• Schnarchen: Ursachen für den nächtlichen Geräuschpegel 
  • Tipps: Was gegen das Schnarchen helfen kann
  • Test von Stiftung Warentest: Welche Produkte helfen wirklich?

Schnarchen zehrt besonders bei den Bettnachbarn an den Nerven und treibt den ein oder anderen sogar in die Flucht. Schuld an dem Geräuschpegel ist die im Schlaf verringerte Luftzufuhr über die oberen Atemwege, die durch das Erschlaffen der Rachenmuskulatur ausgelöst wird. Die störenden Schnarchgeräusche werden durch das Flattern der Gaumensegel und Rachenzäpfchen bei jedem Atemzug erzeugt. Das beeinträchtigt die Atmung erheblich. Stiftung Warentest hat einige Mittel gegen das Schnarchen für dich getestet.

Schnarchen: Gründe für den nächtlichen Geräuschpegel - und Risiken

Auch wenn Schnarchen oft harmlos ist, kann es auf eine obstruktiv-bedingte Schlafapnoe hindeuten. Wenn die Atemgeräusche im Schlaf unregelmäßig und immer lauter werden sowie plötzlich sekundenlange Atemaussetzer auftreten, sollte man aufmerksam werden. Bei einer Schlafapnoe kollabieren die oberen Atemwege und versperren den Weg zur Lunge. Für den Körper bedeutet der Atemstopp Stress, denn es führt zum Abfall von Sauerstoff, das Herz pumpt kräftiger und der Blutdruck steigt. Nach einigen Minuten schlägt das Gehirn Alarm, es schießt das Stresshormon Adrenalin durch den Körper und Betroffene wachen auf. Die Folgen können lebensgefährlich sein. Die Schlafapnoe geht auf anatomische Ursachen zurück, die im HNO-Bereich liegen. Folgende Gründe können eine Schlafapnoe auslösen:

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  • Ein zu kleiner oder ein nach hinten fallender Unterkiefer
  • Vergrößerte Rachenmandeln oder eine vergrößerte Zunge
  • Ein verlängerter, weicher Gaumen mit vergrößertem Zäpfchen 
  • Erschlaffte Rachenwände sowie Nasenpolypen
  • Chronische Entzündungen der Nasenhaupt- und -nebenhöhlen 
  • Vergrößerte Nasenmuscheln und eine verformte Nasenscheidewand
  • Seltene Fälle: Zysten oder Tumore im Bereich des Kehlkopfs begünstigen eine Schlafapnoe

Einfaches Schnarchen wird meist durch Infektionen der oberen Atemwege, zum Beispiel einer Erkältung, Schnupfen, akuten Nasennebenhöhlenentzündungen oder allergischen Reaktionen, ausgelöst. 

Tipps gegen Schnarchen

Einfaches Schnarchen oder die lebensbedrohliche Schlafapnoe, beides kann behandelt werden. Bei einer Schlafapnoe sollte unbedingt ein Experte aufgesucht werden. Sowohl Hals-Nasen-Ohren-Ärzte als auch Schlafmediziner und Lungenärzte können weiterhelfen und eine passende Therapie gegen die Atemaussetzer finden. Bei einfachen Schnarchern gibt es einfachere Methoden und Mittel, die gegen das nächtliche Sägen helfen:

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  • Bei übergewichtigen Schnarchern ist einer der ersten Tipps Abnehmen. In Hals und Rachen erschweren Fettpolster die Atmung, was zum Schnarchen führt.
  • Wer schnarcht, sollte zwei Stunden vor dem Schlafengehen auf Alkohol verzichten. Dieser reduziert die Atmungsaktivität und fördert das Schnarchen.
  • Ein frühes Abendessen hilft ebenfalls gegen das Schnarchen. Wer spät zu Abend isst, mindert die Schlafqualität.
  • Beruhigungs- oder Schlafmittel reduzieren die Atemaktivität und provoziert Schnarchen. Diese sollten also auch vermieden werden.
  • Schlechte Nachricht für Rückenschläfer: Auch das sollte umgangen werden. Wer allerdings schlecht auf der Seite schlafen kann, sollte dich am besten mit leicht erhöhtem Oberkörper auf den Rücken legen.
  • Eine Operation - Dabei entfernen Ärzte am Gaumen und Rachen überschüssiges Gewebe oder straffen es. Das sorgt für eine leichtere Luftzufuhr und es vibriert weniger. Auch eine Korrektur der Nasenscheidewand kann helfen.

Wer die Ursache für sein Schnarchen kennt, kann gezielt nach Hilfsmitteln suchen. Dafür hat Stiftung Warentest 23 Mittel gegen das Schnarchen getestet und herausgefunden, welche den Schnarcher tatsächlich zur Ruhe bringen.

Test von Stiftung Warentest: Diese Produkte sollen wirklich helfen

Für den Test wurden folgende Produkte herangezogen:

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  • Sechs Produkte, die die Rückenlage verhindern, zum Beispiel ein Anti-Schnarchgurt oder ein Anti-Schnarchrucksack.
  • Sieben Produkte, die die Nase freihalten. Hier wurden beispielsweise eine Nasenklammer und ein Nasenstrip getestet.
  • Drei Produkte, die den Unterkiefer vorverlagern, wie eine Zahn- oder Kieferschiene.
  • Vier Produkte, die den Mund geschlossen halten, zum Beispiel Anti-Schnarchband oder Mundstrip.
  • Und drei sonstige Produkte wie einen Schnarchring und Anti-Schnarch-Kissen.

Danach wurden alle 23 Hilfsmittel von Experten geprüft. Wichtig war hier besonders: Gibt es ausreichend wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit der Produkte? Auch die Anbieter wurden nach Studien gefragt. Der Test ergab schlussendlich, dass viele Produkte als "mit Einschränkungen geeignet" bewertet wurden. Klar ist, ein Allheilmittel gegen das Schnarchen gibt es nicht. Wenn die Ursache für das Schnarchen bekannt ist, kann es sich für Betroffene lohnen, die Produkte auszuprobieren, heißt es weiter. Im Zweifel ist es ratsam, mithilfe der Zahnärztin oder dem Hals-Nasen-Ohren-Arzt den Auslöser zu suchen. Werden die Produkte richtig eingesetzt, können sie durchaus für Ruhe sorgen.

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