• Von acht Millionen Tier- und Pflanzenarten weltweit ist eine Million vom Aussterben bedroht
  • Größtes Artensterben seit dem Aussterben der Dinosaurier
  • vom Mensch verursacht
  • Zoo ist nicht gleich Zoo

Täglich sterben 150 Tierarten unwiederbringlich aus. Mit 40 Prozent Artverlust trifft es die Amphibien weltweit besonders hart. Knorpelfische wie Haie und Rochen liegen bei 30 Prozent Sterberate in ihrer Artenvielfalt. Fast ein Drittel aller Lemurenarten ist nur noch den letzten Schritt vom Aussterben entfernt.

Tiere, die ohne Zoo ausgestorben wären

Viele Reptilien, darunter Schildkröten, Echsen und Schlangen sind schon in zahlreichen Unterarten von unserem Planeten verschwunden. Auch die Vogelwelt schrumpft beinahe täglich in ihrer Vielfalt in sich zusammen. Auch in Deutschland betrifft das Artensterben viele Tierarten, beispielsweise unsere Schweinswale oder Fledermäuse. Von den hohen Verlusten unserer Insektenarten hört man schon beinahe täglich.

Unser Planet verzeichnet gerade die größte Aussterbewelle seit dem Aussterben der Dinosaurier - Schuld daran sind wir Menschen. Ein wechselnder Trend der Abwärtsspirale ist nicht abzusehen, im Gegenteil: Die Tier- und Pflanzenarten verschwinden immer schneller von unserer Erde. Es ist höchste Zeit, die Reißleine zu ziehen! Und die wissenschaftlich geführten Zoos zeigen uns, wie es geht.

Zoo ist nicht gleich Zoo

Die exakte, deutsche Definition für den Zoo ist eine "dauerhafte Einrichtung, in der lebende Tiere wild lebender Arten zwecks Zurschaustellung während eines Zeitraumes von mindestens sieben Tagen im Jahr gehalten werden". Dabei werden von der Allgemeinheit auch größere Wildgehege, kleine Privathaltungen und Volierensammlungen als Zoos wahrgenommen. Neben diesen zoologischen Sammlungen gibt es die wissenschaftlich geführten Zoos.

Der internationale Dachverband der wissenschaftlich geführten Zoos ist die WAZA (World Association of Zoos and Aquariums). Zur WAZA gehören 213 Zoos und Aquarien, sowie 22 Zoo- und Aquarienverbände in 46 Ländern. Zusätzlich gibt es für die europäischen Zoos den Dachverband der EAZA (European Association of Zoos and Aquariums), dem 300 europäische Zoos und Aquarien angehören. Die Hauptaufgaben eines wissenschaftlich geführten Zoos sind: Bildung, Artenschutz, Naturschutz, Erholung für den Besucher und die Wiederauswilderung von Nachzuchten.

Ohne die wertvollen Arterhaltungsprojekte würde es bereits keine Wisente, Przewalskipferde, Mhorrgazellen, Kalifornische Kondore oder beispielsweise Davidshirsche mehr in freier Wildbahn geben. Wissenschaftlich geführte Zoos betreiben sowohl "ex situ" Artenschutz, sowie "in situ" Artenschutz. Bei "ex situ" werden internationale Zuchten durchgeführt, die anhand der zoologischen Zuchtbücher koordiniert und organisiert werden. Beim "in situ" Artenschutz handelt es sich um Schutzbemühungen im natürlichen Lebensraum in den Ursprungsländern der Tiere.

Wirklich artgerecht? Kritik an Zoos

Die wunderbaren Naturparadiese, die sich Zookritiker und Tierrechtler gerne ausmalen, gibt es leider schon lange nicht mehr. Menschenleere Orte, an denen die Tiere fröhlich durch die unberührte, freie Natur hüpfen, sind leider Bilder aus längst vergangen Zeiten. Es hat, als ein Beispiel von hundert weiteren, einen Grund, warum in den afrikanischen Nationalparks jedem Nashorn ein Leibwächter in Form eines Rangers an der Seite steht. Ohne ständige Leibwache stünde es genauso schlecht um unsere Menschenaffen. Dasselbe gilt für Tiger, Elefanten, Schneeleoparden und viele weitere Tierarten, die ohne Schutz rund um die Uhr gewildert werden.

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Im Gegensatz zu diversen Behauptungen geben sich wissenschaftlich geführte Zoos die größte Mühe, die Tiere nach bestem Wissen und Gewissen so artgerecht wie möglich zu halten. Schließlich setzt die bestmögliche Haltung ja auch die Zuchterfolge voraus. Dass ein wissenschaftlich geführter Zoo durch Eintrittsgelder Einnahmen generieren muss, um sich selbst zu erhalten, dürfte eigentlich kein Thema sein. Das macht jeder andere Betrieb genauso und das hat nichts mit der Profitgier zum Leidwesen des Tieres zu tun. Ein Beispiel: Der Kölner Zoo hat Kosten von 54.000,- Euro pro Tag. Diese Gelder müssen erstmal generiert werden, um den Betrieb am Laufen zu halten.

Gäbe es keine wissenschaftlich geführten zoologischen Einrichtungen und Aquarien, wären schon viele weitere, wertvolle Tierarten von unserer Erde verschwunden. Die Zoos und Aquarien unter dem Dachverband der WAZA und EAZA sind darauf ausgelegt, die Tiere die nächsten 200 Jahre vor dem Aussterben zu bewahren. Mit der Hoffnung, dass man sie dann eines Tages wieder auswildern und in die Natur zurückführen kann, steigt die Motivation, täglich das Beste für die Tiere zu geben.

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