Teurer Plan der Politik: Vermieter würden damit die Krankenkassen finanzieren
Autor: Dominik Jahn
Deutschland, Mittwoch, 04. März 2026
Verschiedene Ideen wie Sparpakete oder eine zusätzliche Abgabe auf Kapitalerträge werden kontrovers diskutiert.
Erst im März wird es wohl erste Lösungen beziehungsweise konkrete Ansätze geben, wie die Krise der Krankenkassen bewältigt werden soll. Doch Pläne und Ideen gibt es bereits jetzt zahlreiche.
Zwischen Politik und der Wirtschaft wird viel diskutiert. Jetzt hat sich erneut Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zu Wort gemeldet. Es geht um Geld für Krankenkassen aus Kapital- und Mieteinkünften.
Krankenkassen-Vorschlag der SPD sorgt für Aufregung
Nachdem die SPD zuletzt den Vorschlag gemacht hatte, dass man zusätzliches Geld für die Kassen doch über Beitragseinnahmen aus Kapital- und Mieteinkünften ziehen könnte, stellte Warken gegenüber der Welt am Sonntag ihre Sicht auf die Dinge klar.
Warken: "Es kann nicht allein damit getan sein, dass wir nur die Einnahmenseite ausweiten. Wir müssen vor allem die Ausgabenseite in den Griff bekommen."
Wenig Begeisterung hat der Vorschlag der SPD auch beim Wirtschaftsweisen Martin Werding ausgelöst. Gegenüber der Rheinischen Post erklärte der Experte das die derzeitige Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung, basierend auf lohnbezogenen Abgaben, durchaus problematisch sei, er die SPD-Idee noch als viel schwieriger erachtet.
Werding: "Mit der Einführung einer solchen Gesundheitsabgabe würde man aus der heutigen Sozialversicherung aber ein Steuer-Transfer-System machen, das die bereits bestehende Umverteilung massiv ausweitet, viele sonstige Formen der finanziellen Vorsorge belastet und vom bestehenden Reformbedarf ablenkt."
Geld für Kassen: Gesundheitsministerin Warken lässt sich Möglichkeiten offen
Eine ganz klare Absage erteilte die Ministerin der Idee für zusätzliche Einnahmequellen nicht. Warken: "Wie gesagt, es muss ein Gesamtpaket sein."
Noch im Austausch mit dem Nachrichtenmagazin Spiegel, gab Warken zuletzt an, dass eine Gesundheitsabgabe auch auf Kapitaleinkünfte die Verlässlichkeit der privaten Vorsorge unterlaufen würde. Warken: "Wir sind im Sozialbereich auf mehr Eigenverantwortung angewiesen, auch durch Investitionen im Kapitalmarkt. Eine doppelte Belastung würde diesem Ziel entgegenstehen."