Handtücher werden schneller schmutzig, als man denkt. Daher sollten sie regelmäßig gewechselt werden. Doch wie oft eigentlich?
Wenn man seine Hände oder seinen Körper wäscht und sich danach abtrocknet, dann bleibt das Handtuch doch eigentlich sauber, oder? Viele wissen nicht, dass das ein Trugschluss ist und Handtücher sehr wohl beim Abtrocknen schmutzig werden. Denn auch beim Duschen oder Baden bleiben Keime, Schmutz und Hautschuppen auf dem Körper zurück, die beim Abtrocknen vom Handtuch aufgenommen werden. Außerdem kann sich auch Staub auf den Tüchern sammeln, berichtet Öko-Test. Wusstest du übrigens, was hinter den Streifen auf vielen Handtüchern steckt?
Weil Bakterien unsichtbar sind, kann man oft nicht sehen, wie schmutzig ein Handtuch wirklich ist. Ist das Tuch jedoch über einen längeren Zeitraum nass und trocknet bei der hohen Luftfeuchtigkeit im Bad nicht, kann sich Schimmel bilden. Diesen erkennt man sehr deutlich an schwarzen Flecken, die sich auf dem Handtuch bilden.
Handtücher: So erkennst du Bakterien und Pilze
Eine Sprecherin des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) betont, dass sich im Badezimmer aufgrund der Wärme und Feuchtigkeit Bakterien und Pilze sehr gut vermehren können. Da man die Mikroorganismen schlecht sehen kann, sollte man sich hierbei auf seinen Geruchssinn verlassen. Riechen deine Handtücher muffig, solltest du sie besser austauschen.
Doch nicht nur der Geruch kann unangenehm werden. Durch Schimmel und Pilze können Krankheiten und Allergien entstehen. Insbesondere Pilzinfektionen wie Fußpilz oder Ringelflechte treten häufig durch schmutzige Handtücher auf oder können sich dadurch verschlimmern. Auch Neurodermitis kann durch die Bakterien auf einem ungewaschenen Handtuch verstärkt werden.
Vorsicht auch bei Viren: Im Unterschied zu Bakterien und Pilzen vermehren diese sich nicht auf dem Handtuch. Sie bleiben laut Öko-Test aber trotzdem ansteckend.
So oft solltest du deine Handtücher wechseln
Grundlegend sei das Wechseln der Handtücher von zwei Faktoren abhängig. Erstens: von der Häufigkeit der Nutzung und zweitens: von der Stärke der Verschmutzung. Wer das schlecht beurteilen kann, sollte sich nach einer hilfreichen Faustregel orientieren. Nach circa einer Woche sollte das Handtuch gewechselt und gewaschen werden. Besonders sollte man hier darauf achten, dass das Handtuch schnell und gut getrocknet wird, nachdem es benutzt wurde. Ein Duschtuch sollte außerdem nicht geteilt, also nur von einer Person verwendet werden.
Wer krank ist, sollte Handtücher noch häufiger wechseln. Dies gelte laut Öko-Test auch für Menschen mit Neurodermitis oder Akne. Hier wird empfohlen, das Handtuch circa alle ein bis zwei Tage zu wechseln.