Reicht die deutsche Rente noch? Diese Länder machen den Ruhestand günstiger
Autor: Emma Firlus
Deutschland, Dienstag, 23. Juni 2026
Die deutsche Rente reicht im Inland oft nur noch knapp – viele Ruheständler schauen deshalb ins Ausland, wo die Lebenshaltungskosten deutlich niedriger sind.
Die gesetzliche Rente reicht vielen Menschen in Deutschland kaum noch für den gewohnten Lebensstandard. Immer mehr Rentnerinnen und Rentner denken deshalb über einen Neustart im Ausland nach. Tatsächlich ist das möglich: Die Deutsche Rentenversicherung zahlt Millionen Renten auch ins Ausland – oft sogar ohne Kürzung. Doch in welchen Ländern lebt es sich im Ruhestand besonders günstig?
Deutsche Rente im Ausland: Grundsätzlich ist das überall möglich
Viele wissen nicht: Die deutsche Rente endet nicht an der Landesgrenze. Wer auswandert, bekommt seine Zahlungen in der Regel weiter – egal ob innerhalb Europas oder am anderen Ende der Welt.
Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung werden derzeit rund 1,7 Millionen Renten ins Ausland überwiesen. Dahinter stehen nicht nur deutsche Auswanderer, sondern auch Menschen, die früher in Deutschland gearbeitet haben und nun wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sind.
Entscheidend ist: Der Anspruch bleibt bestehen. Die Rente wird weiterhin ausgezahlt, meist einfach auf ein Konto im neuen Wohnsitzland. Am Dienstag (23. Juni 2026) nimmt die Bundesregierung die Vorschläge der von ihr gegründeten Rentenkommission an. Die Rente soll in Deutschland grundlegend reformiert werden, um sie auch künftig sicherstellen zu können – doch es hagelt Kritik.
Der Antrag: So unterschiedlich ist der Weg zur Rente
Wer in ein EU-Land oder in einen Staat mit Sozialversicherungsabkommen zieht, hat es laut DIA vergleichsweise einfach. Dort reicht es oft, den Rentenantrag im Wohnsitzland zu stellen. Die Behörden leiten alles automatisch nach Deutschland weiter.
Komplizierter wird es außerhalb solcher Abkommen. Dann müssen Rentnerinnen und Rentner den Antrag direkt bei der Deutschen Rentenversicherung stellen – online, per Post oder über eine deutsche Botschaft.
Wichtig ist in jedem Fall eine gute Vorbereitung. Denn auch kleine Fehler beim Antrag können später zu Verzögerungen bei der Auszahlung führen.