Deutsche stellen mehr als 100.000 Anträge auf E-Auto-Förderung
Autor: Klaus Heimann
, Montag, 10. August 2026
Die neue E-Auto-Förderung ist bereits in den ersten drei Monaten ein Hit. Über 100.000 Anträge zählt die zuständige Stelle. Wer mit dem Gedanken spielt, angesichts der hohen Spritpreise auf einen Stromer zu wechseln, sollte nicht zu lange warten.
- Wie viele Anträge gibt es in den ersten drei Monaten bei der E-Auto-Förderung?
- Welche Hersteller von E-Autos profitieren am meisten von der Förderung?
- Warum will die CSU die E-Auto-Förderung nachschärfen?
- Sind die E-Autos auf dem deutschen Pkw-Markt angekommen?
Die staatliche Prämie für neue E-Autos hat einen erfolgreichen und vielversprechenden Blitzstart hingelegt. In knapp drei Monaten seit Programmstart sind bereits gut 104.000 Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Eschborn eingegangen. Von der neuen Förderung profitiert bisher vor allem ein Autobauer: nämlich Tesla. Die CSU will das ändern - zukünftig sollen nur noch diejenigen eine Prämie erhalten, die ein Modell von einem deutschen oder europäischen Hersteller kaufen.
Wie viele Anträge gibt es in den ersten drei Monaten bei der E-Auto-Förderung?
Starttermin der Förderung für den Kauf von neuen E-Autos war der 19. Mai 2026. Seitdem ist über die Beschäftigten des BAFA eine Antragsflut hereingebrochen. Wie die Wirtschaftszeitung Handelsblatt als Erste berichtete, gingen bis Anfang August 2026, also nach knapp drei Monaten Laufzeit des Programms, 104.000 Anträge in Eschborn ein. Wie die genauen Förderkonditionen sind, darüber hat inFranken.de informiert.
Mehr als 90 % der Anträge beziehen sich den Angaben zufolge auf reine E-Autos, die übrigen auf Hybride oder Autos mit sogenannten Reichweitenverlängerern. Voraussetzung für die Förderung ist eine Zulassung des Fahrzeugs seit dem 1. Januar dieses Jahres. Für das Förderprogramm stehen bis 2029 drei Milliarden Euro zur Verfügung. Dies dürfte für 800.000 Fahrzeuge reichen.
In Deutschland hatte die Zahl der Neuzulassungen war unter dem Eindruck der Ölkrise und den stark steigenden Preisen für Benzin und Diesel zuletzt deutlich angezogen. In Europa war der Zuwachs an neu zugelassenen elektrischen Fahrzeugen im ersten Halbjahr 2026 nur in Frankreich (+62,9 %) noch höher als in Deutschland (+48 %), berichtet der europäische Branchenverband ACEA.
Welche Hersteller von E-Autos profitieren am meisten von der Förderung?
An der Anzahl der bewilligten Förderanträge ist abzulesen, welche Hersteller der E-Autos am beliebtesten sind und wie das Ranking der geförderten Marken aussieht. Die geltende deutsche E-Auto-Förderung fördert nicht vorrangig die deutschen oder europäischen Hersteller. Davon profitieren bisher tatsächlich vor allem ausländische Autobauer. Die amerikanische Marke Tesla profitiert in den ersten Monaten am meisten von der deutschen E-Autoprämie.
Die Fahrzeuge von Hyundai und Kia aus Südkorea spielen unter den ersten fünf mit. Leapmotor und BYD sind dagegen unbedeutend. Die Stammmarke Volkswagen kommt im Ranking nur auf Platz acht. Dafür kommen die VW-Töchter Škoda auf Platz 2 und Seat auf Platz 4.