WhatsApp: Warum ein neuer Warnhinweis bei Nachrichten bei dir auftaucht
Autor: Alexander Milesevic
Deutschland, Freitag, 13. März 2026
Auf der Suche nach Opfern treiben sich Betrüger auch in den sozialen Netzwerken herum. Der Meta-Konzern will den Tätern dort das Leben schwerer machen.
Meta hat am 11. März 2026 neue Sicherheitsfunktionen für WhatsApp, Facebook und den Facebook-Messenger vorgestellt. Die Maßnahmen sollen Nutzer besser vor Betrug schützen und Angriffe auf Konten erschweren. Die Funktionen sind nach Angaben des Mutterkonzerns Meta bereits freigeschaltet.
Demnach gibt es bei WhatsApp eine neue Sicherheitswarnung bei auffälligen Geräteverknüpfungen. Die App blendet Hinweise ein, wenn das Verhalten einer Verbindungsanfrage ungewöhnlich wirkt und auf ein Risiko hindeuten könnte. Nutzer sehen dann, von welchem Ort die Anfrage stammt und dass es sich möglicherweise um einen Betrugsversuch handelt.
WhatsApp-Warnung erhalten? Das hat es mit der Nachricht auf sich
Hintergrund ist, dass Betrüger versuchen, Nutzer dazu zu bringen, ihr WhatsApp-Konto mit einem fremden Gerät zu verknüpfen. Gelingt das, erhalten sie Zugriff auf Chats und Kontakte und können das Konto missbrauchen. Die neue Warnfunktion in WhatsApp soll solche Versuche sichtbarer machen und Nutzer dazu bringen, die Verknüpfung abzubrechen.
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Für die neuen Schutzmechanismen setzt Meta auf künstliche Intelligenz (KI). Die Systeme werten Verhaltensmuster aus und sollen verdächtige Aktivitäten erkennen, bevor Nutzer mit betrügerischen Inhalten in Berührung kommen. Die Technik zielt darauf ab, Identitätsfälschungen, auffällige Freundschaftsanfragen und betrügerische Nachrichten zu identifizieren. Im vergangenen Jahr löschte WhatsApp bereits rund sieben Millionen Konten, die im Zusammenhang mit kriminellen Betrugszentren gestanden haben sollen, und führte eine neue Funktion gegen Betrugsmaschen in WhatsApp-Gruppen ein.
Parallel zu den Ankündigungen von Meta warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor einer Betrugsmasche namens "GhostPairing". Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) meldet zudem vermehrt Anlagebetrug über WhatsApp-Gruppen. Dabei werben Kriminelle in unseriösen Chats Kriminelle für Finanzdienstleistungen und angebliche Aktientipps. Versprechen schneller Gewinne in Chatgruppen gelten als deutliches Warnsignal.
Zusätzliche Schutzfunktionen auch bei Facebook und im Messenger
Auch Facebook bekommt neue Schutzmechanismen. Meta testet Warnhinweise bei verdächtigen Freundschaftsanfragen. Nutzer werden informiert, wenn ein Konto auffällige Signale zeigt – etwa keine gemeinsamen Freunde oder ungewöhnliche Aktivitäten.
Beim Messenger erweitert Meta eine bereits vorhandene Betrugserkennung. Verdächtige Nachrichten werden mithilfe von KI analysiert, um mögliche Scam-Inhalte zu erkennen. Bei verdächtigen Nachrichten bekommen Nutzer ebenfalls einen Warnhinweis.