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WhatsApp-Werbung: Facebook zerschlägt Pläne

Der Messenger-Dienst "WhatsApp" wird von über einer Milliarde Menschen täglich genutzt. Bekommen diese Nutzer bald Werbung ausgespielt? "Facebook" hat die Pläne auf Eis gelegt - allerdings nur vorerst.
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Für den Messenger-Service "WhatsApp" wurde zuletzt Werbung angekündigt: Doch daraus wird vorerst nichts. Symbolfoto: Christian Gebert/dpa
Für den Messenger-Service "WhatsApp" wurde zuletzt Werbung angekündigt: Doch daraus wird vorerst nichts. Symbolfoto: Christian Gebert/dpa

Bereits im Mai 2019 Facebook angekündigt, dass ab dem 1. Januar 2020 Werbeanzeigen im Messenger-Dienst "WhatsApp" ausgespielt werden sollten. Doch bisher ist keine Spur davon zu sehen. Jetzt steht der Grund fest: "WhatsApp"-Mutterkonzern "Facebook" hat die dafür verantwortliche Abteilung aufgelöst und die Werbung-Pläne für "WhatsApp" vorerst auf Eis gelegt. Das berichtet das Wall Street Journal. Zudem sollen bereits geschriebene App-Codes, die bereit zur Präsentation waren, aus dem Verkehr gezogen worden sein.

WhatsApp: Aus für Werbepläne - doch die Werbung kommt

Die Pläne, die im Frühjahr auf der Konferenz "FMS" bekannt wurden, sahen vor, dass der "Status-Fenster"-Bereich von der Werbung betroffen sein sollte. Dabei geht es um displayfüllende Anzeigen. Den Recherchen des WSJ zufolge, werden diese Pläne auch umgesetzt - allerdings nicht im Frühjahr 2020. Was nun bekannt wurde, schafft lediglich Spekulationen aus der Welt, welche davon gesprochen haben, dass bald Werbeanzeigen im kompletten Messenger-Service ausgespielt werden sollen. Davon hat "Facebook" definitiv Abstand genommen.

Wie die Werbeanzeigen aussehen werden, ist immer noch ungewiss.

WhatsApp will Geld verdienen

Für "Facebook" ist weiterhin von Priorität, dass mit dem Messenger-Service "WhatsApp" Geld verdient werden soll. Deshalb rückt "WhatsApp Business" weiter in den Fokus. Dabei handelt es sich um eine Schnittstelle zwischen Kunden und Firmen. Diese ist für Unternehmen kostenpflichtig.

"Facebook" will in diesem Bereich bald zusätzliche Funktionen schaffen, um weitere Anreize für Unternehmen zu setzen, "WhatsApp Business" zu verwenden. Diese "Facebook"-Sparte erlitt im Dezember 2019 einen erheblichen Rückschlag: Zahlreichen Medien wurde verboten massenhafte Nachrichten - sprich: Newsletter - via "WhatsApp" zu verschicken. Das bewog viele Online-Portale und Zeitungen sich aus dem Messenger zurückzuziehen: So auch inFranken.de.

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