Simpler Supermarkt-Trick: Frische Nüsse mit Klappertest erkennen
Autor: Alexander Böhm
Deutschland, Montag, 19. Oktober 2026
Wer Nüsse frisch genießen möchte, sollte beim Kauf und der Lagerung auf Qualität achten. Helfen kann auch ein simpler Trick im Supermarkt.
Will man Nüsse im Laden kaufen, lässt sich ihre Qualität von außen nicht immer eindeutig beurteilen. Ein unkomplizierter Test liefert bereits beim Kauf einen Anhaltspunkt für die Frische, wenn Walnuss und Co. noch von ihrer Schale umhüllt sind. Zuhause entscheiden Aussehen, Geruch und sachgerechte Lagerung darüber, ob Nüsse in der Schale noch bedenkenlos verzehrt werden können.
Klappertest beim Einkaufen: So funktioniert der einfache Check für Nüsse mit Schale
Beim Einkaufen von Walnüssen, Haselnüssen oder anderen Nüssen mit Schale kann ein kurzer Schütteltest beziehungsweise Klappertest helfen. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) empfiehlt, darauf zu achten, dass der Kern beim Schütteln nicht klappert. Ist er deutlich zu hören oder zu spüren, ist die Nuss laut BZfE nicht mehr frisch und der Kern bereits vertrocknet.
Der Schütteltest zeigt jedoch nicht, ob eine Nuss von Schimmel befallen oder anderweitig verdorben ist. Nach dem Öffnen sollte sie deshalb genauer geprüft werden.
Die Verbraucherzentrale rät, Nüsse mit sichtbarem Schimmel, schwarzen Stellen oder Schädlingsbefall nicht mehr zu essen. Ein muffiger oder ranziger Geruch ist ebenfalls ein Warnzeichen. Bitter schmeckende Nüsse sollten nicht weiterverzehrt werden. Dass solche Mängel auch bei abgepackter Ware vorkommen können, zeigte etwa ein Haselnuss-Check von Öko-Test. In einer untersuchten Packung wurde sichtbarer Schimmel festgestellt, in einer anderen fand sich ein lebendes Insekt.
Aflatoxine in Nüssen: Gesundheitsrisiken durch Schimmelpilze
Bestimmte Schimmelpilze können sogenannte Aflatoxine bilden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist darauf hin, dass solche Schimmelpilzgifte unter anderem in Nüssen, Erdnüssen und Pistazien vorkommen können. Aflatoxine sind hitzebeständig und lassen sich deshalb durch Kochen, Backen oder Braten nicht beseitigen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass jede Nuss ein Risiko darstellt. In der Europäischen Union gelten Höchstgehalte für Aflatoxine.
Deren Einhaltung müssen Lebensmittelunternehmen sicherstellen; die Behörden kontrollieren sie.