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Gehaltscheck: Was verdient eigentlich ein Polizist in Bayern?


Autor: Daniela Laitinen

Bayern, Dienstag, 27. Oktober 2026

Der Job des Polizisten ist anspruchsvoll, erfordert auch dementsprechende Belastbarkeit. Ist der Verdienst eines Polizisten in Bayern auch entsprechend?
Der Job des Polizisten ist anspruchsvoll, erfordert auch dementsprechende Belastbarkeit. Ist der Verdienst eines Polizisten in Bayern auch entsprechend?


Was macht ein Polizist eigentlich?

Der Arbeitsalltag hängt stark vom Einsatzgebiet ab. Polizeibeamte kontrollieren den Straßenverkehr, nehmen Anzeigen auf, ermitteln bei Straftaten, sichern Unfallstellen oder sorgen bei Veranstaltungen für Sicherheit. Daneben gibt es zahlreiche Spezialisierungen – von Kriminalpolizei und Bereitschaftspolizei über Diensthundeführer bis hin zu Spezialeinheiten.

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Die bayerische Polizei unterscheidet dabei verschiedene Qualifikationsebenen. Die zweite Qualifikationsebene (QE) entspricht dem früheren mittleren Dienst, die dritte QE dem früheren gehobenen Dienst. Wer entsprechend gute Leistungen zeigt, kann später aufsteigen.

Mehr zum Thema: Bayerns Beamte und die Besoldung 2027: Deshalb müssen sie auf Geld verzichten

Wie viele Polizisten gibt es in Bayern?

Die bayerische Polizei gehört zu den größten Polizeiorganisationen Deutschlands. Nach Angaben des bayerischen Innenministeriums beschäftigt die Bayerische Polizei insgesamt rund 45.000 Menschen. Dazu gehören neben Polizeivollzugsbeamten allerdings auch Verwaltungsbeamte, Tarifbeschäftigte und weitere Mitarbeiter.

Die Zahl ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Der Freistaat hat seit 2010 mehrere Tausend zusätzliche Stellen für die bayerische Polizei geschaffen und investiert weiterhin stark in die Nachwuchsgewinnung.

Gehalt: Was verdient ein Polizist in Bayern?

Anders als bei vielen anderen Berufen erhalten die meisten Polizisten kein klassisches Gehalt, sondern eine gesetzlich festgelegte Beamtenbesoldung. Entscheidend sind vor allem Qualifikationsebene, Besoldungsgruppe, Erfahrungsstufe sowie mögliche Zulagen.

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In der zweiten QE beginnt die Laufbahn nach Angaben der bayerischen Polizei grundsätzlich in der Besoldungsgruppe A7, in der dritten QE in A9. Mit Beförderungen sind entsprechend höhere Besoldungsgruppen möglich.

Schon während der Ausbildung gibt es Geld: Die bayerische Polizei nennt für Polizeimeisteranwärter im ersten Ausbildungsjahr etwa 1.445 Euro netto monatlich – berechnet für Steuerklasse I, ledig und Ortsklasse IV. Ab dem zweiten Ausbildungsjahr werden in dem entsprechenden Beispiel rund 2.520 Euro netto angegeben. Hinzu können je nach persönlicher Situation Orts- und Familienzuschläge kommen.

Was sagt Kununu zum Polizisten-Gehalt?

Einen zusätzlichen Vergleich liefert Kununu. Dort kommen Polizeibeamte bei der Polizei Bayern aktuell auf durchschnittlich 44.600 Euro brutto im Jahr, also etwa 3.716 Euro monatlich. Grundlage sind 71 Gehaltsangaben. Die gemeldete Spanne reicht von rund 30.700 bis 72.000 Euro jährlich.

Berufserfahrung macht sich deutlich bemerkbar. Mit weniger als drei Jahren Erfahrung nennt Kununu durchschnittlich 40.800 Euro Jahresgehalt. Nach mehr als zehn Jahren sind es bereits rund 53.100 Euro. Beim Arbeitgeber Freistaat Bayern liegt der aktuell gemeldete Durchschnitt für Polizeibeamte sogar bei etwa 46.000 Euro brutto pro Jahr.

Dabei sind Bruttoangaben bei Beamten nur bedingt mit normalen Arbeitnehmergehältern vergleichbar. Beamte zahlen beispielsweise keine Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung.

Schichtdienst und Spezialeinheiten können mehr bringen

Zum Grundgehalt können verschiedene Zulagen kommen. Die bayerische Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass beispielsweise Schichtdienst, besondere Einsatzeinheiten oder bestimmte Einsatzsituationen zusätzlich vergütet werden können. Dadurch können sich die tatsächlichen Verdienstmöglichkeiten erhöhen.

Auch Beförderungen machen sich bemerkbar: Die Karriere kann beispielsweise vom Polizeimeister über Polizeiobermeister und Polizeihauptmeister bis in höhere Laufbahnen führen.

Welche Voraussetzungen muss ein Polizist erfüllen?

Wer in die zweite QE einsteigen möchte, braucht grundsätzlich mindestens einen mittleren Schulabschluss oder einen qualifizierenden Haupt- beziehungsweise Mittelschulabschluss plus abgeschlossene Berufsausbildung. Bewerber müssen normalerweise zwischen 17 und 30 Jahre alt sein, mindestens 160 Zentimeter groß und gesundheitlich geeignet sein. Ausnahmen sind teilweise möglich. Außerdem verlangt die Bayerische Polizei unter anderem Gesetzestreue, geordnete wirtschaftliche Verhältnisse und mindestens das Deutsche Schwimmabzeichen Bronze.

Für den direkten Einstieg über das Studium in die dritte QE werden unter anderem Fachhochschulreife oder Abitur vorausgesetzt. Das Studium dauert drei Jahre.

Fazit: Sicherer Beruf mit guten Verdienstmöglichkeiten

Der Gehaltscheck zeigt: Ein Polizist in Bayern kann mit soliden und im Laufe der Karriere steigenden Verdienstmöglichkeiten rechnen. Kununu nennt derzeit durchschnittlich rund 44.600 Euro brutto jährlich bei der Polizei Bayern. Beförderungen, Erfahrungsstufen und Zulagen können das Gehalt deutlich erhöhen. Dafür gehört der Polizeidienst zu den Berufen, bei denen Schichtarbeit, psychische Belastung und mitunter auch körperliche Gefahr zum Berufsalltag gehören.