Nach dem Binance-Hackerangriff mit rund 6,3 Milliarden Dollar Schaden: Spielen deutsche Kunden eine Rolle? Das sollten Anleger jetzt wissen.
Binance ist mit einem Handelsvolumen von über 60 Milliarden US-Dollar pro Tag die größte Kryptowährungsbörse. Am 30. Oktober um 3.23 Uhr nachts berichtete das Unternehmen auf seiner Internetseite über ein "Security Incident Update", also einen "Sicherheitsvorfall".
Das Unternehmen setzte laut Medienberichten daraufhin vorübergehend alle Ein- und Auszahlungen aus. Gemeinsam mit Partnern seien Vermögenswerte im Wert von rund 3 Milliarden Dollar eingefroren worden. Stablecoin-Anbieter Tether sperrte nach eigenen Angaben Werte von knapp 1,57 Milliarden Dollar, Circle mehr als 800 Millionen Dollar.
Analysten halten es für den größten Krypto-Diebstahl der Geschichte
Laut der Analysefirma TRM Labs wurden rund 6,36 Milliarden Dollar aus Binance-Wallets auf zehn Blockchains abgezogen, das meiste innerhalb von etwa 20 Minuten. Die Rede ist in der Pressemitteilung von "the Largest Hack in History" - also dem größten Krypto-Diebstahl der Geschichte. Er sei etwa viermal so groß wie der Bybit-Hack vom Februar 2025 mit 1,5 Milliarden US-Dollar
Was ist genau passiert?
Am 29. Oktober 2026 hat laut TRM Labs Angaben ein Angreifer rund 6,36 Milliarden US-Dollar aus Binance-Wallets auf zehn Blockchains abgezogen, der größte Teil davon in etwa 20 Minuten ab 20:05 UTC (Koordinierte Weltzeit). Der Zeitpunkt entspricht 21:05 nach mitteleuropäischer Zeit.
Ersten Ermittlungen zufolge begann der Angriff laut Medienberichten mit dem gehackten Laptop eines Ingenieurs. Dadurch erhielt ein Angreifer Zugang zu einem System und konnte unberechtigte Abhebungen vornehmen.
TRM Labs vermutet nach eigenen Angaben die nordkoreanische Elite-Hackergruppe „TraderTraitor“ hinter dem Angriff. "Die Zuordnung beruht nach TRM auf belastbaren Erkenntnissen aus On-Chain- und Off-Chain-Analysen", schreibt das Unternehmen in seiner Mitteilung.
So reagierte Binance
Das Unternehmen setzte laut Medienberichten vorübergehend alle Ein- und Auszahlungen aus. Gemeinsam mit Partnern seien Vermögenswerte im Wert von rund 3 Milliarden Dollar eingefroren worden. Stablecoin-Anbieter Tether sperrte nach eigenen Angaben Werte von knapp 1,57 Milliarden Dollar, Circle mehr als 800 Millionen Dollar.