• Schlafqualität variiert von Tag zu Tag
  • Hormone beeinflussen unseren Schlaf
  • Erholsame Nacht: So beeinflussen Sie ihren Hormonhaushalt positiv

An so manchem Morgen wacht man auf und fühlt sich großartig und ausgeruht, das ist wohl der ideale Start in den Tag. Häufig kommt es jedoch vor, dass genau das Gegenteil eintritt. Statt erholt und ausgeschlafen fühlt man sich erschöpfter und verspürt den Drang, einfach weiterzuschlafen. Der Grund für die variierende Schlafqualität ist keinesfalls eine Glückssache. Verschiedene Faktoren, die in der eigenen Hand liegen, tragen zu einem erholsamen Schlaf bei.

Erholsamer Schlaf: Eine Sache der Hormone

Tatsächlich war die Thematik der Schlafstörung nie so präsent wie heutzutage. Der Grund: Der heutige Alltagsrhythmus hat sich von dem natürlichen Rhythmus des Menschen entfernt. Den Stand der Sonne verwenden wohl die wenigsten Menschen in Deutschland als Anhaltspunkt dafür, ob es nun Zeit ist, sich auszuruhen.

Man verlässt sich dabei häufig eher auf die aktuelle Gefühlslage. Die Ursache hierfür liegt vor allem an unserem Hormonhaushalt, noch konkreter: an den Hormonen Melatonin und Cortisol. Ersteres sorgt für das Müdigkeitsgefühl und letzteres hält einen wach. Aktivitäten, die Cortisol in die Höhe schießen lassen, wie beispielsweise Sport, sollte man daher vor dem Schlafengehen vermeiden. Auch Alkohol, Nikotin oder Koffein sind Gegner des Müdigkeitshormons Melatonin und behindern eine erholsame Nacht. 

Cortisol-fördernden Tätigkeiten sollte man hingegen lieber am nächsten Morgen nachgehen. Der Cortisolspiegel, der gegen 7-8 Uhr morgens am höchsten steht, kann durch ein eiweißhaltiges Frühstück angeregt werden. Eine Schüssel Quark oder Joghurt zum Frühstück, Ei oder ein Käsebrot sind also am Start des Tages nicht verkehrt.

Zum wach werden: Pushen Sie das Hormon Cortisol

Und um noch kurz bei den Hormonen zu bleiben: Studien legen nahe, dass auch das Hormon Ghrelin, welches für das Hungergefühl verantwortlich ist, durch mangelnden Schlaf angeregt werden könnte. Das bedeutet, dass man dazu verleitet wird, mehr zu essen. Darüber hinaus hat man in der heutigen Welt natürlich auch bei mehr Stunden, die man wach verbringt, mehr Zeit, um diesen Versuchungen nachzukommen. Es wird auch empfohlen, lieber etwas mehr zu schlafen und weniger Fernzusehen am Abend. Letztlich führt weniger Konsum zu mehr Schlaf und umgekehrt, was der Gesundheit zugutekommt.

Keinesfalls sollte man glauben, dass Zeit den einzig ausschlaggebende Faktor für guten oder schlechten Schlaf darstellt. Alle Aktivitäten, die im Inneren ablaufen während man schläft, profitieren von einem gesunden Verhalten am Vortag. Das Gehirn ruht am besten in der Tiefschlafphase, welche je nach Vortag nicht erreicht werden könnte. Auch viele andere Funktionen des Körpers, wie die Zellregeneration, die Immunaktivität und der Organstoffwechsel arbeiten in der Nacht weiter, während wir von außen seelenruhig schlafen.

Wichtig für einen erholsamen Schlaf ist auch die richtige Matratze. Stiftung Warentest hat 17 Matratzen unter die Lupe genommen - allerdings lässt das Ergebnis des Tests zu wünschen übrig.