• 21 Flüssigwaschmittel wurden bei Öko-Test miteinander verglichen
  • Nur ein Produkt erhielt die Bewertung "gut"
  • Erschreckend: Viele schädliche Inhaltsstoffe entdeckt
  • Fazit: Ergebnisse sind niederschmetternd

Waschmittel versprechen saubere Wäsche und gute Gerüche. Doch die Versprechen werden oft nicht eingehalten und auch aus ökologischer Sicht können einige Mittel nicht überzeugen. Öko-Test hat 21 Produkte getestet.Das Ergebnis ist erschreckend - teilweise niederschmetternd.

Öko-Test: Nur ein Flüssigwaschmittel ist "gut"

Unter den Flüssigwaschmitteln konnte nur ein Produkt überzeugen und mit "gut" abschneiden - das "Ecover Waschmittel Universal, flüssig". Dabei punktet es in gleich zweierlei Hinsicht: Laut Öko-Test habe es "kaum Problemstoffe und trotzdem ein sauberes Waschergebnis."

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Im Waschtest prüften die Experten, wie gut sich mit den einzelnen Flüssigwaschmitteln Flecken aus reiner Baumwolle sowie aus Textilien aus Baumwolle und Polyester entfernen lassen.  Rotwein-, Gras- und Frittierfett-Flecken konnten mit den Waschmitteln problemlos entfernt werden. Bei Lippenstift, Kugelschreiber, Make-up und Motoröl hingegen gab es größere Probleme.

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Die vier getesteten Produkte von "Frosch", "Dash", sowie die Waschmittel der Eigenmarken von "DM" und "Edeka" entzogen schwarzen T-Shirts mehr Farbe als die anderen Flüssigwaschmittel, die nur "ein leichtes Ausbluten verursachten". Weiße T-Shirts wurden von allen Waschmitteln leicht angefärbt. Insgesamt schnitten fast alle Produkte den Waschtest mit "gut" ab, nur das "Almawin Waschmittel, flüssig" wird in dieser Kategorie als "befriedigend" eingestuft.

Beim Waschergebnis konnten demnach fast alle überzeugen. Den Grund für die Bewertungen "befriedigend" und "ausreichend" lieferten die Inhaltsstoffe. In gut der Hälfte aller Flüssigwaschmittel entdeckten die Tester Borverbindungen. Sie stehen unter dem Verdacht, in zu großen Mengen die Fruchtbarkeit zu schädigen. Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch besteht dort zwar keine Gefahr, aber es geht auch ohne.

Flüssigwaschmittel im Vergleich: In vielen gesundheitsschädigende Inhaltsstoffe enthalten

Deutlich schlechter sieht es bei den Inhaltsstoffen vieler Flüssigwaschmittel aus: So können einige von ihnen gesundheitsschädigend sein oder Allergien auslösen.  Dazu gehört der Stoff Methylisothiazolinon (MIT), der sich in den Marken "Dash", "Spee", "Sunil" und "Weißer Riese" fand.

Zudem finden sich oft umweltschädliche Stoffe in den Waschmitteln: Gerade optische Aufheller und Duftstoffe haben zwar meist einen positiven Effekt auf die Wäsche, "können aber über das Abwasser die Umwelt belasten" oder "sind in der Umwelt schwer abbaubar", was für die in allen Produkten vorhandenen Duftstoffe gilt. Duftstoffe können zudem allergische Reaktionen auslösen und sogar fortpflanzungsschädigend sein. Das trifft beispielsweise auf Lilial zu, einen Duftstoff, der in den Produkten von "Ariel" und "Sunil" steckt.

Daneben enthalten ein Großteil der Flüssigwaschmittel Kunststoffverbindungen. Diese werden in Waschmitteln eingesetzt, um eine zu große Aufschäumung zu verhindern. Zudem soll damit bereits gelöster Schmutz nicht wieder an der Kleidung haften. Der Nachteil an Kunststoffverbindungen: "Je nach Verbindung sind sie mehr oder weniger schlecht abbaubar", schreibt Öko-Test. Der Testsieger kommt sogar ohne Kunststoffverbindungen aus. 

Kritik: Fehlende Sichtbarkeit der Inhaltsstoffe bei Waschmitteln

Kritik gibt es außerdem über die Sichtbarkeit der Inhaltsstoffe. Diese stehen zwar auf der Verpackung, sind jedoch in vielen Fällen unvollständig. Bei dem Lidl-Produkt "Formil" und dem "Sunil"-Waschmittel konnte auch online kein entsprechendes Datenblatt gefunden werden, was die Tester bemängeln.

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Der Blick auf die Verpackung reicht nicht, um herauszufinden was in dem Waschmittel steckt. Das zugehörige Datenblatt im Internet bringt erst die Antworten. Im Internet sind die Hersteller verpflichtet, die Inhaltsstoffe anzugeben. Die Tester sind sich einig, dass dies auf den Verpackungen stehen sollte. Die einzelnen Bewertungen finden Sie kostenpflichtig bei öko-test.de.

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