Momentan kursiert im Internet ein Trend, der zum Wasch-Verzicht aufruft. Immer häufiger wird von der "No-Wash-Bewegung" gesprochen. Hier gibt es die Hintergründe dazu.
Wäschewaschen kann für einige Menschen schnell zur Wissenschaft werden. Reichen 30 Grad aus? Wann benötigt man welche Drehzahl? Viele Fragen ergeben sich. Einigen scheint das einfach zu umständlich. Dann einfach gar keine Wäsche mehr waschen. Oder eben sehr selten. "No-Wash-Movement" heißt der Trend aus dem Internet.
Die Anhänger dieser "No-Wash"-Bewegung waschen ihre Kleider angeblich nur noch so wenig wie möglich. Oberbekleidung, unter Umständen auch Unterwäsche, werden so lange wie möglich getragen und wenn notwendig gelüftet. Flecken auf Kleidungsstücken werden nur noch punktuell gereinigt.
"No-Wash-Movement": Mit Wasch-Verzicht zur Nachhaltigkeit
Das Umdenken im Waschverhalten hat demnach verschiedene Gründe:
- Kleidung muss oft nicht schon nach ein- oder zweimaligem Tragen gewechselt werden.
- Weniger häufig zu waschen spart Zeit und Arbeit
- durch reduzierten Verbrauch von Strom und Wasser spart man Geld
Außerdem sehen viele im Wasch-Verzicht eine Nachhaltigkeit. Weniger Energie und Ressourcen zu verbrauchen, ist für sie schlicht und einfach umweltfreundlicher.
Echte Bewegung oder Internetphänomen? Das steckt dahinter
Ein Portal aus den USA berichtet etwa über immer mehr Haushalte, die dem Wäschewaschen den Rücken kehren würden. Auch deutschsprachige Medien schreiben über den angeblichen Trend.
Doch ein detaillierter Blick lohnt sich. Für die digitale Welt lässt sich feststellen: Es gibt keinen wahrnehmbaren "No-Wash"-Trend - und schon gar kein "No-Wash-Movement". Im Netz existiert weder eine lose Zusammenkunft, noch eine organisierte Gruppe, welche sich zur Aufgabe gemacht hätte, eine "No-Wash"-Agenda zu propagieren.
