Salz ist nicht nur eine beliebte Speisezutat, sondern auch wichtig für den Körper. Viele Menschen nehmen davon allerdings gerne mal zu viel zu sich. Das liegt unter anderem daran, dass sich in häufig konsumierten Lebensmitteln die größten Mengen an Salz verstecken. Ein US-amerikanischer Facharzt erklärt in einem neuen Bericht, worauf es bei der Ernährung in Bezug auf Salz ankommt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Salzzufuhr von weniger als fünf Gramm pro Tag. Dies entspricht ungefähr der Menge eines Teelöffels täglich und beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Doch bei den meisten Menschen in Europa wird diese Empfehlung weit überschritten. Der tägliche Konsum beläuft sich auf durchschnittlich acht bis elf Gramm.

Verzehr von zu viel Salz begünstigt Bluthochdruck

Salz liefert dem Körper insbesondere zwei wichtige Mineralstoffe, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung berichtet. Über Speisesalz werden dem Körper etwa 90 Prozent des Natriums beziehungsweise des Chlorids zugeführt. Damit sind sie die mengenmäßig dominierenden Elektrolyte und unentbehrlich für bestimmte Körperfunktionen. Dazu zählt die Aufrechterhaltung des Flüssigkeitshaushalts der Zellen und die Regulation des Blutdrucks. Zudem wird Chlorid für die Produktion von Verdauungssäften benötigt.

Wird zu viel Salz verzehrt, erhöht sich der Blutdruck und somit auch die Gefahr an Hypertonie (Bluthochdruck)  zu erkranken. Bluthochdruck führt langfristig dazu, dass wichtige Organe geschädigt werden: das Herz, die Herzkranzgefäße, das Gehirn, die Nieren und die Blutgefäße. Das kann einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zur Folge haben.

Der Facharzt für Nierenkrankheiten und Bluthochdruck an der renommierten Cleveland Clinic in den USA, Dr. George Thomas, berichtet, dass das am meisten aufgenommene Salz jedoch nicht aus dem Salzstreuer kommt. Dort wäre es einfach zu kontrollieren. Produkte wie Tiefkühlgerichte, Konserven, Wurst und Käse haben selbst dann hohe Natriumgehalte, wenn sie gar nicht besonders salzig schmecken. Das liegt daran, dass Salz nicht nur als Gewürz sehr beliebt ist, sondern Lebensmittel zudem haltbar macht. 

Die "Salty Six"

Dr. Thomas empfiehlt, auf natriumfreie oder natriumarme Lebensmittel zurückzugreifen. Die einzige Möglichkeit zu erfahren, wie viel Natrium enthalten ist, sei die Kontrolle der Etiketten, betont der Facharzt weiter.

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Die American Heart Association empfiehlt eine tägliche Aufnahme von 1.500 Milligramm Natrium pro Tag. Diese Empfehlung variiert allerdings bei bestimmten Erkrankungen. Besonders gewarnt wird vor den sogenannten "Salty Six" (salzigen Sechs) von der AHA. Darunter fallen die sechs häufigsten konsumierten Lebensmittel mit hohem Natriumgehalt:

  • Brot und Brötchen: Ein Brötchen enthält circa 230 Milligramm Natrium.
  • Pizza: Eine Tiefkühlpizza kann bis zu 760 Milligramm Natrium enthalten.
  • Wurstwaren und Aufschnitt: Bereits in zwei Scheiben Mortadella sind 500 Milligramm Natrium enthalten.
  • Fertigsuppen: Eine Tasse Hühnernudelsuppe aus der Dose kann bis zu 940 Milligramm Natrium enthalten.
  • Sandwiches: Eine Kombination aus Brot, Wurst, Käse, Soßen und Gewürzen kann leicht zu einem Natriumgehalt von mehr als 1.500 Milligramm führen - innerhalb einer Mahlzeit.
  • Burrito und Tacos: Besonders Taco-Toppings und Burrito-Füllungen können viel Natrium enthalten. Um das zu reduzieren kann man sie voller Gemüse und mageren Protein-Quellen genießen.

Salzarme Ernährung ist dabei nur Gewöhnungssache unserer Geschmacksknospen. Da überall sehr viel Salz enthalten ist, sind wir von klein auf darauf trainiert. Deshalb empfiehlt Experte Thomas zur Umgewöhnung zu verschiedenen anderen Zutaten zu greifen, um Geschmack ans Essen zu bringen: "Versuchen Sie, natürliche Ersatzstoffe wie Zitrone, Ingwer, Curry, getrocknete Kräuter wie Lorbeerblätter, Basilikum und Rosmarin, Zwiebeln, Knoblauch und trockenen Senf zu verwenden."

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