Experte testet Supermarkt-Döner: Finger weg von diesen fünf Produkten

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Dönerfleisch aus dem Supermarkt: Von fünf Produkten rät Experte ab
Viele Dönerfleisch-Produkte aus dem Supermarkt können den Experten nicht überzeugen.
Dönerfleisch aus dem Supermarkt: Von fünf Produkten rät Experte ab
Juan Moyano/Colourbox

Immer mehr Supermärkte bieten Dönerfleisch im Kühl- und Tiefkühlregal an. Doch ein TV-Test hinterlässt starke Zweifel an der günstigeren Alternative.

Der Döner-Hype in Deutschland hat längst die Supermarktregale erreicht. Während mittlerweile sogar Traditionsmetzger spezielle Döner anbieten, drängen jetzt auch Discounter und Supermärkte mit Fertig-Dönerfleisch auf den lukrativen Markt. Kein Wunder: Teils verlangen Imbisse bereits 10 Euro für eine Kebab-Tasche. Die WDR-Sendung "Markt" hat untersucht, wie die Tiefkühlprodukte im Vergleich zu frisch zubereiteten Dönern abschneiden.

Aldi bietet laut WDR beispielsweise eine Komplettlösung an, die neben 250 Gramm Hähnchenfleisch auch Brot, Zaziki und Krautsalat für 7,99 Euro enthält. Weitere getestete Produkte umfassen das TK-Kebab von Edeka für 3,49 Euro, Lidls Hähnchen-Kebab für 7,45 Euro sowie Produkte der Marke Mangal von Lukas Podolski ab 3,99 Euro.

Wässrig, wenig Geschmack und "Abweichung": Kebab-Test mit grottigen Resultaten

Akif Ayar, der in Neuss täglich frische Dönerspieße zubereitet, testete die Supermarktprodukte für den WDR. Sein Urteil fiel vernichtend aus. Das Edeka-Fleisch schrumpfe beim Braten erheblich und wässere stark - die 300 Gramm würden kaum für einen Döner ausreichen. Bei Lidls Familienpackung bemängelte er die Portionierung: "Sieht aus wie ein Schnitzel", kommentierte Ayar. Besonders kritisch beäugte der Experte die Produkte von Podolskis Marke Mangal. Bei der Kalbfleischvariante zweifelte er an, ob die Bezeichnung als Döner überhaupt zulässig sei. Tatsächlich darf in Deutschland ein Döner maximal 60 Prozent Hackfleisch enthalten - eine Vorgabe, die das Produkt offenbar nicht erfüllt.

Das Unternehmen hat laut WDR bereits reagiert und die Bezeichnung von "Döner-Fleisch" in "Kalbfleischzubereitung" geändert. Ayar konnte den getesteten Produkten insgesamt wenig abgewinnen. Der Geschäftsführer des Shop-in-Shop-Anbieters Green Kebab Ercan Altun äußerte gegenüber dem WDR, dass die mangelnde Transparenz in der Branche auch mit fragwürdigen Praktiken zusammenhänge: "Es werden Geschmacksverstärker, Bindemittel eingesetzt. Und natürlich kannst du die Fleischmenge steuern, Speisestärke und Mehl zusetzen."

Auch drei Kölner Studenten testeten für den WDR die Supermarktprodukte. Ihr Urteil zu den Produkten von Edeka und Lidl: wässrig, wenig Fleischgeschmack, dafür dominieren Gewürze und Geschmacksverstärker. Die Hähnchenvariante von Mangal fanden sie akzeptabel, die Kalbfleischvariante enttäuschte. Bei der Aldi-Dönerbox zeigte sich die Fleischpackung trotz acht Tagen Mindeshaltbarkeitsdatum am sechsten Tag aufgebläht und verströmte einen unangenehmen Geruch. Aldi teilte dem WDR mit, dass acht Tage Haltbarkeit bei Verpackung unter Schutzatmosphäre üblich seien. Das Unternehmen erklärte: "Die festgestellte Abweichung könnte beispielsweise auf eine unsachgemäße Lagerung zurückzuführen sein."

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