Hohe Preise im Wintersport sorgen aktuell für Diskussionen in beliebten Skigebieten der Dolomiten. Auch in anderen Regionen reagieren Gäste zunehmend auf die Entwicklung.
Steigende Preise im Wintersport sorgen immer wieder für hitzige Debatten – besonders dann, wenn sie den Alltag auf der Piste betreffen. Skipässe, Ausrüstung und Unterkünfte gelten schon lange als kostspielig, doch zunehmend geraten auch Hüttenpreise in den Fokus.
Eine vermeintlich kleine Rechnung kann dabei große Diskussionen auslösen. Genau das ist nun in einem der bekanntesten Skigebiete der Dolomiten passiert.
Arabba und Alta Badia: Ärger über Hüttenpreise in Italien
In den italienischen Skiregionen Arabba und Alta Badia, die für perfekt präparierte Pisten und spektakuläre Bergkulissen bekannt sind, entzündet sich derzeit eine Preisdiskussion. Die Gebiete gelten als äußerst beliebt – und als entsprechend teuer. Nicht nur der Skipass verlangt Wintersportlern einiges ab, auch die Einkehr zur Mittagszeit geht spürbar ins Geld. Ein Skifahrer hat seinem Ärger darüber in einer Facebook-Gruppe Luft gemacht und damit eine breite Debatte angestoßen.
In der Gruppe "Quelli che si svegliano presto per andare a sciare" ("Diejenigen, die früh aufstehen, um Skifahren zu gehen") schildert Nutzer Matteo P. seinen Skitag in Arabba und Alta Badia und zeigte sich vor allem über die Preise auf einer Hütte empört. Für ein einfaches Sandwich mit Wurst und Käse sowie eine Dose Cola habe er auf der Hütte Rifugio Bec de Roces insgesamt 17,50 Euro bezahlt.
Besonders ärgerlich sei für ihn gewesen, dass dieselbe Bestellung in der vorherigen Saison deutlich günstiger gewesen sei, seiner Einschätzung nach rund 50 Prozent weniger. Für viele Leser war das der Auslöser, eigene Erfahrungen und Meinungen zu teilen.
Zustimmung und Kritik unter Wintersportlern
Unter dem Beitrag sammelten sich zahlreiche zustimmende Kommentare. Mehrere Nutzer warfen den Hüttenwirten vor, die Preise überzogen zu erhöhen. Ein Kommentator argumentierte, dass selbst unter Berücksichtigung gestiegener Rohstoff- und Transportkosten nur ein minimaler Aufpreis gerechtfertigt sei. Eine Preiserhöhung um mehrere Euro lasse sich seiner Ansicht nach nur damit erklären, dass man gezielt ein wohlhabenderes Publikum ansprechen wolle: weniger Gäste, höhere Umsätze pro Person und gleichzeitig geringere Betriebskosten.
Andere Stimmen schlugen jedoch einen deutlich nüchterneren Ton an. Mehrere Nutzer erinnerten daran, dass Skifahren nie ein günstiges Freizeitvergnügen gewesen sei. Skipass, Ausrüstung, Anreise, Parken und Hüttenbesuche summierten sich seit jeher zu hohen Gesamtkosten. Da es sich beim Skifahren weder um ein Grundbedürfnis noch um eine Notwendigkeit handle, müsse man sich diesen Sport leisten können – oder bewusst darauf verzichten. Einige Kommentierende gingen sogar noch weiter und verwiesen auf die vollen Pisten: Solange die Nachfrage so hoch sei, hätten die Wirte keinen Grund, ihre Preise zu senken. Inzwischen ist die Kommentarfunktion unter den Post deaktiviert.