Jahrhundertealt: Fränkische Wirtshäuser mit beachtlicher Geschichte
"Zum Gulden Stern" aus Nürnberg nennt sich "die älteste Bratwurstküche der Welt".
Zum Gulden Stern; Collage: inFranken.de
"Zum Gulden Stern" aus Nürnberg nennt sich "die älteste Bratwurstküche der Welt".
Zum Gulden Stern
Jahrhundertealt: Fränkische Wirtshäuser mit beachtlicher Geschichte
"Zum Gulden Stern" aus Nürnberg nennt sich "die älteste Bratwurstküche der Welt".
Zum Gulden Stern
Jahrhundertealt: Fränkische Wirtshäuser mit beachtlicher Geschichte
"Zum Gulden Stern" aus Nürnberg nennt sich "die älteste Bratwurstküche der Welt".
Zum Gulden Stern
Jahrhundertealt: Fränkische Wirtshäuser mit beachtlicher Geschichte
"Zum Gulden Stern" aus Nürnberg nennt sich "die älteste Bratwurstküche der Welt".
Zum Gulden Stern
Jahrhundertealt: Fränkische Wirtshäuser mit beachtlicher Geschichte
"Zum Gulden Stern" aus Nürnberg nennt sich "die älteste Bratwurstküche der Welt".
Zum Gulden Stern
Jahrhundertealt: Fränkische Wirtshäuser mit beachtlicher Geschichte
"Zum Gulden Stern" aus Nürnberg nennt sich "die älteste Bratwurstküche der Welt".
Zum Gulden Stern
Jahrhundertealt: Fränkische Wirtshäuser mit beachtlicher Geschichte
Das Gasthaus zum Sternla in Bamberg hat am Wochenende eine Booster-Aktion im Wirtshaus durchgeführt. Zur Belohnung gab es für die frisch Geimpften ein Seidla Bier.
Gasthaus zum Sternla
Jahrhundertealt: Fränkische Wirtshäuser mit beachtlicher Geschichte
Vielerorts in Franken gibt es Gastronomien in Gebäuden, die schon einige Jahrhunderte hinter sich haben. Doch welche Wirtshäuser sind besonders bekannt für ihr Alter?
"Fühlst Du die Atmosphäre des 600 Jahre alten Sandsteingemäuers?", heißt es etwa auf der Webseite von "Zum Gulden Stern" aus Nürnberg. Es handelt sich hierbei nach eigenen Angaben um die "älteste Bratwurstküche der Welt". Diesen Titel darf die Adresse seit dem Jahr 2000 tragen. Hier findest du eine Auswahl an traditionsreichen Einkehrmöglichkeiten von Mittel- über Ober- bis nach Unterfranken – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Nürnberg, Bamberg, Würzburg und Co.: Diese Wirtshäuser sind besonders alt
"Zum Gulden Stern" in Nürnberg
Johannes Gutenberg erfand den modernen Buchdruck mit beweglichen Metalllettern um das Jahr 1450 in Mainz. 70 Jahre früher eröffnete die Bratwurstküche laut Chronik, genauer gesagt im Jahr 1380. 1640 wurde das Wirtshaus "Zum gulden Stern" in die gehobene Kategorie der Speisehäuser eingeordnet. 1980 erwarb schließlich Martin Hilleprandt das Haus samt Abbruchgenehmigung, doch er entschloss sich, das Gebäude zu sanieren.
Dabei blieb auch die offene Feuerstelle aus dem 16. Jahrhundert bestehen, an der noch heute die Bratwürste über Buchenholzfeuer gebraten werden. 2015 brannte es im Gasthaus. Glücklicherweise trotzten historisch bedeutende Gegenstände wie die Butzenscheiben, die historischen Töpfe aus den Ausgrabungen und die Feuerstelle den Flammen.
"Gasthaus zur Sonne" in Neustadt an der Aisch
Das traditionsreichste Gasthaus der Stadt, gegründet im Jahr 1568, kann auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken. Einst fungierte es als Brauereigasthof und war auch eine Haltestelle für Postkutschen. Im Zweiten Weltkrieg wurde der heutige Ratskeller sogar als Schutzkeller genutzt. Seit 1904 leitet Familie Pohli die Geschicke in der vierten Generation.
Das urige Lokal umfasst die Gastwirtschaft mit 40, das Stübchen mit 35, den Festsaal mit 280 und den Ratskeller mit 60 Sitzplätzen. Auch einen Biergarten gibt es. Gekocht werden laut eigenen Angaben moderne fränkische Gerichte.
"Brauhaus zum Sternla" in Bamberg
Das "Sternla" in der Langen Straße ist laut Eigenangaben das älteste Brauhaus Bambergs. "Seit etwa 1772 befand sich in der Langen Straße 46 ein Gasthaus, 1857 'zum Stern', heute Gasthaus 'Sternla'", heißt es auf der Webseite. "Eine zusammengestellte Historie aller Eigentümer und Gastgeber reicht bis ins Jahr der Grundsteinlegung – bis 1380 – zurück."
Besucher treten zunächst in den Eingangsbereich "Schwemme" mit Ausschankfenster. Der Innenhof bietet einen Blick auf das Sudhaus. Im Wirtshaus bewirtet das Team 60 Gäste. Weitere Sitzmöglichkeiten bieten das Braustübla, der "Schalander" und das Braumeisterstübla.
"Gasthof Adelskammer" in Bad Steben
Der "Gasthof Adelskammer" in Bad Steben (Kreis Hof) nennt sich indes "ältestes Wirtshaus im Frankenwald". Die "Adelskammer" wurde laut dem Landratsamt im 17. Jahrhundert gebaut. Seit jeher ist sie ein Wirtshaus. Auch die alte Linde neben dem Haus ist ein Naturdenkmal, wie es in dem Netz-Beitrag der Behörde heißt.
"Interessant die Vorstellung, dass hier schon gekocht und bewirtet wurde, als der Bergbau in der Region noch blühte, die Menschen noch an Hexen glaubten und die Bauern noch Leibeigene der Adeligen waren." Im Vergleich zum alten Haus ist die Einrichtung der Wirtsstube recht neu: Die Dielen wurden 1934 eingebaut.
"Gasthaus zum Riesen" in Miltenberg
Das "Gasthaus zum Riesen" bezeichnet sich als "älteste Fürstenherberge Deutschlands". "Bereits seit dem 12. Jahrhundert waren hier schon unzählige gekrönte Häupter zu Besuch. 1711 weilte hier zum Beispiel Kaiser Karl VI", heißt es auf der Webseite. Demnach war der Hof "Zum Riesen" 1411 offiziell urkundlich bekannt, eine Erwähnung in einer Schrift von 1865 geht jedoch auf das 12. Jahrhundert zurück.
Die Zeit der Hexenverbrennung im 17. Jahrhundert schlug auch hier tödlich zu. "Viele Hexenprozesse hatten den wirtschaftlichen Neid als wesentliches Motiv, deshalb mag es nicht verwundern, dass sich gerade auch 'Riesen-Wirte' unter den Angeklagten befanden", ist auf der Webseite zu lesen. 2001 fand eine grundlegende Renovierung der Innenräume unter besonderem Augenmerk auf die historische Bedeutung statt. Die gesamte Stadt Miltenberg ist einen Besuch wert – das betonen auch regelmäßig Magazine oder Reiseportale. Ein Lifestyle-Magazin empfiehlt sie etwa als "perfektes Herbstziel".
"Weinhaus Stachel" in Würzburg
Ebenfalls altehrwürdig ist das "Weinhaus Stachel" in Würzburg. "Wenn Sie die richtige Stunde erwischen, werden Sie etwas vom Geist des Hauses erahnen, der Ihnen von aufständischen Bürgern Würzburgs, Bauernkriegen, Rittern und dem alten Gressenwirt erzählt", ist auf der Webseite zu lesen. Der "Hintere Gressenhof", das heutige Weinhaus zum Stachel, wurde demnach bereits im Jahr 1195 erstmals in einer Kaufurkunde erwähnt.
Im Jahr 1525, als der Bauernkrieg das fränkische Land erschütterte, nutzten die gegen den Adel und die Kirche rebellierenden Bürger das Weinhaus als Treffpunkt. Der Name "Stachel" stammt aus dieser Zeit: Bei besonderen Zusammenkünften wurde ein Morgenstern, auch "Stachel" genannt, aus dem Fenster gehängt. Das "Restaurant und Weinhaus Zum Stachel" gilt mit über 600 Jahren laut den Betreibern als der älteste Gasthof Würzburgs und die älteste Weinstube Deutschlands.