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Gesundheit

Das passiert, wenn Männer die Pille nehmen

Ob vorsätzlich oder versehentlich: Ein Mann sollte die Pille besser nicht zu sich nehmen. Lesen Sie hier, was passiert, wenn es doch geschieht.
 
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Für viele Frauen gehört die Pille bereits zum Alltag. Aber was passiert, wenn Männer den Hormoncocktail zu sich nehmen? Foto: Symbolfoto: methaphum/Adobe Stock

Laut einer Umfrage auf Statista gaben rund 52 Prozent der Frauen an, dass die Pille ihr bevorzugtes Verhütungsmittel ist. Doch was passiert eigentlich, wenn ein Mann das Hormonpräparat zu sich nimmt?

Größtenteils besteht das Verhütungsmittel aus den Hormonen Östrogen und Progesteron, die normalerweise den Zyklus der Frau dahingehend beeinflussen, dass sie für eine Befruchtung unempfänglich wird. Beim Mann sind sie aber keineswegs eine sinnvolle Verhütungsmethode, denn das Östrogen kontert Testosteron aus - was schlimme folgen haben kann.

Folgen erst über eine längere Einnahme

Wer versehentlich eine Pille der Lebensgefährtin, der Freundin oder der Ehefrau verschluckt, braucht sich keine Sorgen zu machen. Allerdings kann eine dauerhafte Einnahme das Bild des Mannes stark verändern.  Es kommt zu einer Verkleinerung der Muskeln, vor allem in den Armen, Beinen und der Brust. Außerdem zu schwächer werdenden Knochen, einer Fettzunahme an der Hüfte und den Oberschenkeln und einer Verringerung von Körper und Gesichtsbehaarung. Darüber hinaus kann an der Brust eine Gynäkomastie auftreten - eine Art Brustbildung beim Mann, bedingt durch Einlagerungen von Wasser und Fettgewebe im Brustbereich. Die Brustwarzen werden ebenfalls dunkler. Haarabfallprobleme am Kopf nehmen dahingegen ab.

Aber nicht zur äußerlich, auch innerlich verändert sich viel. Denn durch die Einnahme der Babypille, wird der Mann auch anfälliger für eine Vielzahl von Krankheiten, wie Thrombosen, Brustkrebs oder Leber- und Gallenblasenerkrankung. Diese Beschwerden, können durch die Pille allerdings auch bei Frauen auftreten.

Männer zeigen sich durch die Pille außerdem weniger aggressiv, das Selbstbewusstsein nimmt stark ab, Schlafprobleme treten auf und es kann zu Konzentrationsproblemen kommen. Die Hoden verkleinern sich, was ebenfalls mit einer schlechteren Spermienqualität einhergeht. Außerdem wird die Libido stark eingeschränkt oder kann sogar ganz verschwinden. Letztendlich kommt es infolgedessen nicht selten sogar zu einer Depression. 

Menschen, die von der Gesellschaft als Männer gelesen werden, aber ihr Äußeres ihrem eigentlichen Geschlecht anpassen möchten und als Frauen wahrgenommen werden möchten, nehmen teilweise Östrogen-Präparate. Dies passiert jedoch unter ärztlicher Aufsicht und es ist keinesfalls empfehlenswert, dies auf eigene Faust zu tun, wenn man geschlechtsangleichende Maßnahmen wünscht.