Unerwünschte Reisende bereits vor Abflug herauszufiltern und Einreiseprozesse effizienter zu steuern, ist das Ziel der JESTA-Einführung. Die japanische Regierung will damit "die Einreise unerwünschter ausländischer Staatsangehöriger verhindern" und gleichzeitig die Sicherheit erhöhen. Auch eine bessere Planbarkeit des Tourismus und die Lenkung von Besuchern in weniger frequentierte Regionen spielen bei der Einführung eine wichtige Rolle. In seinem Zusatzhaushalt für das Fiskaljahr 2024 hat Japan bereits 15,82 Milliarden Yen für "Notfallmaßnahmen zur Verhinderung und Eindämmung von Overtourism und zur Verbesserung der Empfangsumgebung für ausländische Besucher" bereitgestellt. Dies macht 15 Prozent des Gesamtbudgets einschließlich des Fiskaljahres 2025 aus.
Rekordzahlen und beliebte Destinationen: Japan-Tourismus boomt seit Jahren
Einer beispiellosen Erfolgsgeschichte gleicht die Entwicklung des Japan-Tourismus. Im Jahr 2000 zählte das Land gerade einmal 4,8 Millionen internationale Besucher, wie die Japan National Tourism Organization dokumentiert. Bis 2010 stieg die Zahl auf 8,6 Millionen, bevor das verheerende Erdbeben und der Tsunami 2011 einen Rückschlag auf 6,2 Millionen Gäste bedeuteten. Doch die Regierung reagierte mit gezielten Maßnahmen: Visaerleichterungen, erweiterte steuerfreie Programme und verbesserte Einreiseverfahren ließen die Besucherzahlen regelrecht explodieren. 2019 erreichte Japan einen Rekord von 31,9 Millionen internationalen Touristen.
Mit noch größerer Intensität setzte sich der Boom nach der Corona-Pause fort. 2024 verzeichnete das Inselreich 36,9 Millionen ausländische Gäste – ein Plus von 15,6 Prozent gegenüber dem bisherigen Rekord von 2019, so Travel Voice. Allein im ersten Halbjahr 2024 kamen 17,78 Millionen Besucher ins Land, angetrieben durch den schwachen Yen, der Japan zu einem besonders attraktiven Reiseziel machte.
Bei deutschen Urlaubern steht Japan ebenfalls hoch im Kurs: Die einzigartige Mischung aus traditioneller Kultur, moderner Technologie, außergewöhnlicher Sicherheit und kulinarischen Highlights macht das Land zum Traumziel. Hinzu kommen die Faszination für Anime, Manga und die japanische Popkultur sowie die Höflichkeit und Gastfreundschaft der Einheimischen.
Top-Destinationen in Japan: Die zehn beliebtesten Reiseziele im Überblick
Japan bietet eine enorme Vielfalt an Reisezielen – von pulsierenden Megacitys über spirituelle Tempelstädte bis zu majestätischen Naturwundern. Die folgenden zehn Orte gehören zu den absoluten Highlights des Landes und ziehen Jahr für Jahr Millionen Besucher aus aller Welt an:
- Tokio: Die pulsierende Hauptstadt vereint Tradition und Hypermoderne wie keine zweite Stadt. Zu den Highlights zählen der Senso-ji-Tempel in Asakusa, der Meiji-Schrein im grünen Yoyogi-Park, die berühmte Shibuya-Kreuzung und das Viertel Harajuku mit seiner bunten Jugendkultur. Der Kaiserpalast, die Aussichtsplattformen des Tokyo Skytree und die noblen Einkaufsviertel Ginza und Omotesando runden das Angebot ab.
- Kyoto: Die ehemalige Kaiserstadt ist das kulturelle Herz Japans mit über 2.000 Tempeln und Schreinen. Der Fushimi-Inari-Schrein mit seinen tausenden roten Torii-Toren, der goldene Kinkaku-ji-Pavillon, der Silberpavillon Ginkaku-ji und der Bambuswald von Arashiyama gehören zu den meistfotografierten Orten des Landes. Das Gion-Viertel ist bekannt für seine Geishas, während der Philosophenweg im Frühling mit Kirschblüten verzaubert.
- Mount Fuji (Fujisan): Japans höchster Berg und nationales Symbol thront mit 3.776 Metern majestätisch über der Landschaft. Die offizielle Klettersaison dauert von Anfang Juli bis Anfang September. Der Kawaguchiko-See bietet spektakuläre Ausblicke auf den perfekt geformten Vulkankegel. Die fünf Fuji-Seen, heiße Quellen und zahlreiche Aussichtspunkte machen die Region zum Paradies für Fotografen.
- Osaka: Die lebhafte Handelsmetropole gilt als kulinarische Hauptstadt Japans. Das Dotonbori-Viertel mit seinen leuchtenden Neon-Schildern und Streetfood-Ständen ist legendär, ebenso der Kuromon-Markt, wo frische Meeresfrüchte und lokale Spezialitäten angeboten werden. Die imposante Burg Osaka, das Aquarium Kaiyukan und der futuristische Stadtteil Umeda mit seinen Wolkenkratzern ziehen Besucher magisch an.
- Hiroshima: Die Stadt steht symbolisch für Frieden und Wiederaufbau. Der Friedenspark mit der Atombomben-Kuppel, dem einzigen erhaltenen Gebäude nach dem Abwurf 1945, ist UNESCO-Weltkulturerbe und mahnendes Denkmal zugleich. Die nahegelegene Insel Miyajima mit dem berühmten schwimmenden Torii-Tor des Itsukushima-Schreins gehört zu den schönsten Orten Japans.
- Nara: Japans erste permanente Hauptstadt beherbergt den monumentalen Todai-ji-Tempel mit seiner 15 Meter hohen Bronze-Buddha-Statue. Im weitläufigen Nara-Park leben über 1.000 zahme Sikahirsche, die als göttliche Boten verehrt werden und von Besuchern mit speziellen Keksen gefüttert werden dürfen. Der Kasuga-Taisha-Schrein mit tausenden Steinlaternen ist ein weiteres Highlight.
- Hakone: Die Bergregion südwestlich von Tokio ist berühmt für ihre heißen Quellen (Onsen), Museen und den Blick auf den Mount Fuji. Eine Bootsfahrt auf dem Ashi-See, die Fahrt mit der Hakone-Seilbahn über das dampfende Owakudani-Tal und der Besuch traditioneller Ryokan-Gasthäuser mit privaten Onsen gehören zu den unvergesslichen Erlebnissen.
- Nikko: Die Bergstadt nördlich von Tokio beherbergt den prächtigen Toshogu-Schrein, ein UNESCO-Weltkulturerbe und Mausoleum des Shoguns Tokugawa Ieyasu. Die kunstvollen Schnitzereien, vergoldeten Verzierungen und der berühmte "Drei Affen"-Relief sind weltbekannt. Die fast 100 Meter hohen Kegon-Wasserfälle und der malerische Chuzenji-See ergänzen das Naturerlebnis.
- Kamakura: Die historische Küstenstadt südlich von Tokio war im 12. Jahrhundert Sitz der Shogunats-Regierung. Der monumentale Große Buddha (Daibutsu) aus Bronze, der seit dem 15. Jahrhundert unter freiem Himmel steht, ist das Wahrzeichen der Stadt. Der Hase-dera-Tempel mit Meerblick, der Tsurugaoka-Hachimangu-Schrein und die nahegelegenen Strände machen Kamakura zum beliebten Tagesausflugsziel.
- Takayama: Die charmante Stadt in den japanischen Alpen hat ihre historische Altstadt perfekt bewahrt. Die drei Hauptstraßen des Sanmachi-Viertels sind gesäumt von traditionellen Holzhäusern aus der Edo-Zeit, in denen heute Sake-Brauereien, Handwerksbetriebe und Antiquitätenläden untergebracht sind. Die berühmten Takayama-Festivals im Frühling und Herbst mit kunstvoll geschmückten Festwagen ziehen Tausende Besucher an.
Die enorme Bandbreite japanischer Reiseerlebnisse wird durch diese zehn Destinationen repräsentiert – von urbanen Abenteuern über spirituelle Tempelbesuche bis zu atemberaubenden Naturlandschaften. Jedes Ziel bietet einzigartige Einblicke in die faszinierende Kultur und Geschichte des Inselreichs.
ETA-Systeme weltweit: Weitere Länder mit elektronischer Einreisegenehmigung
Nicht nur Japan setzt auf elektronische Einreisegenehmigungen. Zahlreiche Staaten nutzen inzwischen dieses Verfahren, das ursprünglich in den USA eingeführt wurde, um Sicherheitsprüfungen schon vor der Einreise durchzuführen und illegale Aufenthalte besser zu verhindern. Deutsche Urlauber benötigen eine elektronische Reisegenehmigung (ETA oder vergleichbare Systeme) unter anderem für Australien, Kanada, Neuseeland, Israel, Kenia, Sri Lanka sowie für die USA.
Seit 2025 verlangt auch Großbritannien schrittweise eine elektronische Anmeldung. Wer ohne gültige Genehmigung reist, riskiert Probleme beim Check-in oder die Einreiseverweigerung.
Dubai-Schokolade war gestern - jetzt träumt bei Tiktok, Instagram und Facebook jeder nur noch vom Japanese Cheesecake (deutsch: Japanischer Käsekuchen). Das Geniale am viralen Trend-Kuchen: Er klappt auch daheim mit nur zwei günstigen Zutaten, und das Rezept ist genial einfach.