• Viele Singvogelarten sind in Deutschland gefährdet
  • deshalb solltest du Singvögeln in deinem eigenen Garten Lebensraum bieten
  • Tipps: So kannst du helfen, Artenvielfalt zu bewahren

Unsere Gärten bieten potenziell vielen einheimischen Vogelarten wertvollen, alternativen Lebensraum - Lebensraum, der in der Natur immer mehr schrumpft und damit geht auch ein Rückgang der Bestände der Singvögel einher. Von knapp 250 Brutvogelarten in Deutschland sind knapp die Hälfte gefährdet. Um den Trend zu stoppen, sollten wir Menschen den Vögeln in Zukunft mehr Platz bei uns einräumen. Wir stellen dir 10 Singvögel vor, die du unbedingt kennen und unterstützen solltest. Buch-Tipp: "Vögel zu Gast im Garten: Beobachten, bestimmen, schützen" bei Amazon ansehen*.

Singvogel #1: Der Stieglitz

Der Stieglitz oder Distelfink ist während des ganzen Jahres bei uns in Deutschland zu beobachten. Nicht nur sein Federkleid ist besonders schön, auch sein charakteristischer Gesang. Im Garten mag er gern die wilden Ecken, mit dichten Büschen und Sträuchern.

Der Stieglitz ernährt sich vorzugsweise von Samen - insgesamt stehen um die 150 aussamenden Futterpflanzen auf seiner Speisekarte. Disteln bearbeitet er dabei in den wildesten Verrenkungen, um den Stacheln zu entgehen.

Die Vogelart ist bislang nicht gefährdet, aber in Europa wird der hübsche Vogel immer wieder in großen Stückzahlen illegal wegen seines Aussehens und Gesanges gefangen und gehalten. Laut Bundesnaturschutzgesetz ist der Stieglitz eine in Deutschland besonders geschützte Art. 

Singvogel #2: Die Schwanzmeise

Die Schwanzmeise ist ein kleiner Sperlingsvogel, der nicht näher mit den echten Meisen verwandt ist. Den langen Schwanz benötigt die Schwanzmeise zum Ausbalancieren, wenn sie auf sehr dünnen Ästen auf Nahrungssuche unterwegs ist.

Die Schwanzmeise ernährt sich hauptsächlich von sehr kleinen Insekten, wie beispielsweise Blattläusen, Schildläusen oder kleinen Raupen. Die Schwanzmeise ist ganzjährig in Deutschland beobachtbar.

Auch sie mag die wilden Ecken mit Unterwuchs im Garten, wo sie ihr Nest baut. Gerne hält sie sich auch in der Nähe zum Wasser auf. Die Schwanzmeise ist in ihrem Bestand aktuell nicht gefährdet.

Singvogel #3: Der Bluthänfling

Der Bluthänfling gehört zu den Finken und ist ein Kulturfolger, der sich in offenen Park-, Busch- und Heckenlandschaften wohlfühlt. Auch in Weinbergen oder in Siedlungen ist er zu finden.

Während der Balz zeigt das Vogelmännchen zu seinen Gesängen seine blutrote Brust. Der Bluthänfling ernährt sich hauptsächlich von verschiedenen Samen. Aus diesem Grund sind blühende Wiesen für den Vogel wichtig, die nicht vorzeitig gemäht werden, bevor sie ihre Samenkapseln ausbilden.

Der Bluthänfling zählt in Deutschland zu den gefährdeten Arten. In Bayern ist er sogar als stark gefährdet eingestuft. Der Bluthänfling ist sowohl Teilzieher als auch Standvogel. Tipp: Wenn du möchtest, dass sich mehr Vögel bei dir im Garten ansiedeln, häng doch einmal ein Vogelhäuschen auf - tolle Angebote für Vogelhäuschen aller Art gibt es bei Amazon*.

Singvogel #4: Die Singdrossel

Die Singdrossel ist ein Sommergast und überwintert im Mittelmeerraum. Oft lebt sie in Verbindung mit Nadelgehölzen mit entsprechendem Unterbewuchs.

Die Singdrossel ist ein Kulturfolger, der sich in Parks und Gärten ansiedelt. Dort stellt sie Insekten nach, sowie Regenwürmern und Schnecken. Ansonsten verschmäht sie auch Beeren nicht.

Optisch ist die Singdrossel leicht mit anderen Drosseln zu verwechseln, ihr Gesang ist jedoch sehr melodisch und charakteristisch. Die Singdrossel schrumpft in ihrem Gesamtbestand zusammen, weil sie in den Mittelmeerländern stark bejagt wird.

Singvogel #5: Die Bachstelze

Die Bachstelze ist überall in Gewässernähe zu finden und mit ihrem speziellen, wippenden Gang unterscheidet sie sich leicht von anderen Vögeln. Die Bachstelze mag dichtes Gebüsch, in dem sie Versteck- und Nistmöglichkeiten findet.

Die Bachstelze ist ebenfalls ein Kulturfolger, der sich auch in Gärten ansiedelt. Sie ernährt sich von Insekten. Gerne findet man sie auch auf beweideten Flächen, wo sie den Fliegen auf den Hinterlassenschaften der Weidetiere hinterherjagt.

Die Bachstelze ist zum Großteil ein Zugvogel, der im Süden überwintert. Manche Einzelvögel überwintern aber auch bei uns. Der Flug der Bachstelze ist wellenförmig in Auf- und Abbewegungen. Bachstelzen gelten in Deutschland aktuell als nicht gefährdet.

Singvogel #6: Der Birkenzeisig

Der Birkenzeisig gehört zu der Art der Finken. Dieser lebt in Mischwäldern, Nadelwäldern, Parks und Gärten. In den Baumkronen sucht er nach Samen, Nüssen, Beeren und kleinen Insekten.

Der Birkenzeisig ist ein Teilzieher und in den Wintermonaten vermehrt bei uns in Deutschland zu beobachten. Gerne fliegt er in kleinen Schwärmen herum, wobei er sich auch mit anderen Finkenarten zusammenschließt.

Obwohl der Bestand dieser Vogelart in den vergangenen Jahren stark abgenommen hat, gilt der Birkenzeisig bislang in Deutschland als nicht gefährdet.

Singvogel #7: Das Rotkehlchen

Das Rotkehlchen gehört zur Familie der Fliegenschnäpper und ist ein äußerst beliebter Singvogel in Deutschland. Es ernährt sich von Insekten, Spinnen, Würmern, Schnecken, Samen und Beeren. Das Rotkehlchen ist ein Standvogel, der fast das ganze Jahr über singt.

Das Rotkehlchen ist häufig anzutreffen, beispielsweise in Gärten, Friedhöfen und Parks. Auch die arttypische, geringe Fluchtdistanz zum Menschen bringt ihm viele Sympathien entgegen.

Darüber hinaus bildet das Rotkehlchen Reviere. Im Garten freut es sich über eine Gelegenheit zum Baden und über trockene, offene Flächen zum Staubbaden.

Singvogel #8: Der Dompfaff oder Gimpel

Der Dompfaff, oder auch Gimpel, gehört zu den Finken. Der Dompfaff lebt gerne in Nadel- oder Mischwäldern, wo er sich von verschiedenen Samen von Bäumen, Büschen, Gräsern und Wildblumen ernährt.

Auch siedelt er sich gerne in Gärten und Parkanlagen mit Nadelbaumbeständen und vielen Sträuchern an. Außerdem kann man ihn im Frühjahr auf Obstwiesen finden. Er ist sowohl ein Standvogel, wie auch ein Teilzieher.

Es wird vermutet, dass Dompfaff-Paare ein Leben lang zusammen bleiben. Bei uns gilt die Art derzeit als ungefährdet. Jedoch wird er immer wieder illegal als Käfigvogel vermarktet.

Singvogel #9: Der Grünfink

Der Grünfink gehört zu den Finken und ist überwiegend ein Standvogel. Der Grünfink ist ein absoluter Kulturfolger, der die verschiedensten, von Menschen gemachten Lebensräume, besiedelt.

Selbst in Großstadtparks und -gärten ist er zu finden. In Gärten bevorzugt er Hecken und Gebüsch als Lebensraum. Der Gesang des Grünfinks ist sehr charakteristisch und ähnelt dem eines Kanarienvogels.

Als Nahrung nimmt der Grünfink Samen, Knospen, Früchte und ausgesprochen gern Hagebutten zu sich. In Südeuropa wird der Vogel nicht selten illegal gefangen, verkauft und wegen seines Gesanges in Käfigen gehalten. Bei uns gilt die Art derzeit als nicht gefährdet.

Singvogel #10: Der Buchfink

In Deutschland bevorzugt der weit verbreitete Buchfink Wälder, Dickichte, Hecken, Gärten und große Obstanbauflächen als Lebensraum.

Dort sucht er nach verschiedenen Samen, Beeren und Insekten. Bucheckern mögen Buchfinken besonders gern, daher der Name. Er ist sowohl ein Teilzieher, wie auch Standvogel. Oft ist er Gast am Futterhaus im Garten.

Buchfinken halten sich verhältnismäßig häufig am Boden auf. Die Art gilt derzeit in Deutschland als nicht gefährdet. Buchfinken sind oft in kleinen Schwärmen unterwegs und die Melodie ihres Gesanges ist unverkennbar.

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