Neuhaus
neuhaus.inFranken.de  Die Neuhauser Feuerwehr nutzt ihre jährliche Hüttengaudi auch zur Mitgliederwerbung.

Fahrzeughalle wird zur Diskothek

Das Neuhauser Feuerwehrhaus war am vergangenen Wochenende nicht mehr wiederzuerkennen. Die Halle, in der normalerweise die Löschfahrzeuge stehen, hatte sich in einen richtigen Discoschuppen verwandelt...
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An der Bar herrschte großer Andrang. Fotos: Johanna Blum
An der Bar herrschte großer Andrang. Fotos: Johanna Blum
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Das Neuhauser Feuerwehrhaus war am vergangenen Wochenende nicht mehr wiederzuerkennen. Die Halle, in der normalerweise die Löschfahrzeuge stehen, hatte sich in einen richtigen Discoschuppen verwandelt, und viele junge Leute aus Neuhaus, aber auch aus Adelsdorf und Freunde der Feuerwehr aus Flachslanden bei Ansbach tummelten sich vergnügt auf der Tanzfläche. Die DJs Jörg und Jens, bekannt als die "Monkeybeats", heizten mit passender Musik ein und die Stimmung war bestens. Insgesamt 250 Gäste konnte man zählen.

Die Rothelme, allen voran Zweiter Kommandant Patrick Sorger, hatten alles bestens vorbereitet. Der Feuerwehrchefkoch Chris und sein Grillmeister Eugen legten abwechselnd Bratwürste und verschiedene Steaks auf, und die "Monkeybeats" brachten mit ihrer perfekt ausgewählten Musik die "Hütte" zum Beben. Etliche Mädels und Jungs aus den Reihen der Wehr standen hinter der Bar und sorgten dafür, dass niemand verdursten musste.

Am Eingang bei der Security half Feuerwehrmann Osvaldo Nechita (20 Jahre). Er lebt seit zwei Jahren in Neuhaus und ist auch schon fast so lange bei der Feuerwehr. Er begründet gerne diesen Schritt: "Ich finde es wichtig, und es macht mich stolz, Menschen zu retten. Außerdem ist unsere Gemeinschaft einfach super. Solche Feste schweißen zusammen und bereiten Spaß!" Die 19-jährige Sophia Günther erzählt auch gerne, warum sie Feuerwehrfrau ist: "Seit 2015 bin ich dabei, und mir macht es einfach viel Spaß und Freude. Neben dem Helfen und Retten sind auch solche Events wie die Hüttengaudi, das zusammen Feiern in unserem Ort - dem gallischen Dorf südlich der B 470 - wichtig."

"Wir veranstalten diese Hüttengaudi nun schon zum achten Mal", erzählt Patrick Sorger. "Damals ist die ganze Idee eigentlich aus einem Scherz entstanden", verrät er.

Ein Zufallsprodukt

"Eine andere Veranstaltung im Ort wurde kurzfristig abgesagt und dann kam jemand von uns auf die Idee, doch selbst was zu machen." Und seitdem läuft die Hüttengaudi immer in der Faschingszeit mit großem Erfolg. "Natürlich geht es auch um Mitgliedergewinnung, denn wir müssen gerade in der heutigen Zeit mit allen Mitteln versuchen, junge Menschen anzusprechen und für die Feuerwehr zu begeistern. Da bietet sich so eine Veranstaltung bestens an", fährt er fort.

"Vor lauter Gaudi vergisst aber niemand den wichtigen Hintergrund. Der Überschuss aus den Einnahmen ist wie immer für die Rothelme und dies bedeutet, dass am Ende alle was davon haben." Johanna Blum

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