. Die Polizei ging von einem Unfall und nicht von einem Anschlag aus.

A3 wurde komplett gesperrt - lange Staus in beide Richtungen

Der Sattelzug sei am Montag kurz nach der Anschlussstelle Parsberg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in eines von drei US-Fahrzeugen gefahren, die auf dem Seitenstreifen standen. Darunter sei ein Tanklastfahrzeug gewesen - es hatte 2500 Liter Düsenkraftstoff geladen, der sich glücklicherweise nicht entzündete.

Die Tanks der Fahrzeuge hätten Feuer gefangen - nicht die Ladung. Die Reifen seien explodiert, so der Sprecher. Warum der Laster aus Deutschland in den Konvoi fuhr, war unklar. Der Lkw sei mit Sägemehl beladen gewesen und habe die Militärfahrzeuge mit voller Wucht gerammt. Der Lastwagenfahrer starb laut Polizeiangaben vom Montagnachmittag. Das Führerhaus sei komplett zerstört.

Bei den Löscharbeiten wurde auch ein Löschfahrzeug der US-Army hinzugezogen. Darüber hinaus sind rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr, rund 45 Kräfte des Rettungsdienstes, dazu noch die Polizei im Einsatz. In beiden Richtungen kommt es zu kilometerlangem Stau. Die Umleitungsstrecken sind überlastet, die Bergungsarbeiten dauern bis zum Abend an (Stand: 16.10 Uhr).  Es wird empfohlen, den Bereich weiträumig zu umfahren.