Herzogenaurach
Eröffnung

"Puma-Bridge" eröffnet: Promis sprinten auf der Laufbahn

Sportlich ging es zu bei der Inbetriebnahme der Verbindungsbrücke zwischen den beiden Puma-Bürobauten. Merlene Ottey und Lothar Matthäus sprinteten mit.
Artikel drucken Artikel einbetten
Sie hatten mächtig Spaß: Merlene Ottey gelang der erste Start am besten, während Pumachef Björn Gulden (rechts) auf einen Fehlstart der erfahrenen Leichtathletin hoffte. Bürgermeister German Hacker und Weltfußballer Lothar Matthäus hielten sich da noch zurück, während Pressesprecher und Startschuss-Geber Ulf Santjer (im Hintergrund) wusste: Die müssen nochmal ran. Letztlich gab es drei lockere Starts, alle Fotos waren "im Kasten" und die Bridge war eröffnet.  Fotos: Bernhard Panzer
Sie hatten mächtig Spaß: Merlene Ottey gelang der erste Start am besten, während Pumachef Björn Gulden (rechts) auf einen Fehlstart der erfahrenen Leichtathletin hoffte. Bürgermeister German Hacker und Weltfußballer Lothar Matthäus hielten sich da noch zurück, während Pressesprecher und Startschuss-Geber Ulf Santjer (im Hintergrund) wusste: Die müssen nochmal ran. Letztlich gab es drei lockere Starts, alle Fotos waren "im Kasten" und die Bridge war eröffnet. Fotos: Bernhard Panzer
+25 Bilder
Auch für die Puma-Mitarbeiter sei es ein bewegender Moment gewesen, als sie zum ersten Mal über die neue Fußgänger-Brücke schreiten durften. Also durch den 85 Meter langen und 200 Tonnen schweren Verbindungsgang, der in luftigen neun Metern Höhe über der Nordumgehung die beiden Bürogebäude verbindet.

Das stellte Puma-Pressesprecher Ulf Santjer zu Beginn der Talkrunde bei der Eröffnung der "Puma-Bridge" fest. Das Wort "Bewegend" gefiel sicherlich auch Bürgermeister German Hacker, dessen Stadt diesen Begriff ja auch für sich in Anspruch nimmt.

Und er durfte sich dann auch tatsächlich richtig bewegen, weil für vier auserlesene Personen nämlich ein kurzer Sprint über die Brücke angesetzt wurde. Dass der Politiker Hacker hier nicht nur gegenüber Pumachef Björn Gulden das Nachsehen hatte, war nachzuvollziehen. Die Nase vorn hatten aber zwei weitere Sprinter, nämlich die Puma-Legenden Lothar Matthäus und Merlene Ottey.

Alle vier hatten richtig Spaß und den teilten sie mit den Gästen. Wie man es von der Firma mit dem Emblem der Raubkatze kennt, wurde es eine lockere, flotte Veranstaltung, bei der es jede Menge Lob und Anerkennung gab für die verantwortlichen Kräfte beim Bau des Bauwerks, das der Sportartikelhersteller gern als "Tor zur Stadt" bezeichnet.

Björn Gulden bescheinigte ihnen, einen überragenden Job gemacht zu haben, erhob aber auch, allerdings mit einem Augenzwinkern, einen mahnenden Zeigefinger: "Jetzt müssen wir viele Schuhe verkaufen, um das bezahlen zu können." Sein Dank galt auch dem Herzogenauracher Bürgermeister German Hacker für die "unglaubliche Unterstützung" durch die Stadt. So unbürokratisch und schnell habe er das noch nie erlebt.


Die Wege werden kürzer

Hacker selbst brachte nur positive Rückmeldungen der Herzogenauracher Bürger mit und gab zu, einer der ersten gewesen zu sein, die nach der Fertigstellung der Brücke unten durch gefahren sind.

Der in Herzogenaurach aufgewachsene Lothar Matthäus flachste, dass alle unter dieser Brücke hindurch fahren müssen, wenn sie schnell nach Herzogenaurach kommen wollen, "auch die andere Seite". Die Brücke bezeichnete er als eine tolle Idee und ein Symbol für Herzogenaurach. Der Rekordnationalspieler: "Puma vergrößert sich, aber die Wege werden kürzer."

Lang anhaltenden Beifall gab es für Läuferlegende Merlene Ottey, die seit 1993 mit Puma zusammenarbeitet. Die 57-Jährige sprach von einer "most beautiful bridge" und erzählte, dass sie als Kind jeden Tag sechs Kilometer barfuß zur Schule gehen musste. Bei so einer Voraussetzung könne man ja nur Weltklasseläuferin werden, schmunzelte die jamaikanische Leichtathletin, die eine der erfolgreichsten Sprinterinnen in der Geschichte der Leichtathletik ist, obwohl sie nie Olympiasiegerin wurde.

Beide Puma-Ikonen übrigens begannen 1979 ihre Laufbahn, wie Matthäus (56) feststellte. Auch er habe zur Schule zu Fuß gehen müssen, aber "ich hatte Schuhe" - natürlich Puma.

Architekt Harry Huk beantwortete abschließend noch ein paar Fragen aus der Bevölkerung, unter anderem nach der Stabilität der Brücke: "Hält sie einem Tornado stand?" Huk ("Ich habe da keine Befürchtungen") sagte, dass das Bauwerk fast 40 Tonnen Druck aushalte. Zusätzlich sei der Pylon in zehn Meter Tiefe verankert.

Die Puma-Bridge verbindet beide Bürobauten, ist 85 Meter lang und liegt etwa neun Meter über Straßenniveau. Sie besteht aus vier Einzelteilen und wird unter anderem von zwölf Seilen gehalten, das längste ist 40 Meter. Diese sind an dem fast 37 Meter hohen Pylon angebracht.


Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren