Marktgemeinderat

120 Wohneinheiten sind auf dem Hemmerlein-Gelände geplant

Aus dem Gelände des früheren Betonwerks Hemmerlein in Neunkirchen am Brand soll ein Wohngebiet werden.
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Der Plan für das Wohngebiet auf dem Gelände des ehemaligen Betonwerks Hemmerlein Foto: Pauline Lindner
Der Plan für das Wohngebiet auf dem Gelände des ehemaligen Betonwerks Hemmerlein Foto: Pauline Lindner
Die Planungen des Investors sind in eine konkrete Phase getreten. Das Planungsbüro SSP-Architekten stellte dem Marktgemeinderat ein überarbeitetes Bebauungskonzept vor. Es trägt den Vorstellungen des Rates in weiten Punkten Rechnung.

So verdichtet sich die Bebauung vom Steinäckerweg mit seiner Einzelhausbebauung Richtung Gräfenberger Straße immer mehr. Sind im südlichen Bereich Einzel- und Doppelhäuser geplant, folgen nach Norden Reihenhäuser auf kleinen Grundstücken. Auf dem nordwestliche Areal werden fünf Bauten mit Wohnungen entstehen.

Eine Tiefgarage soll einen Teil des Stellplatzbedarfs abdecken. Geschosswohnungsbau ist auch im östlichen Bereich vorgesehen. Hier werden Carport-Reihen die mehrgeschossigen Häuser zum weiter existierenden Gewerbegebiet abgrenzen.


Die Erschließung

Erschlossen wird das neue Wohnquartier in der Mitte durch die Hemmerleinstraße, die so verläuft, dass kein Durchgangsverkehr möglich ist. Nur für die Feuerwehr soll es beim mittig liegenden Spielplatz eine Fahrverbindung geben. Der Rat nahm Abstand von einer Idee des zentralen Parkens, um zu weite Wege gerade von den Einzelhäusern aus zu vermeiden.


Begrünte Flachdächer

Das besondere Augenmerk der Planer gilt dem Rückhalt von Regenwasser. So sollen die Flachdächer der Geschossbauten intensiv begrünt werden. Zwischen den Häuserzeilen sollen Rigolen und Mulden den Abfluss drosseln. Dadurch sollen eher naturbelassene Streifen entstehen. Das deckt sich mit dem Wunsch des Rats nach ausreichend Begrünung. Dabei ist insgesamt die Baudichte geringer als sie beispielsweise in Erlangen oder Nürnberg zulässig ist.

Die Wärmeversorgung wird voraussichtlich zentral über ein Heizkraftwerk erfolgen. Dazu besuchten Planer und Ratsmitglieder das bestehende Heizkraftwerk in Hallerndorf.


Wohnraum bezahlbar?

Eine Forderung aus dem Rat ist bezahlbarer Wohnraum. In der Diskussion darüber wurde deutlich, dass dies nur bei einer großen Anzahl von Wohneinheiten möglich ist. Denn nur dann können die hohen Fixkosten für Abbruch und Revitalisierung breit verteilt werden. Insoweit erteilte der Rat Martin Walz (CSU) eine Abfuhr. Er hatte eine Reduzierung der geplanten 120 Wohneinheiten auf etwa 100 gefordert.

Inwieweit geförderte Wohnungen entstehen können, ist noch offen. Der Markt hat die rechtliche Möglichkeit, dies im städtebaulichen Vertrag mit dem Investor festzulegen.


Beim Zusammenschluss dabei

Neunkirchen wird sich in das kommunale Energieeffizienznetzwerk des Landkreises Forchheim einbringen. 21 Kommunen aus dem Landkreis sowie Altendorf (Kreis Bamberg) und Pottenstein (Kreis Bayreuth) wollen sich dazu zusammenschließen. Betreut von Markus Brautsch, dem Leiter des Instituts für Energietechnik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg, werden die Kommunen über drei Jahre beraten, wie und wo sie energiesparende Maßnahmen umsetzen können. Für Neunkirchen wären solche Projekte die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED und die energetische Sanierung der bestehenden Verwaltungsgebäude und des potenziell neuen im früheren Raiffeisenbank-Gebäude.

Dritter Bürgermeister Andreas Pfister (SPD) brachte noch die Kita neben der Mittelschule ins Gespräch und eventuell ein Netzwerk zwischen den Bildungseinrichtungen am Schellenberger Weg.
"Der Rat und die Verwaltung geben bei Ihnen vor, was ansteht", betonte der Klimamanager des Landkreises Forchheim, Dominik Bigge. Er stellte einige schon realisierte Beispiele aus dem Kreis wie das Wärmenetzwerk des Kreisbauhofes oder die Mini-Blockheizkraftwerke an den Forchheimer Gymnasien vor.

Ob es die Verwaltung schaffe, Nutzen aus diesem Beratungsangebot zu ziehen, fragte Walz. Mit seiner Skepsis steht er nicht allein, zeigten anschließende Redebeiträge seiner Ratskollegen.


Feuerwehrhaus Rosenbach

Die Rosenbacher werden in absehbarer Zeit ihr Feuerwehrgebäude auch als Dorfgemeinschaftshaus nutzen können. Schon seit zwei, drei Jahren gibt es Pläne, einen Anbau abzureißen und dafür verbesserte Räume für die Wehr und einen Versammlungssaal anzubauen. Insgesamt hat der Markt dafür 250.000 Euro in die Haushalte 2017 bis 2019 eingestellt. Vom Zeitablauf spricht allerdings einiges dafür, dass der Abbruch und der Neubau erst 2019 geschehen, weil noch eine genaue Kostenberechnung aussteht. Die Arbeiten sollen dicht beieinander liegen und so getaktet werden, dass die Rosenbacher Wehr viele Arbeiten in Eigenleistung erbringen kann. Dafür sind 800 Mannstunden oder ein Wert von 40.000 Euro in der Kalkulation angesetzt.
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