Kaffee trinken: Koffeinmenge, Schlaf und häufige Fehler
Autor: Elisabeth von Sydow
Deutschland, Donnerstag, 15. Oktober 2026
Für Millionen Menschen gehört Kaffee zum Alltag. Doch wie gesund das beliebte Heißgetränk tatsächlich ist, hängt nicht allein von der getrunkenen Menge ab. Auch die Zubereitung, der Koffeingehalt und vor allem die Uhrzeit spielen eine wichtige Rolle. Wer einige Dinge beachtet, kann unerwünschte Nebenwirkungen vermeiden.
Zwischen Kaffeeduft und dem ersten Termin liegt für viele Menschen ein festes Morgenritual. Doch Kaffee und Gesundheit lassen sich nicht allein an der Zahl der geleerten Tassen festmachen. Beim Kaffeekonsum spielen die Menge an Koffein, die Zubereitung und mögliche Auswirkungen auf den Schlaf zusammen. Selbst entkoffeinierter Kaffee verdient dabei einen genaueren Blick: Weniger Koffein bedeutet nicht, dass keines mehr enthalten ist.
Wie viele Tassen Kaffee am Tag sind noch gesund?
Grundsätzlich als ungesund gilt Kaffee längst nicht mehr. In moderaten Mengen kann er Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein. Entscheidend ist jedoch, wie viel Kaffee Sie trinken, zu welcher Tageszeit Sie ihn genießen und wie Ihr Körper auf Koffein reagiert.
Für gesunde Erwachsene gelten laut BfR als grobe Orientierung bis zu 400 Milligramm Koffein pro Tag als unbedenklich. Das entspricht – abhängig von Sorte und Zubereitung – ungefähr drei bis vier Tassen Filterkaffee. Schwangere sollten deutlich weniger Koffein aufnehmen. Auch Menschen mit Herz-Kreislauf-Beschwerden, Angststörungen oder Schlafproblemen sollten ihren Konsum kritisch prüfen.
Nebenwirkungen und körperliche Beschwerden sind durch Koffein laut NDR allerdings ebenfalls möglich. So kann Koffein unter anderem die Aufmerksamkeit steigern, zugleich aber Herzklopfen, Nervosität und Unruhe auslösen.
Espresso oder Filterkaffee: Welches Getränk enthält mehr Koffein?
Für einen bewussten Kaffeekonsum ist es hilfreich zu wissen, dass nicht alle Kaffeegetränke gleich viel Koffein enthalten. Ein Espresso enthält in der Regel weniger Koffein als eine große Tasse Filterkaffee, weist aber aufgrund der kleineren Getränkemenge eine höhere Koffeinkonzentration auf. Cappuccino und Latte macchiato beinhalten durch den Milchanteil oft weniger Koffein pro Tasse als ein schwarzer Kaffee derselben Menge.
Hinter den drei simplen Worten „Kaffee mit Milch“ verbirgt sich eine erstaunliche Vielfalt. Unser Artikel über die Unterschiede zwischen Latte macchiato, Milchkaffee und Café au lait erläutert, warum die Getränke auf den ersten Blick identisch erscheinen mögen, sich aber fundamental in Herkunft, Zubereitung und Servierung unterscheiden.
Den Koffeingehalt können außerdem Faktoren wie die Bohnensorte und Röstung beeinflussen. Robusta-Bohnen enthalten beispielsweise mehr Koffein als Arabica-Bohnen. Wer bei einem Besuch im Café nach einem Getränk mit weniger Koffein sucht, könnte mit einem Getränk auf Arabica-Basis die bessere Wahl treffen.