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Kaffee und Gesundheit: Diese Fehler sollten Sie vermeiden


Autor: Elisabeth von Sydow

Deutschland, Sonntag, 04. Oktober 2026

Kaffee gehört für viele Menschen zum Alltag und zur Ernährung – doch manche Gewohnheiten können die Gesundheit inklusive Schlaf, Herz und Magen belasten.
Bei der Kaffeezubereitung kann man mehr falsch machen, als manch ein Kaffee-Fan denkt.


Eine Tasse mit heißem Kaffee gehört für viele Menschen fest zum morgendlichen Ritual – doch nicht jede Zubereitung und jedes Trinkverhalten des beliebten Heißgetränks ist unproblematisch. Zu viel Koffein, Kaffee am späten Nachmittag oder süße Beilagen können Körper und Schlaf belasten. Daher sollten Sie bei allem Kaffeegenuss auch einen Blick auf Ihre Gesundheit und das richtige „Trinkverhalten“ haben.

Wie viel Kaffee ist für die Gesundheit verträglich?

Kaffee gilt längst nicht mehr grundsätzlich als ungesund. In moderaten Mengen kann er Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein. Entscheidend ist jedoch, wie viel Kaffee Sie trinken, zu welcher Tageszeit Sie ihn genießen und wie Ihr Körper auf Koffein reagiert.

Als grobe Orientierung gelten für gesunde Erwachsene laut BfR bis zu 400 Milligramm Koffein pro Tag als unbedenklich. Das entspricht – abhängig von Sorte und Zubereitung – ungefähr drei bis vier Tassen Filterkaffee. Schwangere sollten deutlich weniger Koffein aufnehmen. Auch Menschen mit Herz-Kreislauf-Beschwerden, Angststörungen oder Schlafproblemen sollten ihren Konsum kritisch prüfen.

Koffein kann laut NDR aber auch Nebenwirkungen haben und zu körperlichen Beschwerden führen. So kann Koffein unter anderem die Aufmerksamkeit steigern, zugleich aber Herzklopfen, Nervosität und Unruhe auslösen.

Warum kann Kaffee am Nachmittag den Schlaf stören?

Viele unterschätzen, wie lange Koffein im Körper aktiv bleibt. Selbst wenn Sie nach dem Spätnachmittags-Kaffee am Abend problemlos einschlafen, kann der Schlaf weniger erholsam ausfallen. Häufiges Aufwachen oder eine kürzere Tiefschlafphase bleiben dabei oft unbemerkt.

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Besonders empfindliche Personen sollten ihren letzten Kaffee deshalb mehrere Stunden vor dem Zubettgehen trinken. Wer bereits unter Einschlafproblemen leidet, kann testweise auf Kaffee nach dem Mittagessen verzichten. Auch Energy-Drinks, Cola und schwarzer Tee zählen zur täglichen Koffeinmenge.

Ein weiterer ungünstiger Effekt: Wer sich tagsüber müde fühlt und deshalb immer wieder zur Tasse greift, kann in einen Kreislauf geraten. Kurzfristig steigt die Wachheit, später folgen Müdigkeit und das Bedürfnis nach weiterem Koffein. So kann sich eine Gewohnheit mit Entzugssymptomen entwickeln.

Welche Zubereitung ist für Kaffee empfehlenswert?

Auch die Brühmethode beeinflusst die Verträglichkeit. Bei Filterkaffee hält das Papier bestimmte Inhaltsstoffe zurück, die den Cholesterinspiegel erhöhen können. Ungefilterter Kaffee aus der French Press oder türkischer Kaffee enthält davon mehr. Achten Sie außerdem auf frische Bohnen, saubere Geräte und eine hygienische Zubereitung. Besonders Kaffeevollautomaten müssen regelmäßig gereinigt und entkalkt werden. In feuchten, warmen Bereichen können sich sonst Rückstände und Keime sammeln.

Trinken Sie Kaffee bewusst und beobachten Sie, wie Ihr Körper reagiert. Herzrasen, Zittern, Magenbeschwerden, Kopfschmerzen oder Schlafprobleme können Hinweise darauf sein, dass Sie Koffein reduzieren sollten. Wichtig ist außerdem, Kaffee nicht als Ersatz für Schlaf, Wasser oder eine ausgewogene Mahlzeit zu verwenden. Ein Glas Wasser zum Kaffee kann helfen, die Flüssigkeitszufuhr im Blick zu behalten.

Wichtig: Wer den Konsum verringern möchte, sollte die Menge schrittweise reduzieren, um Kopfschmerzen und Müdigkeit abzumildern. Für viele Menschen gilt daher: Kaffee ist in Maßen meist kein Problem. Entscheidend sind die persönliche Verträglichkeit, die Tageszeit sowie die Zubereitung. In einem separaten Artikel erläutern wir, warum schwarzer Kaffee physiologisch und gesundheitlich vorteilhafter ist als die Variante mit Milch.