Suppenkoma, Schnitzelkoma, Fresskoma: Eigentlich bezeichnen diese drei Begriffe alle das gleiche - die Müdigkeit nach dem Essen. Viele Menschen haben damit zu kämpfen, dass ihnen nach einer Mahlzeit Konzentration und Energie fehlt. Gerade nach der Mittagspause kann das sehr ärgerlich sein, denn die Effektivität beim Arbeiten leidet unter der Müdigkeit.

Doch warum werden wir überhaupt müde, wenn wir etwas gegessen haben? Und viel wichtiger: Welche Tipps gibt es, um gegen diese Müdigkeit anzukämpfen? inFranken.de hat für Sie die wichtigsten Informationen herausgesucht.

Müde nach dem Essen: Suppenkoma wegen niedrigem Blutdruck

Den Experten der AOK zufolge benötigt der Magen nach dem Essen viel Blut, um die aufgenommenen Nährstoffe zu verarbeiten und an die Leber weiterzugeben. Die Folge dieses Prozesses ist ein niedriger Blutdruck, wodurch wir träge, müde und antriebslos werden. Doch es gibt noch einen Grund, weshalb es vor allem Mittags an Energie fehlt: Der menschliche Organismus ist in seinen Grundzügen auf zwei Ruhephasen ausgelegt. Eine in der Nacht - und eine am Mittag. Nach einer Mahlzeit müde zu sein ist also völlig normal. Ist das aber ständig der Fall, kann das auch ein Hinweis auf Krankheiten sein.

Die Verdauung kostet den Körper Kraft. Das Blut, das im Magen benötigt wird fehlt also in anderen Teilen des Körpers. Im Kopf führt das zu dem entscheidenden Vorgang: Da weniger Sauerstoff zum Gehirn gelangt, fühlen wir uns müde.

Wie aber kann dieser Vorgang beeinflusst oder sogar vermieden werden? Wie die Barmer Krankenkasse auf ihrer Homepage mitteilt, sollten vor allem schwere Speisen wie Schnitzel oder Pizza am Mittag gemieden werden. "Die Verdauung von üppigen und fettigen Speisen verlangt von unserem Körper Höchstleistungen, leichte Gerichte dagegen mit einer großen Portion Gemüse lassen sich leichter vom Körper verarbeiten", so Claudia Szymula, Sprecherin der Barmer GEK in Sachsen.

Tipps gegen Fresskoma: Kleine Portionen, Schlaf und Bewegung

Bei einem sind sich alle Experten sicher: Essen Sie mittags nicht zu viel. Je mehr Nahrung der Körper aufnimmt, umso mehr muss auch verdaut werden - und umso  müder werden Sie. Auch fetthaltige Speisen fördern laut heilpraxisnet.de das Entstehen von Antriebslosigkeit. Denn Fette wie Butter oder Schmalz brauchen meist Stunden, um verdaut zu werden. Claudia Szymula empfiehlt, auf fettreiche Saucen als Geschmacksträger zu verzichten und eher auf Vollkornprodukte und Naturreis zu setzen. Auch Kartoffeln sind demnach eine gute Wahl.

Mit diesen Tipps lässt sich die Müdigkeit nach dem Essen verhindern:

  • Meiden Sie fetthaltige Speisen und einfache Kohlenhydrate: Lieber Salat und Gemüse als Currywurst mit Pommes oder Schnitzel mit Knödeln
  • Ausreichend Schlaf: Gehen Sie rechtzeitig schlafen, so werden Sie nicht so schnell müde
  • Ein ausgewogenes Frühstück: Viel Eiweiß, Vitamine und Flüssigkeit am Morgen geben Ihnen Energie für den Tag - so haben Sie mittags automatisch weniger Hunger
  • Lüften Sie regelmäßig: Wenig Sauerstoff macht müde
  • Bewegung regt den Blutfluss an: Spazieren gehen in der Mittagspause, kurze Gymnastikübungen im Büro oder lediglich Treppensteigen - wird der Blutfluss angeregt, bleibt der Körper wach
  • Halten Sie einen Mittagsschlaf. Doch Vorsicht: Dieser sollte nicht länger als 30 Minuten dauern.
  • Einen Energie-Kick für zwischendurch liefern auch verschiedene Snacks wie Nuss- oder Vitamin-Riegel

Es gibt also viele Möglichkeiten, wie man der Müdigkeit nach dem Essen entgehen kann. Wer sich an die genannten Punkte hält, ist für einen produktiven Tag bestens gerüstet.