Wie die Daily Mail berichtet, starten die Preise für diese außergewöhnliche Kreuzfahrt bei rund 56.000 Euro für eine Veranda-Kabine. Mit solchen Angeboten zielt die Reederei auf anspruchsvolle und zahlungskräftige Kunden, die bereit sind, für unvergleichliche Erlebnisse tief in die Tasche zu greifen.
Gemischte Stimmen zur neuen Altersbeschränkung
Die Einführung der neuen Altersbeschränkung hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Mehrere Stimmen begrüßen die Maßnahme und betonen, dass sie auf eine angenehmere und ruhigere Atmosphäre an Bord hoffen. Kritiker bemängeln, dass Oceania Cruises damit Familien gezielt ausschließt. Sie sehen in der Entscheidung eine rein kommerzielle Strategie, die auf eine wohlhabende und kinderlose Kundschaft ausgerichtet ist.
Einige Eltern zeigten sich in den sozialen Medien enttäuscht über die Entscheidung. Laut einem Bericht von Bild kritisierte eine Mutter auf Facebook, dass sie bis 2028 sieben Kreuzfahrten mit ihren Kindern gebucht habe und diese nun nicht mehr möglich seien. "Meine Kinder lieben Oceania Cruises", zitiert die Bild den Facebook-Post. Sie machte zudem deutlich, dass große Schiffe wie die der Disney Cruise Line für ihre Familie keine Alternative seien. Auch andere Gäste verteidigen die Anwesenheit von Kindern auf den Kreuzfahrten.
Claire L. erinnerte sich an ein sechsjähriges Mädchen, das während der Weihnachtszeit für Begeisterung sorgte. Sie betonte, dass wohlerzogene Kinder das Reiseerlebnis bereichern können. Diese Stimmen zeigen, dass die Maßnahme bei Familien, die Oceania Cruises bisher als Reiseoption betrachteten, auf Ablehnung stößt. Gredel D. hingegen kommentierte sarkastisch: "Sie sollten einfach das Mindestalter auf 75 festlegen ...", was eine Diskussion über noch strengere Altersgrenzen anregte.
Exklusive "ab 18"-Ausrichtung
Letzteres ist alles andere als abwegig: Die britische Kreuzfahrtreederei Saga Cruises bietet Kreuzfahrten für ältere Reisende mit einem gehobenen Ambiente und exklusiven Serviceleistungen an. Das Mindestalter liegt bei 50 Jahren für Passagiere und 40 Jahren für Begleitpersonen.
Und auch die exklusive "ab 18"-Ausrichtung von Oceania Cruises ist kein Einzelfall in der Branche. Virgin Voyages, eine relativ junge Kreuzfahrtreederei aus Florida, hat bereits ein ähnliches Konzept etabliert. Die "Scarlet Lady" erlaubt ebenfalls nur Gästen ab 18 Jahren den Zugang, und richtet sich mit ihrem Party- und Lifestyle-Programm an ein jüngeres Publikum. Neben modernem und extravagantem Design gibt es Drag-Queen-Auftritte und Live-Musik an Bord. Laut Focus Online zeigt der Trend zu "Adults-only"-Reisen, dass sich Kreuzfahrtunternehmen zunehmend spezialisieren und gezielt bestimmte Zielgruppen ansprechen.
Mit der Entscheidung von Oceania Cruises könnte ein neuer Trend in der Branche etabliert werden. Immer mehr Anbieter könnten "Adults-only"-Konzepte in ihre Angebote integrieren, um Reisende anzusprechen, die Exklusivität und Ruhe suchen. Gleichzeitig könnten familienfreundliche Reedereien ihre Position stärken, indem sie neue und attraktive Angebote für Eltern und Kinder entwickeln. Laut der Daily Mail zeigt diese Spezialisierung, wie vielfältig die Kreuzfahrtbranche wird und wie sie sich an die Wünsche der unterschiedlichen Zielgruppen anpasst.
Geschichte und Entwicklung von Adults-Only-Reisen
Dabei ist die Idee von kinderfreien Urlaubsreisen keineswegs neu: Erste Adults-Only-Urlaube kamen bereits Mitte des 20. Jahrhunderts auf. In den 1950er und 1960er Jahren begannen einige Resorts damit, kinderfreie Zonen zu schaffen, um Paaren und Alleinreisenden eine entspannte Atmosphäre zu bieten. Diese frühen Ansätze konzentrierten sich zunächst auf luxuriöse Unterkünfte in tropischen Destinationen. Laut dem Fachportal Ab-in-den-Urlaub.de spiegelte diese Entwicklung den Wandel in der Freizeitgestaltung wider, der durch größere finanzielle Freiheit und veränderte gesellschaftliche Normen geprägt war.
In den 1990er Jahren erlebte das Konzept einen deutlichen Aufschwung, als Reiseveranstalter und Hotelketten begannen, das Segment der Adults-Only-Reisen gezielt auszubauen. Während zuvor kinderfreie Bereiche meist nur eine Option innerhalb größerer Anlagen waren, entstanden zunehmend spezielle Hotels und Kreuzfahrten, die sich ausschließlich auf Erwachsene konzentrierten. Der Grund für die Popularität liegt in der steigenden Nachfrage nach Ruhe und Exklusivität sowie dem Wunsch, gezielte Angebote für Paare und Singles zu schaffen.
Heutzutage hat sich Adults-Only-Reisen zu einem globalen Phänomen entwickelt, das eine breite Palette von Angeboten umfasst. Von Boutique-Hotels über luxuriöse Kreuzfahrten bis hin zu Wellness-Retreats – die Vielfalt ist enorm. Wie Mein Tophotel berichtet, hat sich die Zielgruppe ebenfalls erweitert und schließt neben Paaren auch Alleinreisende und Gruppenreisende ein, die eine kinderfreie Atmosphäre bevorzugen. Anbieter haben das Konzept zudem mit neuen Ansätzen wie nachhaltigem Reisen und kulturellen Erlebnissen weiterentwickelt, um moderne Ansprüche zu erfüllen.
Überdies bieten Mini-Kreuzfahrten mit AIDA und Mein Schiff eine ideale Möglichkeit, Europas Metropolen auf kurzer Route zu entdecken. Solche Kurzreisen erfreuen sich wachsender Beliebtheit, da sie erschwinglich sind und dennoch ein umfassendes Erlebnis bieten. Die Wahl zwischen AIDA und Mein Schiff hängt stark von persönlichen Vorlieben ab. Beide Reedereien haben einzigartige Vorteile, die Reisende individuell ansprechen.
Griechenland führt die Liste der beliebtesten Reiseziele 2026 an - Inseln wie Kreta, Rhodos und Samos mit ihrer Schönheit. Nachhaltige Reiseoptionen und Fernziele wie Mauritius und Thailand gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Vorschaubild: © Jerry Wyszatycki, Avatar Product/Oceania Cruises/pr
Bei einem Hund würde man sagen: Das Problem liegt am anderen Ende der Leine.
Vielleicht sollten sich die Eltern mal überlegen, warum sie mit ihren Kindern bei manchen Leuten unbeliebt sind.
Sehr gut👍
Ich hätte auch keine Lust, im Urlaub durch anderer Leute unerzogene Ableger belästigt zu werden.
Es reicht schon wenn man hier Essen geht und die Kinder rennen kreischend und streitend durchs ganze Lokal und möglichst noch unter fremde Tische, ohne dass die Eltern irgendwelche Anstalten machen sie auszubremsen und zur Ordnung zu rufen.