Der V2+ bringt eine neue CCU mit Touchdisplay und schnellere Ersatzstromumschaltung. Wir vergleichen die Änderungen mit dem Vorgänger und ordnen die Specs ein.
Der Maxxicharge V2 ist nicht mehr erhältlich – sein Nachfolger heißt Maxxicharge V2+*. Maxxisun setzt bei der neuen Generation auf Speicher mit höherer angegebener Zyklenfestigkeit, flexible Solaranschlüsse und eine neue Steuerung mit Touchdisplay und schneller Ersatzstromumschaltung.
Doch was bringt das Plus im Alltag? Wir schauen darauf, welche Vorteile der V2+ gegenüber dem Vorgänger bietet, ob 3 oder 5 kWh zu deinem Haushalt passen und wann sich ein Upgrade lohnt.
Maxxicharge V2+ statt V2: Was ist neu – und was bleibt?
Das Grundprinzip bleibt gleich: Der Maxxicharge speichert überschüssigen Solarstrom und stellt ihn später im Haushalt bereit. Die CCU übernimmt Steuerung und Wechselrichterfunktion*. Ein kompatibles Energiemessgerät erfasst den Hausverbrauch, damit das System seine Stromabgabe entsprechend anpassen kann.
LiFePO4-Technik, Nulleinspeisesteuerung, dynamisches Netzstrom-Laden und Erweiterbarkeit waren bereits beim V2 Thema. Auch LAN und eine Notstromfunktion sind nicht grundsätzlich neu. Beim Maxxicharge V2+* lohnt deshalb der Blick auf die konkreten Unterschiede:
Höhere angegebene Zyklenfestigkeit: 8.000 Ladezyklen beim M-3.0 V2+* und 10.000 beim M-5.0 V2+*.
Mehr Modulleistung bei geeigneter Ost-West-Ausrichtung: bis zu 4.000 Wp beim kleinen und 6.000 Wp beim großen Speicher.
Neue CCU V2+: mit 6,9-Zoll-Touchdisplay, lokalem Offline-Betrieb und schneller Ersatzstromumschaltung.
Optional längere Garantie: Die serienmäßigen zehn Jahre lassen sich beim Kauf kostenpflichtig auf 15 Jahre verlängern.
Kompatibilität mit älteren Generationen: Bestehende Anlagen können laut Hersteller mit V2+-Komponenten erweitert werden.
Langlebigere Speicher: Was bringen 8.000 oder 10.000 Ladezyklen?
Wer seinen Speicher täglich nutzt, sollte auf die Zyklenfestigkeit achten. Maxxisun nennt für den M-3.0 V2+* 8.000 Ladezyklen, beim M-5.0 V2+* sind es 10.000. Das ist besonders interessant, wenn regelmäßig Solarüberschüsse gespeichert oder günstige Tarifstunden zum Netzstrom-Laden genutzt werden.
Eine physische Bypassleitung kann Solarstrom außerdem direkt in den Haushalt leiten, ohne ihn zunächst durch die Batteriezellen zu schicken. Wird die Energie sofort gebraucht, lassen sich dadurch unnötige Lade- und Entladevorgänge vermeiden.
Wichtig bleibt: Eine Zyklenzahl ist keine garantierte Lebensdauer in Jahren. Temperatur, Nutzung und kalendarische Alterung beeinflussen ebenfalls, wie lange ein Speicher leistungsfähig bleibt. Einen funktionierenden V2 allein wegen der höheren Zyklenangabe auszutauschen, ist deshalb nicht automatisch wirtschaftlich.
Mehr Solarmodule anschließen: Interessant für Ost-West-Anlagen
Der M-3.0 V2+ besitzt zwei PV-String-Eingänge, der M-5.0 V2+ drei. Bei geeigneter Ost-West-Ausrichtung erlaubt Maxxisun bis zu 4.000 beziehungsweise 6.000 Wp angeschlossene Modulleistung. Die Module erreichen ihre Leistungsspitzen zu unterschiedlichen Tageszeiten und können die Stromproduktion dadurch breiter über den Tag verteilen.
Die Ladeleistung verdoppelt sich dabei nicht: Sie liegt bei maximal 2.000 Watt beim M-3.0 und 3.000 Watt beim M-5.0. Für reine Südausrichtung nennt der Hersteller entsprechend 2.000 beziehungsweise 3.000 Wp anschließbare Modulleistung.
Mit der als Voltage Boost beworbenen Reihenschaltung steigt zudem die Spannung auf der Solarseite. Das kann Kabelbedarf und Leitungsverluste reduzieren. Wie groß der Vorteil ausfällt, hängt von Verschaltung, Leitungslänge und Kabelquerschnitt ab – ein pauschaler Mehrertrag gegenüber jeder V2-Anlage lässt sich daraus nicht ableiten.
Der praktische Kaufgrund: Wer zusätzliche geeignete Flächen auf Garage, Carport oder Fassade nutzen möchte, bekommt flexible Ausbauoptionen. Die zulässigen Stringspannungen und Anschlussvorgaben müssen dabei eingehalten werden.
CCU V2+: Touchdisplay und bedarfsgerechte Stromabgabe
Die CCU V2+* ist die Schaltzentrale des Systems. Ihr 6,9-Zoll-Touchdisplay zeigt unter anderem Solarproduktion, Hausverbrauch und Ladestand direkt am Gerät. Alternativ kannst du die Werte per App verfolgen.
Für die Einspeisesteuerung nennt Maxxisun eine interne Reaktionszeit von 0,4 Sekunden. Entscheidend ist jedoch die gesamte Mess- und Regelkette: Mit einem Energiemessgerät im Sekundentakt gibt der Hersteller rund 1,4 Sekunden Gesamtreaktionszeit an. Die Regelung soll unnötige Einspeisung reduzieren; eine unter allen Bedingungen absolut verlustfreie Nulleinspeisung ist damit nicht garantiert.
Praktisch ist außerdem der Offline-Modus für den lokalen Betrieb. Für Online-Funktionen wie aktuelle Tarifdaten bleibt eine entsprechende Verbindung erforderlich. LAN, WLAN und Bluetooth gehören zu den Schnittstellen der neuen CCU*.
2.300 Watt und Ersatzstrom: Was kann die neue Steuerung?
Die CCU V2+ bietet technisch bis zu 2.300 Watt bidirektionale Dauerleistung – für die Stromabgabe und das Laden aus dem Netz. Die Basisvariante ist softwareseitig auf 800 Watt begrenzt. Für den angebotenen Betrieb oberhalb dieser Grenze an der Schutzkontaktsteckdose ist die kostenpflichtige ready2plugin-Freischaltung vorgesehen.
Maxxisun beschreibt ready2plugin als Sicherheitssteuerung, die die Leitungsbelastung berücksichtigt. Anschlussbedingungen, geeignete Messtechnik und die erforderliche Anmeldung müssen trotzdem geprüft werden. Oberhalb von 800 VA greift nicht mehr das vereinfachte Anmeldeverfahren für Steckersolargeräte. Eine mangelhafte Elektroinstallation ersetzt die Sicherheitssteuerung nicht.
Bei Stromausfall schaltet die CCU mit aktivierter USV-Funktion laut Hersteller in unter 20 Millisekunden auf Ersatzstrom um. Ohne diese Funktion beträgt die angegebene Umschaltzeit sieben Sekunden. Im Inselbetrieb stehen bis zu 2.300 Watt Dauerleistung zur Verfügung; der aktive USV-Modus benötigt allerdings 25 Watt im Standby.
Die gesamte Wohnung wird nicht automatisch versorgt. Für die Einbindung in die Hausverteilung ist eine fachgerechte Installation über den AC-Festanschluss erforderlich. Unterstützt werden 230-Volt-Verbraucher, keine 400-Volt-Drehstromverbraucher. Für empfindliche Geräte sollte die Eignung gesondert geprüft werden.
3 oder 5 kWh: Welcher V2+ passt zu deinem Haushalt?
Die aktuellen Produktseiten nennen 3 kWh für den M-3.0 V2+* und 5 kWh für den M-5.0 V2+*. Welche Größe sinnvoll ist, entscheidet vor allem dein Verbrauch außerhalb der Sonnenstunden – und wie viel Solarstrom tagsüber tatsächlich übrig bleibt.
M-3.0 V2+: der günstigere Einstieg für kleinere Solarüberschüsse und einen überschaubaren Abend- und Nachtverbrauch. Laut Hersteller wiegt der Speicher 32 Kilogramm.
M-5.0 V2+: interessant bei größeren Überschüssen und höherem Verbrauch am Abend oder in der Nacht. Das angegebene Gewicht beträgt 45,6 Kilogramm.
Beide Modelle nutzen LiFePO4-Zellen und besitzen Aluminiumgehäuse, passive Kühlung sowie eine integrierte Heizung. Die Schutzart IP65 macht sie staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt. Für eine hohe Lebensdauer empfiehlt sich dennoch ein geschützter Standort mit moderaten Temperaturen.
Mehr Kapazität spart nur dann zusätzlich Geld, wenn du sie regelmäßig nutzt. Wird der große Speicher selten voll oder bleibt morgens häufig viel Energie übrig, kann das kleinere Modell die bessere Wahl sein.
Preise: Speicher und CCU V2+ im Überblick
Auf den Produktseiten werden derzeit folgende Einstiegspreise angezeigt:
CCU V2+: ab 599 Euro konfigurieren in der auf 800 Watt begrenzten Basisvariante.
Die Speicherpreise sind keine Komplettsystempreise. Messtechnik, Solarmodule, Montagezubehör, zusätzliche Kabel und Freischaltungen können hinzukommen. Die Preise gelten mit 0 Prozent Umsatzsteuer für berechtigte Anlagenbetreiber und zuzüglich Versand. Maßgeblich ist der Preis deiner gewählten Konfiguration im Warenkorb.
Dynamische Tarife: Weiterhin ein Vorteil, aber kein neues Grundprinzip
Wie schon der V2 kann auch der Nachfolger günstigen Netzstrom zwischenspeichern. Für die CCU V2+ bewirbt Maxxisun unter anderem den eigenen dynamischen Tarif Maxxicharge Dynamixx. Der Speicher soll günstig laden und die Energie später nutzen, wenn der Strombezug teurer wäre.
Ob sich das lohnt, hängt von den tatsächlichen Preisunterschieden einschließlich aller Tarifbestandteile ab. Auch Speicherverluste, Gebühren und Anschaffungskosten gehören in die Rechnung. Eine automatische Amortisation allein durch günstigen Netzstrom gibt es nicht.
Fazit: Für wen lohnt sich das Upgrade?
Der V2+ ist besonders interessant für Neueinsteiger und Haushalte mit Ausbauplänen. Die höhere angegebene Zyklenfestigkeit, flexible Ost-West-Konfigurationen sowie die Bedien- und Ersatzstromfunktionen der CCU liefern dafür gute Argumente.
Bestandskunden müssen laut Maxxisun nicht alles ersetzen: V2+-Komponenten lassen sich über ein M29-auf-M25-Adapterkabel mit älteren Generationen verbinden. Wer mehr Kapazität oder neue Steuerungsfunktionen braucht, kann deshalb ein gezieltes Upgrade prüfen. Die passende Kombination sollte der Hersteller vor dem Kauf bestätigen.
Reicht dein vorhandener V2 aus, besteht dagegen kein zwingender Austauschgrund. Entscheidend ist nicht das Plus im Namen, sondern welchen konkreten Zusatznutzen du erhältst. Im Maxxicharge-V2+-Konfigurator* kannst du Speicher, CCU, Solarmodule und Zubehör passend zusammenstellen.
PV-Experten aus Deutschland: Über Maxxisun
Der Solarspezialist Nico Sorge gründete Maxxisun* 2022 in Leipzig. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Balkonkraftwerke und Batteriespeicher. Sorge und sein Team haben eine Mission: Jeder soll die Möglichkeit haben, selbst grünen Strom zu produzieren. Dazu setzt Maxxisun bei PV-Anlagen und Stromspeicher auf hochwertige, langlebige Komponenten.
Bei der Entwicklung und Konfiguration geht das Unternehmen auf die Wünsche von Kunden und deren Erfahrungen ein. Stillstand gibt es nicht. So entwickelt Maxxisun ständig neue Möglichkeiten im Bereich Erneuerbarer Energie, wie nun den Maxxicharge V2* mit seinen erweiterten Möglichkeiten für Verbraucher.
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