Bramberg
Motorsport

Mit Mofas über die Alm

Der Bramberger Motorsportclub richtet am Pfingstwochenende das zweite Rennen des "Mofacross der Nationen" aus.
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Die hügelige Strecke in Bramberg fordert den Fahrern alles ab.  Fotos: Günther Geiling
Die hügelige Strecke in Bramberg fordert den Fahrern alles ab. Fotos: Günther Geiling
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"Auf der Alm" in Bramberg rumort es am Pfingstwochenende wieder ordentlich. Der Bramberger Motorsportclub (BMC) ist Ausrichter des zweiten Rennens im "Mofacross der Nationen", der Amateursportserie für Zweiradbegeisterte. Die Zuschauer können sich auf spannende Rennen freuen, zumal auch einige Lokalmatadoren am Start sind. In der laufenden Serie sind die "Spätzünder" Unterpreppach mit Michael Müller und Fabian Valtin auf Spitzenplätzen.

"Wer einmal vom Mofacross-Virus infiziert ist, der bleibt dem Mofa und der kameradschaftlichen Truppe treu", heißt es gerne unter diesen Sportlern, die sich mit den kleineren Maschinen zufriedengeben. Dabei ist die Herausforderung für einen Mofacross-Sportler hoch. Er braucht technisches Wissen und handwerkliches Geschick, um das Mofa zu Höchstleistungen zu züchten. Außerdem ist körperliche Fitness unabdingbar, um mit den ständig wechselnden Untergründen bei jedem Wetter klarzukommen.

Die Fahrer müssen fit sein

Die Mofacross-Sportler üben ihren Sport aus "Spaß an der Freude" aus und bereiten sich auch ganz anders vor. Körperliche Fitness lässt sich durch zahlreiche sportliche Betätigungen erreichen, aber natürlich gilt es auch, die Maschine zu beherrschen. Manche Fahrer trainieren hier auch auf "Enduro"-Strecken durch Wald und Wiesen.

Der 31-jährige Alexander Precht fährt seit dem 14. Lebensjahr Moped und zusammen mit Lukas Dietz gehen sie unter dem Team-Namen "Bordwendt Motorsport" Ebern an den Start. "Aber bis es immer so weit ist, da steckt viel Arbeit und Zeit dahinter. Das Renn-Mofa muss ja drei Stunden durchhalten und das bei dieser anspruchsvollen Strecke", gibt Precht zu bedenken. "Wir sind natürlich immer damit beschäftigt, unser Zweirad noch besser und schneller zu machen. Dazu schauen wir uns auch von den Motocross-Fahrern so manches ab, wie beispielsweise die Kettenführung. Und dann wird geschraubt und vieles geändert."

Precht fährt dabei mit seinem Kompagnon in der "Serie" eine Zündapp-High-25 mit Dreigangschaltung. Um die Vorgaben zu erfüllen, müssen Rahmen, Motor und Vergaser Originalteile sein, der Vergaser darf höchstens auf einen maximalen Querschnitt von 15 Millimetern geändert werden. Dies ist auch bei der Gabel bis zu einem bestimmten Durchmesser möglich.

Keine Regeln in der Tuning-Klasse

In der Klasse "Tuning/offenen" können die Fahrer ihr Mofa aber ganz individuell modifizieren. Hier wird kräftig gewerkelt und Mofa, Motor und Getriebe mit allerlei Tricks und Kniffen optimiert. Wenn es hochgerüstet ist, schafft dieses Fahrzeug schon einmal 60 km/h, während das andere mit Tempo 40 über die Strecke brettert. In dieser Serie sind die "HRM-Startpiloten" aus Maroldsweisach am Start.

Weil es extrem anstrengend ist, nur eine Stunde über die Piste zu jagen, erleichtert das Reglement die Strapazen für die Teams: Zwei Fahrer dürfen sich auf ihrem Gefährt abwechseln. Das Rennen geht über drei Stunden und Sieger sind diejenigen, die am Schluss die meisten Runden absolviert haben.

Der BMC Bramberg wird den Mofacross-Sportlern wieder eine gut präparierte Strecke bieten: inklusive Sprunghügel, Waschbrett, engen Kurven und vielem mehr. Das Wetter soll trocken bleiben, was für die Fahrer auch Staub bedeuten würde. Aber der kann von den Organisatoren "abgelöscht" werden. Die Zuschauer werden jedenfalls auf ihre Kosten kommen, denn sie haben einen guten Überblick über den Berg und die Strecke auf der "Alm". Zudem ist beim Mofacross direkt im Zuschauerraum einiges los - dort ist die Wechselzone, in der die Fahrer wechseln und die Mofas betankt oder schnell repariert werden.

Hier können auch die Lokalmatadore angefeuert werden. Florian Laubender und Matthias Huppmann (Biergit-Racing-Team) sowie Daniel Müller und Jens Hofmann (Pfiffer-Racing aus Bischwind) sind unter anderem am Start. Auch weitere Teams aus der Umgebung haben sich angesagt.

Das Programm beginnt am Samstag, 8. Juni, von 14 bis 18 Uhr mit dem Training und um 19 Uhr ist "Almabtrieb". Am Sonntag ist von 9 bis 11 Uhr Training und um 14 Uhr startet das "Drei-Stunden-Rennen". Dem schließt sich um 18 Uhr die Siegerehrung mit "Aftershow-Party" an.

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