E-Mobilität: Bundesregierung fördert Ladesäulen an Mehrfamilienhäusern
Autor: Klaus Heimann
Deutschland, Montag, 25. Mai 2026
Die Bundesregierung hat eine Förderung für Ladesäulen an Mehrfamilienhäusern für E-Autos aufgelegt. Bis zu 2.000 Euro gibt es pro Ladepunkt. Es gibt allerdings eine Bedingung: Der Antrag muss sehr zügig gestellt werden.
Die Bundesregierung hat ein neues Förderprogramm für Ladesäulen an Mehrfamilienhäusern aufgesetzt. Ab sofort gibt es einen Zuschuss von bis zu 2.000 Euro pro Ladepunkt. Aber welche Bedingungen gelten dafür eigentlich und wer kann den Antrag auf Förderung stellen?
Warum 500 Millionen Euro für mehr Ladesäulen?
Die Spritpreise an Tankstellen steigen und steigen. Es gibt aber auch Pkw-Besitzende, die lässt das kalt: die Fahrer von Elektroautos. Wer sein Fahrzeug zu Hause an der Wallbox laden kann, bezahlt in der Regel heute nicht mehr als vor dem Iran-Krieg. Nicht jeder hat die Möglichkeit, vor der Haustür oder in der Garage an seiner privaten Wallbox zu laden. Die Bundesregierung will die Chancen dafür verbessern und hat deshalb ein Förderprogramm für mehr Ladesäulen in Mehrfamilienhäusern aufgelegt.
Eine private Ladesäule fürs Elektroauto war bislang vor allem in Einfamilienhäusern üblich. Künftig soll es auch an Mehrfamilienhäusern mehr private Lademöglichkeiten geben. Die Bundesregierung stellt dafür 500 Millionen Euro bereit.
Bis zu 2.000 Euro pro Ladepunkt gibt es dazu vom Staat. Es sind dafür aber mindestens sechs Stellplätze mit einer Wallbox auszustatten. Und natürlich ist ein eigener Stellplatz zwingende Voraussetzung für das Förderprogramm. Die Förderbeträge je elektrifizierten Stellplatz sind gestaffelt:
- maximal 1.300 Euro ohne installierte Wallbox,
- maximal 1.500 Euro mit Wallbox oder
- maximal 2000 Euro mit einem Ladepunkt, der bidirektionales Laden unterstützt.
Sollen auch E-Auto-Besitzer ohne Eigenheim profitieren?
Dagmar Fehler, Chefin und Sprecherin der Nationalen Organisation für den Wandel in der Mobilität (NOW), erläutert die Idee des Programms so: "In Deutschland gibt es rund 21 Millionen Wohnungen in Mehrparteienhäusern und fast 9 Millionen Stellplätze, die dazu gehören – ein riesiges Potenzial für den Ausbau von privater Ladeinfrastruktur." Das Ziel der Förderung ist, dass auch Menschen, die nicht in einem Eigenheim wohnen, einfacher laden können.
Weil das Laden zu Hause besonders beliebt und günstiger als Laden im öffentlichen Raum ist, setzt die neue BMV-Förderung genau an diesem Punkt an. Die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur begleitet das Förderprogramm. Den Antrag auf Förderung muss der Hauseigentümer und nicht der Mieter stellen. Hat ein Haus mehrere Eigentümer, besteht also eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG), muss diese die Elektrifizierung mehrheitlich beschließen.