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Körpersprache: So kann im Job und in der Liebe nichts mehr schief gehen

Sowohl im Job als auch beim Flirten sagt Körpersprache viel aus. Worauf du achten solltest, erklärt die renommierte Kommunikationstrainerin Monika Matschnig im Interview.
Die österreichische Psychologin Monika Matschnig lebt bei München und ist eine der erfolgreichsten Expertin für Körpersprache.
Die österreichische Psychologin Monika Matschnig lebt bei München und ist eine der erfolgreichsten Expertin für Körpersprache. Foto: Monika Matschnig
  • Wie bereite ich mich auf ein Vorstellungsgespräch vor?
  • Wie erkenne ich sofort, ob der Chef Interesse an mir hat?
  • Was sollte ich bei Vorträgen beachten, damit mir das Publikum folgt?
  • Wie merke ich, ob mein Date Interesse an mir hat?

Der Lebenslauf, die Zeugnisse, die Referenzen – alles perfekt. Der Tag des Vorstellungsgesprächs ist da, das Herz pocht. Um endgültig im Unternehmen Fuß fassen zu können, sollte man nochmal alles geben. Doch die smarteste Kleidung und Sicherheit im Fachgebiet nützen nicht viel, wenn man dem Personalchef nicht sympathisch ist. Die Grundlagen der Körpersprache helfen dir ein ganzes Stück weiter, auch mit deinem Auftreten Eindruck zu hinterlassen. Auch beim Flirten spielen Mimik und Gestik eine große Rolle.

Was sollte ich beim Vorstellungsgespräch beachten?

„Der erste Eindruck findet in 150 Millisekunden statt“, weiß die Psychologin und Körpersprache-Expertin Monika Matschnig, „das ist die Zeitspanne eines Lidschlags.“ Sympathisch rüberzukommen könne man lernen, erklärt ehemalige österreichische Volleyball-Nationalspielerin. Das selbstbewusste Auftreten beginnt schon vor dem Gespräch. „Bevor man das Unternehmen betritt, stellt man sich breitbeinig hin, stemmt die Hände in die Hüften und bleibt zwei Minuten lang so stehen“, erklärt Matschnig. So steige das für die Dominanz verantwortliche Testosteron. Gleichzeitig sinke der Kortisonlevel. Das sorge im Körper für Stressabbau.

Wenn es so weit ist, solltest du erhobenen Hauptes durch die Tür gehen und auch beim ersten Kontakt selbstbewusst bleiben, wie die Expertin erklärt: „Das Aufeinandertreffen mit dem Personalchef sollte mit einem angemessen kräftigen Händedruck beginnen.“ In Coronazeiten hat jeder Verständnis, wenn du auf einen Händedruck verzichtest. Von Anfang an ist es wichtig, in die Augen zu sehen. „Das ebenfalls vorteilhafte Lächeln zaubert man mit strahlenden Augen ins eigene Gesicht“, sagt Matschnig, „denn wenn die Augen strahlen, gehen die Mundwinkel automatisch nach oben.“ Sie verrät: „Ich sage immer zu den Leuten: ,Setz dir symbolisch eine Krone auf und gehe als König oder Königin aufrecht durch die Tür!‘

Was der vielleicht zukünftige Chef von dir hält, kannst du direkt kontrollieren. „Die Wirkung auf den Gesprächspartner sieht man unmittelbar“, so Matschnig. „Wenn dieser aufrecht sitzt, frontal zugewandt ist, leicht lächelt und ab und an mal die Augenbrauen hochzieht, hat er Interesse am Bewerber. Wenn der Entscheider hingegen eingefallen im Stuhl sitzt und seine Blicke abschweifen, wartet er eher gelangweilt auf das Ende des Gesprächs."

So verhinderst du bei Vorträgen und Referaten Langeweile

Auch bei Referaten und Vorträgen spielt die Körpersprache eine wichtige Rolle, damit die Zuhörer folgen können. Während man beim Schreiben, etwa eines Aufsatzes, den Inhalt durch ausschmückende Wörter und Illustrationen veranschaulichen kann, ist ein Redner auf seine bloße Rhetorik angewiesen. Aber auch diese kann man illustrieren, und zwar mit den Händen.

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„Dazu müssen die Hände aber frei sein“, so Matschnig. Sie rät davon ab, die Arme zu verschränken oder gar in die Hosentaschen zu stecken. Während des Vortrags solle man das Gesprochene zeigen, rät die Psychologin. "Wenn man beispielsweise von der Erde spricht, kann man eine Kugel in die Luft malen."

Auch das Darstellen einer Steigerung durch eine Aufwärtsbewegung der Hände nennt Matschnig als Beispiel. „Wichtig ist“, sagt sie, „auf alle Fälle breitbeinig vor dem Publikum zu stehen.“ So zeige man Präsenz. Die Kommunikationsexpertin rät dazu, eine Rede nicht abzulesen, sonst wirken die Gestiken aufgesetzt. „In kleinen Pausen sollte man diese einen Augenblick stehen lassen“, so Matschnig.

Wie erkenne ich, ob beim Flirten mein Gegenüber Interesse hat?

Vom ersten Kennenlernen bis zur Liebe ist es meist ein weiter Weg. Doch wie erkenne ich, ob jemand Interesse an mir hat? Matschnig erklärt: „Wenn jemand den Blick nicht von einem lassen kann, signalisiert das Interesse – genauso das Zuwenden des Oberkörpers oder das Spielen an den Haaren.“

Das gilt für Männer und Frauen. Nach dem ersten Kontakt werden die Rollen klarer verteilt. „Männer strahlen Kraft aus, bauen sich auf“, erklärt die Expertin, „Frauen hingegen neigen den Kopf oder stehen feminin über Kreuz auf einem Bein.“

Wenn der andere zum Beispiel die Blume auf dem Tisch zur Seite schiebt, also eine Barriere abbaut, sei das ebenfalls ein gutes Zeichen. Wenn das gleichzeitig geschieht, umso besser. „Denn eine mehr oder weniger zufällige Berührung sagt: 'Ja, sie oder er will mich!'", gibt Monika Matschnig allen suchenden Singles Hoffnung.

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