McRib-Aus: Bis zu diesem Tag gibt es den Burger bei McDonald's noch

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Der McRib verschwindet bei McDonald's Deutschland aus dem Standardsortiment. Der letzte reguläre Verkauf findet bereits in wenigen Tagen statt.

Für Fans des McRib gibt es schlechte Nachrichten: Der Schweinefleisch-Burger verschwindet bei McDonald’s Deutschland aus dem Standardsortiment, nachdem er hierzulande seit 1989 fest auf der Karte stand. Laut Kundennewsletter ist das berühmte Sandwich nur noch bis Dienstag, 27. Oktober 2026, erhältlich. Ab dem darauffolgenden Tag fehlt der beliebte Burger-Klassiker im regulären Sortiment. Übergangsweise bieten die Restaurants den McRib Sweet Heat und den McFarmer an, allerdings nur für begrenzte Zeit.

Das Nachrichtenportal T-online berichtet, dass McDonald’s den Burger im Newsletter zum Abschied als "echte Ikone" bezeichnet habe. Entsprechend enttäuscht reagieren Fans in den sozialen Medien; ein Nutzer schrieb: "Der McRib war der Hauptgrund, wieso ich zu Mecces gegangen bin."

Letzter McRib-Verkauf am 27. Oktober 2026: Reaktionen und Hintergründe

Die Entscheidung kommt auch in sozialen Netzwerken schlecht an. Von "echt traurigen McDonald’s-News" spricht auch der "Junkfood-Guru" auf Facebook. In einem Kurzvideo verkünden die Fast-Food-Experten aus Berlin (über 42.000 Follower): "Bye bye, McRib. Traurig, aber wahr: McDonald’s schafft den Kult-Burger ab". Am 27.10. heißt es demnach "zum letzten Mal "ein McRib, bitte"".

Einige Fans hätten das Ende des McRib laut dem über 1300 Mal kommentierten Facebook-Reel "ja schon befürchtet, nach dem Abschied des McChicken Original". Den Hintergrund bildet die Umstellung beim McChicken: Seit dem 30. September 2026 hat McDonald’s Deutschland den früheren "McChicken Classic" (mit langem Brötchen) durch einen neuen, runden McChicken ersetzt. Er wird auf der Produktseite als "neuer juicy McChicken" beworben.

Dass McDonald’s auch bei Sammlern für Gesprächsstoff sorgt, zeigt das Beispiel der Gläser: Seit dem 4. Mai 2026 sind die Coca-Cola-Gläser von McDonald’s nur exklusiv über die McDonald’s-App in Verbindung mit einem Doppelpack-Coupon erhältlich. Eine Kundin rechnet vor, dass alle sechs Gläser zusammen 84 Euro kosten, was viele Sammler enttäuscht.

McRib-Zutaten und Geschichte: Vom US-Klassiker zum deutschen Dauerbrenner

Die Rillen des Burgers sollen an ein Barbecue-Rippchen erinnern, tatsächlich ist der McRib jedoch ein "knochenloser Schweinefleisch-Burger". Sein Wiedererkennungswert beruht auf folgenden Komponenten:

  • einem länglich geformten Schweinefleisch-Patty
  • Barbecue-Sauce
  • Gurken
  • weißen Zwiebeln
  • einem Brötchen

Laut der offiziellen Produktseite von McDonald’s Deutschland besteht der Fleischanteil zu 100 Prozent aus Schweinefleisch aus Deutschland.

Den Burger entwickelte in den frühen 1980er-Jahren der luxemburgische Koch René Arend. Die oft erzählte Geschichte, der Burger sei wegen eines Hühnerfleisch-Engpasses entstanden, basiert laut dem Nachrichtensender ntv auf unbestätigten Medienberichten. In den Vereinigten Staaten kam der McRib 1981 auf die Speisekarte, verschwand dort 1985 aus dem Standardsortiment und kehrte später immer wieder zeitweise zurück. In Deutschland wurde er seit 1989 durchgängig angeboten.

Gründe für das Aus und Alternativen: McRib Sweet Heat und McFarmer

Die Streichung begründet McDonald’s mit der regelmäßigen Weiterentwicklung der Speisekarte und dem verstärkten Einsatz wechselnder Aktionsprodukte. Konkrete Verkaufszahlen oder Kosten als Auslöser nannte McDonald’s dagegen nicht.

Parallel zum Aus des Originals bietet die Kette den McRib Sweet Heat als zeitlich begrenzte Variante an. Laut der offiziellen Produktseite von McDonald’s Deutschland kombiniert er ein in Barbecue-Sauce mariniertes Patty mit Sweet-Chili-Sauce, Gurken und weißen Zwiebeln. Ergänzend soll der McFarmer – ebenfalls ein Schweinefleisch-Burger – für einige Wochen als Aktionsprodukt in die Restaurants kommen. Ob der klassische McRib irgendwann zurückkehrt, ist zwar möglich, derzeit aber nicht vorgesehen.

Im Februar 2026 hatte McDonald’s außerdem neue Chicken-Burger, einen Wrap und weitere Geflügelprodukte vorgestellt, die teils gestaffelt in die Filialen kamen. Im März sorgte ein Werbevideo zu einem Chicken-Burger für Gesprächsstoff, weil die Zubereitung im Clip mit bloßen Händen zu sehen war.

13 Fakten und Kuriositäten rund um den McRib

Dass der McRib viele Anhänger hat, belegen historische Verkaufsspitzen und eine äußerst aktive Fangemeinde. Laut dem amerikanischen Food-Magazin The Takeout wurden während einer "Abschiedstour" in den Vereinigten Staaten 2007 rund 30 Millionen McRib-Sandwiches verkauft. Hier kommen 13 Fakten und Kuriositäten zum Burger:

  1. Ein luxemburgischer Erfinder: Laut T-online entwickelte der aus Luxemburg stammende Koch René Arend den McRib. Arends Inspiration waren Pulled-Pork-Sandwiches aus dem Süden der Vereinigten Staaten, wie die amerikanische Tageszeitung The Spokesman-Review schildert. Arend hatte sie bei einem Besuch in Charleston im Bundesstaat South Carolina gegessen.
  2. Ein prominenter Fan: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bekannte sich 2024 öffentlich zu dem Burger. "Schon seit jungen Jahren – am liebsten McRib oder Big Mac mit Pommes und Mayo", schrieb Söder auf der Plattform X über seine Fast-Food-Vorlieben.
  3. Früher Start, frühes Verschwinden: Der McRib wurde in den Vereinigten Staaten 1981 eingeführt und 1985 wieder von der Karte genommen. Später kehrte er mehrfach für befristete Angebote zurück.
  4. Deutschland als Ausnahme: Während amerikanische Fans häufig auf Aktionsangebote warten mussten, gehörte der McRib in Deutschland seit 1989 dauerhaft zum Sortiment. Laut ntv endet diese feste Verfügbarkeit nach der aktuellen Ankündigung am Dienstag, 27. Oktober 2026.
  5. Der Klassiker hatte einen kleinen Bruder: Wie die Unternehmensseite von McDonald’s verrät, erschien 2003 eine kleinere Version. Die abgespeckte Variante trug den Produktnamen McRib Jr.
  6. Vom Sturmjäger zum Burger-Sucher: Alan Klein entwickelte 2009 den McRib-Locator, eine Website für gemeldete Verkaufsstellen des in den USA nicht überall verfügbaren Burgers. Ursprünglich dachte er allerdings über einen Suchdienst für Sturmjäger nach, erklärt Klein im Interview mit The Verge. "Ich helfe einer größeren Gemeinschaft", so Klein über seine Motivation. Das amerikanische Technologiemagazin The Verge berichtet von rund 200.000 eindeutigen Nutzern des McRib-Locators allein im Oktober 2022. Die Seite ist heute noch aufrufbar.
  7. Fanartikel zum Abschied: Zur amerikanischen Abschiedsrunde 2022 kündigte der Fast-Food-Konzern laut seiner offiziellen Unternehmensmitteilung eine limitierte Kollektion mit Kleidung, Kunst und Erinnerungsstücken im McRib-Design an. Die Preise begannen bei 0,99 amerikanischen Dollar. Der Verkauf startete am Freitag, 4. November 2022.
  8. Werbung mit der Familie Feuerstein: Im Sommer 1994 erhielt der McRib zusätzliche Aufmerksamkeit durch eine Werbeaktion zum Kinostart von "The Flintstones", blickt The Spokesman-Review zurück. Damit war die Familie Feuerstein Teil seiner Vermarktungsgeschichte.
  9. Homer Simpson und der Ribwich: In der Simpsons-Folge "I'm Spelling As Fast As I Can" aus dem Jahr 2003 (deutscher Titel: "Buchstabe für Buchstabe", Staffel 14, Episode 12) begeistert sich Homer für den "Ribwich" von Krusty Burger – eine Parodie auf den McRib und den Kult um seine zeitweise Verfügbarkeit.
  10. Ein erfundener Verband für knochenlose Schweine: Laut Chowhound gehörten zur Abschiedskampagne von 2005 eine "Save the McRib"-Petition und die fiktive "Boneless Pig Farmers Association of America". Hinter dem vermeintlichen Verband amerikanischer Züchter knochenloser Schweine steckte Marketing, keine echte landwirtschaftliche Organisation.
  11. Eine Beschwerde im Stadtrat endet in einem Blues-Song: Als Restaurants in Santa Clarita den McRib 2015 nicht anboten, wandte sich die Anhängerin Xanthe Pajarillo an den Stadtrat. Der Burger gehörte nach ihrer Darstellung zum Thanksgiving-Essen ihrer Familie. Anschließend schrieb sie "The McRib Song (McRib Blues)" und veröffentlichte eine Aufnahme mit Gitarre und Mundharmonika, wie ebenfalls Chowhound berichtet.
  12. Barbecue-Sauce im großen Kanister: Dem amerikanischen Genussmagazin Food & Wine zufolge wurde 2024 in den Vereinigten Staaten erstmals "A Whole Lotta McRib Sauce" angeboten. Für 19,99 amerikanische Dollar gab es einen Kanister mit einer halben amerikanischen Gallone – umgerechnet rund 1,9 Liter Barbecue-Sauce.
  13. Ein eigener Weihnachtssong: Zur amerikanischen Rückkehr im Jahr 2024 kündigte McDonald’s außerdem einen festlichen Werbesong an. Der Titel lautete "It Could Only Mean One Thing (McRib is Here)". Der Burger bekam damit seine eigene musikalische Weihnachtskampagne.

Kritik am McRib: Klage wegen des Namens

Kritik gibt es allerdings auch am McRib selbst: Vier US-Verbraucher zogen am Dienstag, 23. Dezember 2025, vor Gericht, weil ihrer Auffassung nach der Name und die Werbung ein Patty mit Rippenfleisch erwarten lassen. In der Klageschrift bezeichneten sie den Namen "McRib" als "bewusste Irreführung".

McDonald’s wies die Vorwürfe zurück und erklärte, die Klage "verzerre die Fakten; viele Behauptungen seien unzutreffend".

McRib selber machen: Ein Rezept für den Burger-Klassiker zu Hause

Der McRib lässt sich auch selbst zubereiten. Dem US-Food-Magazin Serious Eats zufolge verbessert Salz die Bindung einer Fleischmasse, weshalb die Würzung mit rund 1,5 Prozent Salz vom Fleischgewicht sinnvoll ist. Für vier Portionen werden folgende Zutaten benötigt:

  • 700 Gramm Schweineschulter ohne Knochen
  • 1,5 Teelöffel Salz
  • 1 Teelöffel Paprikapulver
  • ein halber Teelöffel Pfeffer
  • ein halber Teelöffel Knoblauchpulver
  • 1 Prise Zucker
  • etwa 4 Esslöffel Barbecue-Sauce, zusätzlich etwas Sauce zum Bestreichen der Brötchen
  • Öl zum Braten
  • 4 längliche Brötchen, Gurkenscheiben und dünne Ringe weißer Zwiebeln
  • optional: Sweet-Chili-Sauce

Zubereitung:

  • Fleisch in grobe Stücke schneiden und mit Salz, Paprikapulver, Pfeffer, Knoblauchpulver und Zucker würzen.
  • Fleisch im vorgeheizten Ofen bei etwa 140 Grad Celsius drei bis vier Stunden garen.
  • Kerntemperatur mit einem Bratenthermometer kontrollieren; sie sollte 90 bis 95 Grad Celsius erreichen.
  • Fleisch mit zwei Gabeln zerzupfen und mit etwa 4 Esslöffeln Barbecue-Sauce vermengen.
  • Masse in Frischhaltefolie zu einem Block formen und mindestens zwei Stunden kühlen.
  • Block in vier gleich große Portionen (je rund 115 Gramm) teilen und mit feuchten Händen zu Rechtecken von etwa 15 mal 7,5 Zentimetern formen.
  • Oberfläche mit der Rückseite eines Messers einkerben, sodass Rillen entstehen.
  • Patties in etwas Öl bei mittlerer Hitze je Seite etwa vier Minuten braten, bis sie innen mindestens 71 Grad Celsius erreichen.
  • Brötchen kurz toasten und die Innenseiten mit Barbecue-Sauce bestreichen.
  • Brötchen mit Patty, Gurkenscheiben und Zwiebelringen belegen; nach Wunsch Sweet-Chili-Sauce ergänzen.

Die Garzeit richtet sich nach der Kerntemperatur, die laut dem Grillmagazin Grillfürst bei Pulled Pork 90 bis 95 Grad Celsius betragen sollte. Ein 1,5 Kilogramm schweres Stück benötigt gemäß dem Fleisch-Onlineshop Meatsupermarket bei 150 Grad Celsius rund fünf bis sechs Stunden. Die Angabe von drei bis vier Stunden für die kleinere Menge bei 140 Grad Celsius ist eine eigene Hochrechnung, weshalb die Kerntemperatur in jedem Fall kontrolliert werden sollte. Für gekauftes Hackfleisch gelten laut dem US-Food-Magazin Mashed 71 Grad Celsius, für selbst gewolftes Fleisch 63 Grad Celsius. Da die Patties hier bereits gegart sind, gilt der höhere Wert.

Die längliche Form mit den Rillen orientiert sich an einem Rezeptbeitrag auf der Online-Plattform Reddit. Dem US-Magazin Delish zufolge genügt zum Toasten eine trockene Pfanne. Unser Ratgeber zum Thema "Grillfleisch selbst marinieren" erklärt, worauf es bei einer selbst angerührten Marinade ankommt und welche Grundzutaten sich dafür eignen. Da es sich um eine eigene Annäherung handelt, weicht der Geschmack vermutlich vom Original ab.

Vorschaubild: © McDonald's Deutschland/PR