Verhinderungspflege vor dem Aus: Was 2027 aus den 3.539 Euro werden soll
Autor: Daniela Laitinen
Deutschland, Dienstag, 27. Oktober 2026
Auf Pflegebedürftige und ihre Angehörigen kommen möglicherweise erhebliche Veränderungen zu. Die Bundesregierung will die Verhinderungspflege neu organisieren und das bisherige Jahresbudget von 3.539 Euro abschaffen. Welche Leistungen künftig an seine Stelle treten sollen.
Wer einen Angehörigen zu Hause pflegt, braucht gelegentlich eine Auszeit. Sei es wegen eines Urlaubs, einer Erkrankung oder eines wichtigen Termins. In solchen Fällen springt die sogenannte Verhinderungspflege ein. Die Pflegekasse übernimmt dabei unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten für eine Ersatzpflege. Doch genau dieses System soll sich ab 2027 grundlegend verändern.
Wie die Bundesregierung mitteilt, hat das Bundeskabinett am 30. September 2026 einen entsprechenden Gesetzentwurf zur Neuordnung der Pflegeleistungen beschlossen. Ziel ist es, die häusliche Pflege flexibler zu gestalten und die vorhandenen Mittel gezielter einzusetzen. Noch ist die Reform allerdings nicht endgültig verabschiedet. Die Reform ist aber noch nicht endgültig verabschiedet.
Lesen Sie auch: Krankenversicherung und Rentenversicherung: Ab diesem Gehalt werden Beiträge teurer
Verhinderungspflege 2027: Das bisherige Budget soll wegfallen
Erst im Juli 2025 wurden die Leistungen der Verhinderungs- und Kurzzeitpflege in einem gemeinsamen Jahresbudget zusammengeführt. Seitdem stehen Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 2 dafür bis zu 3.539 Euro jährlich zur Verfügung.
Dieses Geld kann beispielsweise eingesetzt werden, wenn ein ambulanter Pflegedienst, Freunde oder Angehörige vorübergehend die Betreuung übernehmen. Wie viel die Pflegekasse tatsächlich erstattet, hängt unter anderem davon ab, wer die Ersatzpflege leistet.
Mit dem geplanten Pflegeneuordnungsgesetz soll das bisherige System erneut umgebaut werden. Nach Informationen des Bundesgesundheitsministeriums sollen Pflegeleistungen künftig in unterschiedliche Budgets gegliedert werden.
Vorgesehen sind unter anderem: