Seniorenarbeit

Seniorenbeirat in Neunkirchen will ins Zentrum umziehen

Im Jugendclub "Outback" ist der Seniorenbeirat von Neunkirchen am Brand untergebracht, Nun möchte der Seniorenbeirat ein eigenes Büro.
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Das Jugendzentrum "Outback" in Neunkirchen am Brand.  Foto: Petra Malbrich
Das Jugendzentrum "Outback" in Neunkirchen am Brand. Foto: Petra Malbrich

Der Seniorenbeirat braucht eine neue Unterkunft. "Es würde uns sehr freuen, wenn wir langfristig eine Einrichtung des Marktes nützen könnten", sagte Gisela Norbach, Seniorenbeauftragte des Marktes Neunkirchen am Brand. Bisher ist der Beirat im Jugendtreff "Outback" untergebracht und hält dort im Büro Sprechstunden. Aber: "Das Outback ist kein Beratungsbüro. Kein älterer Mensch setzt sich dort an den Schreibtisch." Einen abschließbaren Schrank gibt es nicht und aufgrund der Mehrfachnutzung sei es nicht möglich, den Raum so umzugestalten, dass er eine Anlaufstelle für Senioren wäre. "Es ist nicht die gewünschte Atmosphäre. Ein separater Raum wäre ideal", erklärte Norbach. Abgesehen davon sei der Zugang nicht barrierefrei, eine behindertengerechte Toilette fehlt. Der Rechner im "Outback" gehöre der Jugend, einen Briefkasten gibt es nicht. "Wir existieren eigentlich nicht", begründete Norbach den Antrag des Seniorenbeirats auf Einrichtung eines Bürgerbüros. "Wir wollen eine Sprechstunde abhalten und Auskunft geben. Nicht jeder weiß, wie man einen Antrag auf Pflegebedürftigkeit stellt", nannte sie ein Beispiel. "Wir sind kein Kaffeekränzchen, sondern nehmen uns ernster und möchten aktiver tätig sein", betonte Norbach.

Raumsituation im Rathaus

Doch auch im Rathaus ist die Raumsituation angespannt. Im evangelischen Gemeindehaus wäre jedoch ein geeigneter Raum verfügbar, mit Schreibtisch, Telefon, WLAN und dem barrierefreien Zugang, inklusive behindertengerechter Toilette. Mit Pfarrer Axel Berthold habe man den Raum bereits besichtigt und der Kirchenvorstand würde sein Einverständnis geben. Als Zwischenlösung wolle man diesen Raum nutzen, bis die Gemeinde einen geeigneten Raum zur Verfügung habe. "Wenn wir beschließen, dass der Seniorenbeirat ein Büro braucht, ist das ein Armutszeugnis. Es ist selbstverständlich", meinte Zweiter Bürgermeister Martin Mehl (CSU). Auch Rainer Obermeier (CSU) befürwortete die Lösung, die einstimmig beschlossen wurde. "Es ist zentrumsnah. Man kann nicht mit dem Rollator zum ,Outback'", sagte Obermeier.



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