Viereth
Schiffsunfall

Mit 70 Personen besetzt: Schiff rammt Schleuse in Oberfranken frontal - Stoßschutz zerstört

Ein Schiffsunfall mit erheblichem Schaden hat sich Freitagmittag, 20. Juli 2018, an der Schleuse Viereth im Landkreis Bamberg ereignet. Ein 1800-Tonnen-Kabinenschiff, auf dem sich 70 Personen aufhielten, rammte den Trenndamm der Schleuse frontal.
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Am Freitagmittag ist im Landkreis Bamberg ein Fahrgastkabinenschiff auf einen Trennbann aufgefahren. Symbolfoto: pixabay.com
Am Freitagmittag ist im Landkreis Bamberg ein Fahrgastkabinenschiff auf einen Trennbann aufgefahren. Symbolfoto: pixabay.com

Menschliches Fehlverhalten führte Freitagmittag dazu, dass ein mit 70 Personen besetztes und 110 Meter langes Fahrgastkabinenschiff frontal mit dem Steven auf den Trenndamm der Schleuse Viereth auffuhr. Der 71-jährige Schiffsführer wollte zu Tal in die Schleuse Viereth einfahren. Dazu schaltete er bei der Einfahrt in den Vorhafen der Schleuse die Steuereinrichtung des zirka 1800 Tonnen schweren Schiffs vom Innen- auf den Außenfahrstand um.


Notmanöver kann Fehlbedienung der Elektronik nicht mehr korrigieren


Aufgrund einer Fehlbedienung der Bordelektronik schaltete diese jedoch die Steuerung nicht wie gewünscht um. Als der Kapitän sein Missgeschick bemerkte, war es bereits zu spät. Trotz eines sofort eingeleiteten Notmanövers rammte das Schiff vierkant den Stoßschutz des Trenndammes. Am Schiff entstand nur Blechschaden; glücklicherweise wurde bei dem Unfall kein Mensch verletzt. Der Stoßschutz wurde jedoch vollkommen zerstört.

 


Kapitän muss mit Bußgeldverfahren rechnen


Die Wasserschutzpolizei Bamberg hat die Ermittlungen aufgenommen; den Schiffsführer erwartet nun ein Bußgeldverfahren.

 

 

 

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