Und wer wird am schlechtesten bezahlt?
Und das sind die 12 am schlechtesten bezahlten Berufsgruppen. Sie arbeiten in der Lebensmittelproduktion, schuften in der Büroadministration und im Verkauf.
- Lebensmittelproduktion: 46.500 Euro (pro Jahr)
- Büromanagement: 47.250 Euro
- Verkauf: 48.750 Euro
- Handwerk: 48.750 Euro
- Arzt- und Praxishilfen: 49.000 Euro
- Metallbau und -verarbeitung: 49.500 Euro
- Logistik und Verkehr: 49.750 Euro
- Gaststätten, Hotellerie und Tourismus: 50.500 Euro
- Altenpflege: 52.250 Euro
- Gebäudetechnik und Versorgung: 51.250 Euro
- Sozial Berufe: 52.500 Euro
- Mechatronik und Elektrotechnik: 53.500 Euro
Was verdienst du in den Bundesländern?
Bundesweit liegt das Bruttomediangehalt* (mittleres Einkommen), bei 53.900 Euro pro Jahr. Regional zeigen sich dabei aber deutliche Unterschiede. Viele west- und vor allem süddeutsche Bundesländer liegen deutlich über dem Mittelwert. Ostdeutsche Länder (ohne Berlin) haben niedrigere Einkommenswerte. In den westdeutschen Bundesländern liegt das mittlere Einkommen bei 56.250 Euro, in den ostdeutschen Bundesländern bei nur 48.750 Euro.
Die höchsten Einkommen erzielen Beschäftigte in fünf Bundesländern:
- Baden-Württemberg: 58.500 Euro (pro Jahr)
- Hessen: 58.250 Euro
- Bayern: 57.750 Euro
- Berlin: 56.500 Euro
- NRW: 55.250 Euro
Auch in Deutschlands Großstädten zeigt sich dieses Gefälle: In München verdienst du am meisten. Hier liegt das Bruttomediangehalt bei 64.750 Euro. In Frankfurt am Main bei 64.000 Euro und in Hamburg bei 60.000 Euro. In ostdeutschen Städten wird deutlich weniger verdient. In Dresden etwa 51.000 Euro, in Leipzig mit 51.250 Euro oder in Chemnitz mit 48.500 Euro. Das prozentuale Gap zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland beträgt immer noch 7.500 Euro oder 13 %.
*Ein bisschen Statistik: Was ist der Medianwert?
Stepstone erklärt den genutzten Medianwert so: "Der Durchschnitt wird berechnet, indem alle Werte summiert und danach durch die Anzahl der Datensätze geteilt werden. Der Durchschnittswert kann aber durch extrem hohe oder niedrige Werte verzerrt sein. Zur besseren Einordnung des Werte hilft deshalb ein Vergleich mit dem Median. Der Median ist der Wert, der genau in der Mitte aller Werte liegt. Das heißt, es gibt exakt gleich viele Gehälter, die niedriger und die höher sind als das Mediangehalt."
Wie groß sind die Unterschiede nach Branchen?
Trotz der Unterschiede steigt die Gehaltszufriedenheit seit drei Jahren kontinuierlich: 36 % der Beschäftigten zeigen sich 2025 'zufrieden' oder 'sehr zufrieden' mit ihrem Einkommen (nach 34 % im Jahr 2024 und 32 % im Jahr 2023). Aber: Die Mehrheit der Beschäftigten hadert mit der Höhe des eigenen Einkommens (64 %). Die Gehälter unterscheiden sich nicht nur nach Regionen, sondern auch nach den Branchen in der Wirtschaft.
Zu den Sektoren mit den höchsten Einkommen gehören insgesamt fünf.
- Banken: 70.250 Euro
- Luft- und Raumfahrt: 68.000 Euro
- Versicherungen: 66.500 Euro
- Pharmaindustrie: 66.250 Euro
- Wissenschaft und Forschung: 66.250 Euro
Im unteren Bereich der Gehälter bewegen sich ebenfalls fünf Branchen. Am wenigsten wird in der Hotel- und Gastronomie und beim Catering gezahlt.
- Hotel, Gastronomie und Catering: 45.500 Euro
- Land-, Forst- und Fischwirtschaft, Gartenbau: 47.250 Euro
- Freizeit, Touristik, Kultur und Sport: 49.750 Euro
- Handwerk: 49.750 Euro
- Transport und Logistik: 50.000 Euro
Spielt die Unternehmensgröße und das Geschlecht eine Rolle?
Unterschiede gibt es auch nach der Größe der Betriebe: Beschäftigte in kleineren Betrieben bis 50 Mitarbeitenden erzielen das geringste Einkommen pro Jahr, und zwar ein Bruttogehalt von 48.800 Euro. Während das Gehalt in Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten bei 63.000 Euro liegt. Dazwischen bewegen sich mittelständische Unternehmen mit Medianwerten von 54.100 Euro (51–500 Beschäftigte) und 59.750 Euro (bis zu 5.000 Beschäftigte).
Eine Gehaltslücke gibt es immer noch zwischen Frauen und Männern: Laut Stepstone Datensatz liegt der unbereinigte Gender-Pay-Gap bei 9,7 %. Frauen erzielen einen Bruttomediangehalt von 50.500 Euro, Männer von 55.900 Euro. Der unbereinigte Gender-Pay-Gap vergleicht die Einkommen aller Frauen und Männer miteinander, unabhängig davon, in welchen Branchen, Tätigkeiten oder Positionen sie tätig sind.
Werden diese Unterschiede berücksichtigt, ergibt sich ein bereinigter Gender-Pay-Gap von 4,8 %. Dieser Wert verdeutlicht die Gehaltsdifferenz zwischen Mann und Frau trotz vergleichbarer Rollen, mit ähnlichen Qualifikationen und Rahmenbedingungen.
Bestimmen Bildungsabschluss, Erfahrung und Personalverantwortung das Gehalt?
Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt am stärksten und was trägt dazu bei, ein höheres Einkommen zu erzielen? Der Stepstone Gehaltsreport zeigt, dass vor allem drei Faktoren den Unterschied machen: das Bildungsniveau, die Berufserfahrung und Personalverantwortung .
Bildung zahlt sich aus: Beschäftigte mit Hochschulabschluss erzielen ein Mediangehalt von 68.250 Euro. Beschäftigte ohne akademischen Abschluss liegen bei 51.200 Euro. Wobei die Akademiker in Baden-Württemberg und Bayern mit rund 73.000 Euro die Spitzenreiter sind.
Berufserfahrung wird honoriert: Berufseinsteigerinnen und -einsteiger mit unter einem Jahr Erfahrung liegen bei 46.250 Euro, während Beschäftigte mit mehr als sechs Jahren Erfahrung 55.500 Euro erzielen, mit mehr als 25 Jahren sogar 60.000 Euro im Median. Personalverantwortung macht sich auf dem Konto bemerkbar: Führungskräfte erreichen ein Mediangehalt von 62.000 Euro.
Vorschaubild: © Robert Kneschke/AdobeStock