Landesweiter Vergleich: Das sind die Balkonkraftwerk-Hochburgen in Deutschland
Autor: Kevin Kosmann
, Donnerstag, 05. Februar 2026
Wo stehen die meisten Balkonkraftwerke in Deutschland? Das bundesweite Ranking bringt spannende Erkenntnisse.
Über 1,2 Millionen Balkonkraftwerke sind mittlerweile laut Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur in Deutschland installiert – Tendenz stark steigend. Die dezentrale Energiewende findet längst auf Balkonen, Terrassen und in Gärten statt. Doch die Verbreitung ist laut einer Auswertung der PV-Experten von Kleines Kraftwerk regional höchst unterschiedlich und die Balkonkraftwerk-Landkarte Deutschlands offenbart überraschende Muster. Bestimmte Bundesländer sammeln Hunderttausende Anlagen, während andere weit zurückliegen. Und im Städtevergleich zeigt sich: Nicht die Einwohnerzahl entscheidet über den Erfolg. Die Spitzenreiter profitieren von gezielten Förderprogrammen, vereinfachten politischen Rahmenbedingungen und einem starken sozialen Effekt in der Nachbarschaft. Wo liegen Deutschlands Balkonkraftwerk-Hochburgen wirklich? Die regionale Auswertung von Kleines Kraftwerk zeigt eine klare Verankerung im gesamten Bundesgebiet, wenn auch mit unterschiedlicher Dynamik. An der Spitze stehen Nordrhein-Westfalen mit 253.052 Anlagen, Bayern mit 193.512, Baden-Württemberg mit 166.773 sowie Niedersachsen mit 164.114 registrierten Systemen. Interessant ist dabei auch, welche Mini-PV-Größe deutschlandweit am beliebtesten ist. Die Unterschiede sind beachtlich und zeigen: Absolute Zahlen allein erzählen nur die halbe Geschichte. Während bevölkerungsreiche Flächenländer durch ihre schiere Größe punkten, führen andere im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Entscheidend sind vor allem bürokratische Hürden und die jeweilige Förderpolitik der Länder. Der Erfolg der Top 4 hat verschiedene Ursachen: Nordrhein-Westfalen profitiert von zahlreichen mittelgroßen Großstädten wie Dortmund und Essen, die im Städteranking ganz vorne liegen. Bayern und Baden-Württemberg punkten mit wirtschaftsstarken Regionen und kaufkräftigen Haushalten. Niedersachsen zeigt, dass eine Kombination aus städtischen und ländlichen Gebieten die Verbreitung zusätzlich befeuert – hier funktionieren unterschiedliche Montageoptionen vom Balkon bis zum Garten. Noch deutlicher werden die regionalen Unterschiede im Städtevergleich. Hier dominieren nicht die größten Metropolen, sondern mittelgroße Großstädte das Ranking. An der Spitze steht Bremen mit 1,79 Prozent der rund 304.000 Haushalte, die ein Balkonkraftwerk betreiben – bundesweiter Spitzenwert. Direkt dahinter folgt Dresden mit 1,73 Prozent bei 312.012 Haushalten. Platz drei sichert sich Dortmund mit 1,72 Prozent und 318.360 Haushalten. Die Top 10 komplettieren Essen (1,65 %), Stuttgart (1,62 %), Leipzig (1,37 %), Berlin (1,04 %), Köln (1,03 %), Hamburg (0,85 %) und München (0,84 %). Interessant ist jedoch, dass Bremen trotz nicht vorhandener Förderung an der Spitze des Rankings steht Auffällig: Je größer die Metropole, desto geringer scheint der prozentuale Anteil zu sein. München kommt trotz 868.163 Haushalten nur auf 0,84 Prozent, Hamburg mit über einer Million Haushalten auf magere 0,85 Prozent. Die Gründe liegen auf der Hand: höhere Mieten, mehr bauliche Einschränkungen durch denkmalgeschützte Altbauten und ein schwächerer Nachbarschaftseffekt in anonymen Großstadtvierteln. In mittelgroßen Städten wirkt der soziale Druck stärker – wer Solarmodule am Nachbarbalkon sieht, zieht schneller nach. Gerade für Stadtbewohner mit wenig Platz bieten sich flexible Lösungen an. Die flexiblen Solarmodul-Sets von Kleines Kraftwerk* sind ideal für kleine Balkone, Fassaden, Wohnmobile und Camping – überall dort, wo wenig Platz ist. Die Montage ist denkbar einfach: Metallkabelbinder werden durch die Ösen der Module geführt, und pro Modul sind zwölf Kabelbinder im Set enthalten. Teure Halterungssysteme braucht es nicht. Der rasante Anstieg ist kein Zufall. Politische Weichenstellungen haben den Markt massiv beflügelt. Seit Mai 2024 gelten mit dem Solarpaket I deutlich vereinfachte Regeln: Die Wechselrichterleistung wurde von 600 auf 800 Watt angehoben, die Anmeldepflicht beim Netzbetreiber entfällt weitgehend. Zusätzlich wirkt seit Januar 2023 der Wegfall der Mehrwertsteuer – das senkt die Anschaffungskosten um satte 19 Prozent. Viele Kommunen legen noch eine Schippe drauf: Berlin zahlt bis zu 500 Euro Förderung für Mieter aus, so auch Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen 300 Euro, um nur eine handvoll Beispiele zu nennen. Diese Kombination aus bundesweiten Erleichterungen und kummunalen Förderungen erklärt die Rekordjahre 2024 und 2025. Die Spitzenreiter Bremen, Dresden und Dortmund zeigen exemplarisch, wie niedrigschwellige Zugänge funktionieren: In Bremen sorgen kommunale Informationskampagnen und eine liberale Haltung vieler Wohnungsbaugesellschaften für hohe Akzeptanz. In Dresden wirkt die sächsische Landesförderung von 300 Euro wie ein Katalysator. Dortmund punktet mit aktiven Energiewende-Initiativen, die über Balkonsolar informieren und bei der Installation unterstützen. Die Balkonkraftwerk-Bewegung ist längst keine Nische mehr – sie ist gelebte Praxis der Energiewende von unten. Bremen, Dresden und Dortmund machen vor, wie es geht: Mit den richtigen Rahmenbedingungen kann fast jeder Haushalt seinen Beitrag zur Energiewende leisten, ohne auf große Infrastrukturprojekte warten zu müssen. Und das Beste: Es rechnet sich auch finanziell. Bei Strompreisen zwischen 30 und 40 Cent pro Kilowattstunde amortisieren sich moderne 800-Watt-Anlagen bereits nach ein bis zwei Jahren. Danach produzieren sie jahrelang quasi kostenlosen Strom – Monat für Monat, Jahr für Jahr, direkt vor der eigenen Haustür. Im letzten Jahr wurden dabei knapp 64 Millionen Euro an Stromkosten eingespart. Also warum noch warten? Starte jetzt mit deiner eigenen Stromproduktion!
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Fazit: Die Energiewende beginnt auf dem Balkon