Es ist fix: Krankenversicherung und Rentenversicherung werden 2027 teurer, wenn man zu den sogenannten Gutverdiener gezählt wird. Ab welchem Gehalt die neue Regel gilt und wie viel es kostet.
Es geht um die jährliche Neuberechnung der Beitragsbemessungsgrenzen. Wie die Bundesregierung am Mittwoch, 7. Oktober online mitteilte, soll sich die Beitragsbemessungsgrenze 2027 auf jährlich 76.500 Euro beziehungsweise 6.375 Euro im Monat erhöhen. 2026 waren es noch 69.750 Euro im Jahr beziehungsweise 5.812,50 Euro im Monat.
Zudem heißt es: "Die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung soll sich 2027 auf jährlich 84.150 Euro beziehungsweise monatlich 7.012,50 Euro belaufen. 2026 waren es noch 77.400 Euro beziehungsweise 6.450 Euro im Monat."
Auch in der allgemeinen Rentenversicherung sollen die Beitragsbemessungsgrenzen steigen - auf 106.200 Euro im Jahr beziehungsweise 8.850 Euro im Monat. 2026 belief sich die Grenze auf jährlich 101.400 Euro beziehungsweise 8.450 Euro im Monat.
Wer künftig bis zu 1200 Euro im Jahr mehr zahlen muss
Bei einem durchschnittlichen Krankenversicherungszusatzbeitrag von 2,9 Prozent und 1,8 Prozent in der Pflegeversicherung ergeben sich voraussichtlich folgende Änderungen.
- Weniger als 5000 Euro brutto im Monat: Das Einkommen liegt unter den genannten Beitragsbemessungsgrenzen. Allein durch deren Anhebung entsteht voraussichtlich keine zusätzliche Belastung.
- 6500 Euro brutto im Monat: Dieses Einkommen liegt über der bisherigen, aber unter der geplanten neuen Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung. Betroffene zahlen künftig auf einen größeren Teil ihres Einkommens Krankenversicherungsbeiträge (+ 49,22 Euro) und Pflegeversicherungsbeiträge (+ 10,13 Euro). Aufs Jahr macht das 712,08 Euro.
- Bei 8850 Euro und mehr Monatsbrutto kommen zusätzlich die höheren Grenzen für die Rentenversicherung hinzu: Krankenversicherung (+ 49,22 Euro), Pflegeversicherung (10,13 Euro), Rentenversicherung (+37,20) und Arbeitslosenversicherung (+5,20 Euro) kosten so zusammen rund 102 Euro mehr im Monat, also über 1220 Euro im Jahr.
Hinzu kommt in der Pflegeversicherung je nach persönlicher Situation unter Umständen der höhere Zuschlag für Kinderlose. Wie viel dieser ausmacht, hatte die Mediengruppe Bayern kürzlich berichtet.
Ab 2028 können dann auch viele Ehepartner nicht mehr kostenfrei familienversichert werden. Was dann gilt und wie viel es kostet, haben wir hier zusammengefasst.