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Zeitumstellung 2026: An diesem Wochenende müssen wir die Uhren umstellen


Autor: Lea Mitulla

Deutschland, Mittwoch, 14. Oktober 2026

Die Umstellung auf Winterzeit ist 2026 am frühestmöglichen Termin im Oktober. Welche Uhren müssen noch händisch gestellt werden?
Bald beginnt die Winterzeit in Deutschland.


Am 25. Oktober 2026 werden die Uhren wieder auf Winterzeit umgestellt. Das Gute daran: Anders als im Sommer verlieren wir keine Stunde, sondern können eine Stunde länger schlafen. Der Nachteil: Die Tage wirken kürzer, da es abends wieder früher dunkel wird. Mit der Zeitumstellung beginnt für viele auch gefühlt schon der Winter – die kältere und dunklere Jahreszeit.

Bei der Umstellung auf Winterzeit wird die Uhr eine Stunde nach hinten gestellt. Dies geschieht traditionell am letzten Sonntag im Oktober, in diesem Jahr ist das die Nacht vom 24. auf den 25. Oktober - der frühestmögliche Zeitpunkt für die Zeitumstellung. In dieser Nacht wird um 3 Uhr eine Stunde zurück auf 2 Uhr gedreht. Um sich merken zu können, wie die Uhren umgestellt werden, gibt es eine Eselsbrücke: "Im Frühling stellt man die Gartenmöbel vor die Türe, im Herbst räumt man sie wieder zurück in den Schuppen." Oder noch einfacher: "Sommer vor, Winter hinter."

Zeitumstellung am 25. Oktober 2026: Stellen wir die Uhr vor oder zurück?

Ob du deine Uhren von Hand umstellen musst, oder ob sie sich von allein einstellen, hängt immer vom Gerät ab. Im Zweifelsfall solltest du einen Blick in die Gebrauchsanweisung werfen.

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Zeitumstellung in Deutschland: Stellt sich meine Uhr von allein auf Winterzeit?

  • Funkuhren stellen sich von selbst um. Bei Fernsehern gilt das ebenfalls. Die Umstellung auf Sommer- beziehungsweise Winterzeit erfolgt durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) im niedersächsischen Braunschweig. Durch die Wissenschaftler des Instituts wird das entscheidende Signal übermittelt.
  • Bei den meisten Armbanduhren sowie Wanduhren gilt dies nicht: Die Umstellung auf die Winterzeit muss also noch von Hand gemacht werden.
  • In vielen Autos muss die Uhr im Cockpit ebenfalls von Hand umgestellt werden. Je nach Marke und Modell kann das mehr oder weniger kompliziert werden - im Zweifelsfall empfiehlt sich auch hier ein Blick in die Gebrauchsanweisung.

Viele neuere Automodelle sind jedoch mit Uhren ausgestattet, die sich automatisch umstellen. So haben etwa viele Audis eine Funkuhr, Opel setzt dagegen vermehrt auf Uhren mit RDS (Radio Data System). Dies ermöglicht Rundfunksendern die Übermittlung von zusätzlichen Informationen, unter anderem der Uhrzeit. Auch per GPS-Signal kann sich die Uhrzeit im Bordcomputer automatisch umstellen, das ist zum Beispiel beim Navigationssystem von Mercedes der Fall.

Zeitumstellung auf Handys und Smartphones: Was muss beachtet werden?

  • Egal ob iPhone oder Android-Handy - die Umstellung der Zeit erfolgt automatisch. Dabei ist jedoch wichtig, dass die entsprechende Funktion aktiviert ist.
  • Um die Funktion bei iPhones zu aktivieren, klickt man auf "Einstellungen". In diesem Ordner findet man unter "Allgemein" die Option "Datum & Uhrzeit". Darin muss der Punkt "Automatisch einstellen" aktiviert werden.
  • Bei Android-Smartphones muss man ebenfalls unter "Einstellungen" auf "Datum & Uhrzeit" klicken und dort "Autom. Datum/Uhrzeit" aktivieren.

Übrigens: Die Winterzeit ist unsere ursprüngliche "Normalzeit" oder Mitteleuropäischen Zeit (MEZ), die vor der Einführung der Zeitumstellung das ganze Jahr über galt. Die Europäische Union (EU) wollte die Zeitumstellung eigentlich schon vor Jahren abschaffen. Die EU hatte 2018 eine Umfrage durchgeführt, bei der 84 Prozent der Teilnehmer für die Abschaffung stimmten. Konkrete Schritte zur Umsetzung gibt es aber bisher nicht. Ein zentraler Streitpunkt bleibt die Entscheidung, ob dauerhaft die Sommerzeit oder die Winterzeit eingeführt werden soll.

Den Wechsel zwischen Winterzeit und Sommerzeit gibt es weiterhin einheitlich in allen EU-Mitgliedsstaaten, aber auch in den Landesteilen, die in der Nähe der EU liegen. So gilt diese Regelung für die Schweiz: Obwohl die Alpenrepublik kein EU-Land ist, wird dort zeitgleich wie in Deutschland, Italien oder Österreich die Uhr auf Winterzeit oder Sommerzeit umgestellt. 

Auch Norwegen und Liechtenstein halten sich als Teil des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) an die EU-Vorgabe zur Zeitumstellung. Die Ukraine hat dagegen, trotz des Antrags auf EU-Mitgliedschaft, die Zeitumstellung 2024 abgeschafft. Allerdings hat der Präsident das Gesetz laut Medienberichten nie unterschrieben, weshalb wohl weiterhin an der Uhr gedreht wird.

Großteil der Welt verzichtet auf Zeitumstellung

Ein Blick über den Kontinent hinaus zeigt, dass die Mehrheit der Welt ganzjährig bei derselben Zeit bleibt. In Afrika, Asien, dem Mittleren Osten und Südamerika gibt es nur eine Handvoll Länder, die zwischen Sommerzeit und Winterzeit wechseln – entweder wurde die Zeitumstellung vor Jahren abgeschafft oder sie wurde schlichtweg nie eingeführt. 

In Europa haben nur die folgenden Länder keine Zeitumstellung mehr:

  • Armenien
  • Belarus
  • Georgien
  • Island
  • Türkei
  • Russland

In anderen Teilen der Welt findet die Zeitumstellung zu anderen Terminen statt als in Deutschland. So wird in Chile bereits Anfang September die Uhr umgestellt, in Neuseeland Ende September und in Australien Anfang Oktober. Die USA stellen dagegen erst deutlich später um, am 1. November des Jahres. Dafür endet die Winterzeit in den Vereinigten Staaten schon Mitte März wieder, rund zwei Wochen bevor die EU die Uhren vorstellt. 

Zeitumstellung kann negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben

Wie eine repräsentative Umfrage der Krankenkasse DAK ergab, hat in Deutschland jeder vierte Mensch über 14 Jahren gesundheitliche Probleme durch die Zeitumstellung. Die meisten davon klagten allgemein über Müdigkeit. Im Falle der Winterzeit kann es vor allem sein, dass man am Abend schon früher müde wird.

Allgemein bedeutet die Zeitumstellung für die meisten von uns eine besondere und zusätzliche Belastung für den Körper. Die meisten verkraften die Umstellung innerhalb von einigen Tagen, doch empfindlichere Menschen brauchen mehrere Wochen. Das kommt in der kalten Jahreszeit alles andere als gelegen. Denn ausreichend Schlaf ist Experten zufolge wichtig für das Immunsystem. Laut Neurobiologin und Schlafexpertin Verena Senn unterstützt er den Körper dabei, Viren abzuwehren oder deren Auswirkungen zu mildern.

Wieso wurde die Zeitumstellung noch nicht abgeschafft?

Insgesamt bleiben die Argumente für und gegen die Zeitumstellung umstritten. Während ursprünglich Energieeinsparungen durch besseres Tageslicht angestrebt wurden, zeigen Studien, dass die Einsparungen minimal sind und durch höheren Energieverbrauch in anderen Bereichen, wie Heizung, kompensiert oder gar übertroffen werden. Weitere Fakten rund um die Zeitumstellung haben wir hier zusammengefasst.

Innerhalb der EU wird die Zeitumstellung aber voraussichtlich erst mal bestehen bleiben. Der Rat der EU muss zunächst eine offizielle Position zu dem Thema bekannt geben – dafür muss das Thema aber erst mal auf der Agenda landen. Aktuell hat Irland den Vorsitz inne, die Abschaffung der Zeitumstellung steht aber nicht auf der Prioritätenliste des Landes. 

Immerhin: Ein litauischer Beamter beteuerte zuletzt im Gespräch mit der AFP, sein Land wolle das Thema oben auf die Tagesordnung setzen, wenn es den Vorsitz im Rat der EU innehat. Litauen übernimmt 2027 den Ratsvorsitz. Bis dahin liegen möglicherweise auch die Ergebnisse einer Studie vor, die den Rat bei seiner Entscheidung unterstützen sollen. Laut der deutschen Vertretung der EU-Kommission soll die Untersuchung bis Ende 2026 abgeschlossen sein.