Wenn die DFB-Elf am Sonntag (27. November 2022, 20 Uhr MEZ) im Al-Bait Stadion zum zweiten Spieltag der Gruppe E auf Spanien trifft, ist der Siegdruck bereits gewaltig. Das Auftaktspiel gegen Japan ging in die Hose (1:2), daher ist die deutsche Mannschaft quasi zum Siegen verdammt. Immerhin: Durch den überraschenden 1:0-Sieg Costa Ricas gegen Japan am Vormittag bekommt die Nationalelf eine Steilvorlage.

Eine erneute Niederlage hätte nämlich bereits das WM-Aus in der Gruppenphase (wie 2018 in Russland) bedeuten können. Dieses Horrorszenario aus deutscher Sicht ist durch Costa Ricas Sieg am Sonntagvormittag erstmal abgewendet. Dennoch sollte gegen Spanien natürlich möglichst ein Sieg her. Bundestrainer Hansi Flick muss die DFB-Elf aufrichten, die Generation um Antreiber Joshua Kimmich muss beweisen, dass sie die eigenen hohen Ansprüche endlich erfüllen kann. Doch die Ausgangslage könnte besser sein: Ein Pflichtspiel gegen Spanien gewonnen hat noch keiner der 26 deutschen WM-Akteure. Ob es bei Deutschland größere Veränderungen in der Startelf gibt, bleibt abzuwarten. Zumindest in der Verteidigung könnte sich etwas tun.

Deutschland gegen Spanien: So könnten sie spielen

Der Gegner kommt mit breiter Brust daher. Spaniens Trainer Luis Enrique hat Änderungen gegenüber dem glanzvollen 7:0 gegen Costa Rica angekündigt. Im Angriff könnte Atletico-Angreifer Álvaro Morata von Beginn an auflaufen. Kapitän Sergio Busquets gilt im defensiven Mittelfeld gesetzt, die Barcelona-Jungstars Pedri und Gavi sind in Topform. Der kurz vor dem Turnier erkältete Dani Carvajal ist auf der rechten Verteidigerposition ein Startelf-Kandidat. 

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Spanien: 23 Simon - 20 Carvajal, 16 Rodri, 24 Laporte, 18 Alba - 5 Busquets - 26 Pedri, 9 Gavi - 11. F. Torres, 7 Morata, 21 Olmo 

Deutschland: 1 Neuer - 5 Kehrer, 15 Süle, 2 Rüdiger, 3 Raum - 6 Kimmich, 21 Gündogan - 10 Gnabry, 13 Müller, 14 Musiala - 7 Havertz

Schiedsrichter: Danny Makkelie (Niederlande)

Tabellenrechner Gruppe E: So kommt Deutschland doch noch weiter

Die Niederlage Japans gegen Costa Rica (0:1) spielt Deutschland in die Karten. Selbst bei einer Niederlage am Abend gegen Spanien könnte man theoretisch noch ins Achtelfinale kommen - die Betonung liegt allerdings auf theoretisch. Das ist die Ausgangslage vor dem Spanien-Spiel: 

  • Bei einem Sieg gegen Spanien und einem zweiten Dreier im Spiel gegen Costa Rica am kommenden Donnerstag (1. Dezember) wäre Deutschland sicher im Achtelfinale.
  • Bei einem Unentschieden heute gegen Spanien reicht ein Sieg gegen Costa Rica, wenn Spanien gegen Japan gewinnt.
  • Selbst bei einer Niederlage gegen Spanien kann es noch für die K.o.-Runde reichen, wenn Deutschland gegen Costa Rica gewinnt und Spanien gegen Japan gewinnt. Entscheiden würde dann das Torverhältnis zwischen Deutschland, Costa Rica und Japan. 

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